Wollt ihr euch einen PC zusammenbauen, steht ihr derzeit vor einer schier unüberwindbaren Hürde: Es gibt keinen halbwegs bezahlbaren Arbeitsspeicher mehr. Die Preise für RAM-Riegel sind in den vergangenen Monaten in die Höhe geschossen, da KI-Firmen einen gigantischen Bedarf für 2026 angemeldet haben.
Damit ihr über Schwankungen – vielleicht sogar nach unten – Bescheid wisst, haben wir hier die aktuellen Preise zusammengetragen.
Das kostet RAM gerade in Deutschland
Um euch einen Eindruck davon zu geben, wie viel ihr momentan für RAM bezahlen müsst, haben wir die günstigsten Preise von drei der derzeit beliebtesten RAM-Kits auf Vergleichsplattformen herausgesucht.
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Aber Achtung: Je nach Modell, Design, RAM-Timings und Händler sind deutlich höhere Preise möglich.
- Kingston FURY Beast DDR5-6000 64 GB Kit (CL30): 810 Euro
- Corsair Vengeance DDR5-6000 32 GB Kit (CL36): 400 Euro
- G.Skill Aegis 5 DDR5-6000 16 GB Kit (CL36): 230 Euro
Zur besseren Einordnung der Preise haben wir außerdem den zuverlässigen Trendverlauf von PCPartPicker zurate gezogen. Der deckt den wichtigen US-Markt ab, da er die weltweiten Preisentwicklungen stark beeinflusst. Wir gehen dabei nicht vom Durchschnitt, sondern von dem Verhältnis von Höchst- zu Tiefstpreisen aus.
Für DDR5:
- DDR5-6000 (64 GB Kit): 900 bis 1200 Euro
- DDR5-5600 (64 GB Kit): 760 bis 1100 Euro
- DDR5-6000 (32 GB Kit): 450 bis 600 Euro
- DDR5-5600 (32 GB Kit): 425 bis 550 Euro
- DDR5-5200 (32 GB Kit): 440 bis 600 Euro
- DDR5-4800 (32 GB Kit): 400 bis 600 Euro
Und für DDR4:
- DDR4-3600 (64 GB Kit): 450 bis 600 Euro
- DDR4-3200 (64 GB Kit): 300 bis 600 Euro
- DDR4-3600 (32 GB Kit): 240 bis 400 Euro
- DDR4-3200 (32 GB Kit): 200 bis 450 Euro
- DDR4-3000 (32 GB Kit): 200 bis 350 Euro
- DDR4-3600 (16 GB Kit): 170 bis 200 Euro
- DDR4-3000 (16 GB Kit): 120 bis 250 Euro
Warum sind die RAM-Preise so hoch?
Der größte Preistreiber ist die KI-Industrie. Die komplexen KI-Modelle benötigen für ihre Berechnungen Unmengen an Arbeitsspeicher, weshalb Firmen wie OpenAI für 2026 davon ausgehen, dass sie einen Großteil der weltweiten RAM-Produktion für sich in Anspruch nehmen müssen.
Da die drei dominierenden Speicherhersteller (Samsung, Micron und SK Hynix) ihre Fertigung maßgeblich auf die KI-Firmen umschwenken, entsteht zudem ein Engpass bei der Verfügbarkeit im Endverbraucher-Bereich, weshalb die Preise dort massiv ansteigen.
Micron hat seinen Endverbraucher-Bereich sogar völlig zugunsten der hohen Einnahmen durch die KI-Industrie aufgegeben:
Für 2026 wird prognostiziert, dass auch Grafikkarten nur noch stark eingeschränkt verfügbar sein werden, da es am Videospeicher mangelt und Nvidia als Marktführer seine GPU-Herstellung zugunsten von KI-Platinen zurückfährt.
Und auch Laptops sowie Komplett-PCs sollen in diesem Jahr bei den Preisen anziehen. Nur Konsolen blieben von den gestiegenen Kosten verschont, und noch ist völlig unklar, wie lang das der Fall bleibt.
Sony, Microsoft und Nintendo werden derzeit noch langfristige Verträge mit den RAM-Herstellern am Laufen haben, diese könnten aber irgendwann auslaufen und dann beispielsweise dafür sorgen, dass die Switch 2 teurer wird oder die PlayStation 6 verschoben werden muss.
Sucht ihr derzeit nach Arbeitsspeicher? Falls ja: Wie plant ihr? Beißt ihr in den sauren Apfel oder wollt ihr die RAM-Krise aussitzen?



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