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PS4-Nutzer soll Kokain über das PSN verkauft haben

Ein Kokain-Dealer hat offenbar das PlayStation Network und seine PS4 genutzt, um online und im Voice-Chat von Spielen Kokain-Deals zu vereinbaren. Er wurde allerdings wohl in einer recht spektakulären Aktion dingfest gemacht.

von David Molke,
04.12.2019 11:53 Uhr

Weil er anscheinend dachte, Voice-Chat in Spielen sei sicher, hat ein PSN-Nutzer offenbar darüber seine Koks-Deals abgewickelt. Weil er anscheinend dachte, Voice-Chat in Spielen sei sicher, hat ein PSN-Nutzer offenbar darüber seine Koks-Deals abgewickelt.

Drogendealer nutzen die verschiedensten Kommunikationsmittel, um möglichst unbehelligt ihre Geschäfte abwickeln zu können. Einer davon hat sich wohl zu sehr darauf verlassen, dass das Besprechen der Deals über den in-Game-Chat seiner PS4 vermeintlich sicher ist. Spoiler: Das ist es offenbar nicht.

Jedenfalls wurde ein PS4-Nutzer aus den USA nun anscheinend dabei erwischt, wie er das PSN und den Voice-Chat in Videospielen genutzt hat, um verhältnismäßig große Kokain-Deals abzuwickeln.

PSN-Deals: PS4-Nutzer hat offenbar in-Game Koks verkauft

Abwicklung über PSN: Ein PS4-Nutzer, der laut einer Art Durchsuchungs-Befehl "Alexander" genannt wurde, soll seinen PSN-Account genutzt haben, um mit potentiellen Kunden Kokain-Deals zu vereinbaren. Offenbar hielt der Dealer den Voice-Chat in Spielen für besonders sicher. Selbst wenn der abhörsicher sein sollte, schützt er aber wohl nicht vor verdeckten Ermittlern des FBI.

Hast du genug Geld? Gucci! Das Behörden-Dokument liest sich wie ein schwarzhumoriger Thriller: Hier könnt ihr zum Beispiel lernen, dass ein "Bug" beziehungsweise "Nina Bug" für ein Tütchen mit neun Unzen Kokain steht. Oder dass "Gucci" offenbar eine adäquate Antwort auf die Frage darstellt, ob man genügend Geld hat.

Lange Rede, kurzer Sinn: Über den Voice-Chat eines leider nicht näher spezifizierten Spiels haben sich der FBI-Käufer und der Dealer verabredet. Beim darauf folgenden Treffen wechselte offenbar ein 103-Gramm-Paket Koks im Wert von 4.400 US-Dollar den Besitzer. Später sollten wohl noch größere Deals stattfinden.

Sony soll Daten rausrücken: Der Durchsuchungsbefehl, über den zuerst Motherboard geschrieben hat, richtet sich an Sony. Das FBI fordert das Unternehmen dazu auf, die Daten des vermeintlichen Dealers herauszugeben. Offenbar will die US-Behörde alle Infos, auch die zu den gespielten Spielen, technischen Informationen und Nachrichten.

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