PS5-Chef sieht in Konsolen wie der Xbox Series S keinen Erfolg

Die PlayStation 5 wird im Gegensatz zur Xbox Series X keine schwächere Variante bieten. Der PlayStation-Boss Jim Ryan gibt den Grund dafür.

von Sebastian Zeitz,
19.09.2020 08:30 Uhr

PS5-Chef erteilt einer kostengünstigeren Variante, wie der Xbox Series S, eine eindeutige Absage. PS5-Chef erteilt einer kostengünstigeren Variante, wie der Xbox Series S, eine eindeutige Absage.

Sony hat diese Woche die große Bombe platzen lassen und viele Informationen zur PlayStation 5 bekanntgegeben. Im Rahmen des Events hat PlayStation CEO Jim Ryan viele Interviews gegeben. So hat er sich zur Xbox Series S geäußert und warum es keine schwächere PlayStation 5 geben wird.

Keine guten Ergebnisse mit kostengünstigeren Konsolen

Die Aussagen von Jim Ryan kommen aus einem Interview mit der japanischen Seite AV Watch (übersetzt via VGC). Dort hat er darüber gesprochen, dass basierend auf Untersuchung von Sony sich ergeben hat, dass kostengünstigere Konsolen nicht so erfolgreich waren, wie gedacht. Wichtig für ihn ist aber klar zu stellen, dass er respektiert wie die Konkurrenz sich zu dem Thema entscheidet. Ryan sagt zu dem Thema folgendes:

"Wenn wir uns die Historie der Branche anschauen, dann sehen wird, dass eine extra günstige, schwächere Konsole keine allzu guten Ergebnisse in der Vergangenheit hatte. Wir haben die Option aber durchaus in Betracht gezogen und dabei gesehen, wie andere Executives bei dem Versuch herausgefunden haben, dass das problematisch ist."

Es hätte also eine PS5 Light geben können! Letzten Endes hat sich Sony aber dagegen entschieden, da sie Angst hatten, dass sie "zu schnell obsolet werden könnte". Sie gehen davon aus, dass Käufer einer Konsole diese für mindestens vier bis sieben Jahre nutzen wollen. Die Konsole soll nicht in zwei Jahren bereits komplett veraltet sein.

Sony hat aber trotzdem eine günstigere Variante in Petto. Denn die Digital Edition ohne Laufwerk beinhaltet zwar die gleichen technischen Spezifikationen kostet aber durch die fehlende Disk-Option nur 400 Euro anstelle von 500 Euro.

Sony könnte mit dieser Absage aber einen Nerv bei Entwicklern getroffen haben. So hat sich auch jemand von Remedy bereits dazu gemeldet und sieht Probleme bei der Series S in der Zukunft:

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Was sagt Jim Ryan noch über die PS5

Der CEO hat in den vergangenen Tag noch weitere Interviews gegeben. So beruhigt er die bei der ersten Vorbestellungswelle keine Konsole abbekommen haben damit, dass weitere unterwegs sind und es mehr PS5 geben soll als damals die PS4 beim Launch:

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Aber auch wenn die ganz große Info-Bombe geplatzt ist und einige Glückliche die PS5 vorbestellen konnten, ist das noch nicht alles. Jim Ryan verspricht, dass in den kommenden Wochen noch das Dashboard sowie "coole Neuerungen" gezeigt werden sollen.

Wie findet ihr Sonys Vorgehen, keine schwächere Konsole direkt zu veröffentlichen? Hatte Microsoft vielleicht doch den richtigen Riecher und kann mit der Series S eine andere Zielgruppe erreichen, die dem Hersteller letztlich den Vorteil bringt?

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