PS5 & Xbox Series X – Diese TVs nutzen die Features der neuen Konsolen

Ihr wollt wissen, welche Fernseher das Spielen in 8K oder mit 120 fps ermöglichen? Hier geben wir die Antwort und stellen die besten TVs mit HDMI 2.1 vor.

von Benjamin Herbst,
11.04.2021 21:05 Uhr

PS5 und Xbox Series X bringen neue Features, die aber zum Teil nur mit dem entsprechenden Fernseher funktionieren. Wir stellen euch Modelle vor, mit denen er für die neuen Konsolen gerüstet seid. PS5 und Xbox Series X bringen neue Features, die aber zum Teil nur mit dem entsprechenden Fernseher funktionieren. Wir stellen euch Modelle vor, mit denen er für die neuen Konsolen gerüstet seid.

Neu im April-Update: Mit dem Sony A90J sowie dem Samsung QN85A und dem QN90A haben wir erste Modelle aus 2021, die in den kommenden Monaten erscheinen, in unsere Liste aufgenommen. Außerdem gibt es eine kurze Vorschau auf die Philips 4K-TVs 2021, von denen viele über zwei vollwertige HDMI-2.1-Anschlüsse verfügen sollen. Wichtig ist zudem das Update zu schwerwiegenden Problemen mit 4K 120 Hz bei den neuen Panasonic OLED-TVs. Auch bei Xiaomi-TVs, die mit HDMI 2.1 werben, solltet ihr besser genau hinschauen.

Sowohl die PS5 als auch die Xbox Series X unterstützen prinzipiell 8K-Auflösung sowie 120 fps bei 4K. Mit wie vielen Spielen dies in der Praxis möglich sein wird, ist zwar noch weitgehend offen. Wer für alle Fälle gerüstet sein will, sollte beim Kauf des nächsten Fernsehers trotzdem darauf achten, ein Gerät zu wählen, das zukunftssicher ist.

Das bedeutet: Ihr braucht ein TV, das nicht nur über ein Display mit 4K-Auflösung und eine Bildwiederholrate von 120 Hz, sondern auch über einen HMDI-2.1-Anschluss verfügt. In diesem Artikel stellen wir euch einige der besten Modelle verschiedener Preisklassen vor und erklären zudem, was es mit HDMI 2.1 auf sich hat.

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Inhalt

Was bringt HDMI 2.1 fürs Gaming?

Vollwertiges HDMI 2.1 verfügt über eine Bandbreite von 48 Gbit/s im Vergleich zu 18 Gbit/s bei HDMI 2.0b. Das ermöglicht prinzipiell die Wiedergabe von 8K-Inhalten mit 60 fps oder von 4K-Inhalten mit bis zu 120 fps. Bei Fernsehern mit HDMI 2.0 sind nur 60 fps bei 4K möglich. Während Gaming in 8K-Auflösung aktuell unrealistisch ist, können zumindest weniger aufwendige Titel durchaus mehr als 60 fps bei 4K erreichen. Viele aktuelle 4K-TVs verfügen übrigens nur über eingeschränktes HDMI 2.1 mit circa 40 Gbit/s. Damit ist zwar noch immer 4K mit 120 fps möglich, es kann aber zu Einschränkungen z.B. bei der Farbtiefe kommen.

HDMI 2.1 Kabel Mit HDMI 2.1 werden 60 fps bei 8K oder 120 fps bei 4K möglich, passende Anschlüsse und die richtigen Kabel vorausgesetzt.

Zusätzlich zu 4K 120 fps werden häufig folgende Features in Verbindung mit HDMI 2.1 gebracht:

  • Variable Refresh Rate (VRR): Mit VRR kann der Fernseher sich an die Framerate der Konsole anpassen. Das verhindert beim Spielen Screen Tearing und verringert den Input Lag.
  • Auto Low Latency Mode (ALLM): ALLM ermöglicht es der Konsole, den Fernseher automatisch in den Modus mit der geringsten Latenz zu versetzen und so für niedrigen Input Lag zu sorgen.
  • Enhanced Audio Return Chanel (eARC): eARC ermöglicht es dem Fernseher, Ton mit hoher Bandbreite an externe Soundsysteme zu übertragen. So können Formate wie Dolby Atmos und DTS:X unkomprimiert wiedergegeben werden, was vor allem für aufwendige Surround-Sound-Anlagen von Bedeutung ist.

Diese drei Features sind prinzipiell aber auch ohne echtes HDMI 2.1 möglich und sollten daher nicht als Beweis dafür verstanden werden, dass der betreffende Fernseher tatsächlich einen Anschluss mit der vollen Bandbreite von 48 Gbit/s besitzt.

Übrigens: Falls ihr euch für die Xbox Series S entscheidet, braucht ihr kein HDMI 2.1. Die Konsole ist aufs Spielen bei 1440p bei bis zu 120 fps ausgelegt, was auch mit HDMI 2.0b, das inzwischen Standard ist, möglich ist. Tatsächlich verfügt die Xbox Series S zwar über einen HDMI-2.1-Anschluss, das mitgelieferte Kabel kann dessen Bandbreite aber gar nicht ausnutzen. Microsoft rechnet offenbar nicht damit, dass HDMI 2.1 für die Series S eine große Rolle spielen wird.

Welche Fernseher unterstützen HDMI 2.1?

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten, zumal einige Fernseher zwar bestimmte Features unterstützen, aber trotzdem den HDMI-2.1-Standard nicht vollständig erfüllen. Aus diesem Grund erklären wir euch unten genauer, was ihr bei welchem Hersteller erwarten könnt.

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Generell findet ihr TVs mit HDMI 2.1 bislang erst bei 4K-Fernsehern der Mittel- und Oberklasse, die ein Display mit 100 bzw. 120 Hertz besitzen. Fernseher, die nur auf 1080p kommen oder über ein 50/60-Hertz-Panel verfügen, nutzen die Bandbreite von HDMI 2.1 ohnehin nicht aus. Bei 8K-Fernseher ist HDMI 2.1 hingegen die Norm.

LG: Die größte Auswahl

LG OLED C9 LG bietet derzeit die größte Auswahl an Fernsehern mit HDMI 2.1.

HDMI 2.1 schon in der Mittelklasse: LG bietet aktuell die größte Auswahl an TVs mit HDMI-2.1-Unterstützung. Die hochwertigen OLED-TVs erfüllten den Standard schon 2019, ebenso wie die besten normalen LEDs wie der SM9000 und der SM9500. Die NANO-Reihe aus 2020, Nachfolger der SM-Reihe aus 2019, unterstützt HDMI 2.1 bereits ab dem NANO85 aufwärts. Sogar in der UN-Reihe, die eigentlich aus Low-Budget-Geräten besteht, gibt es mit dem LG UN8500 ein Modell mit HDMI 2.1.

Einschränkungen bei aktuellen Modellen: Die 4K-Modelle aus 2020 haben allerdings kein vollwertiges HDMI 2.1, sondern eine leicht eingeschränkte Version, die eher 40 statt 48 Gbit/s liefert. 120 fps bei 4K sind trotzdem möglich, wobei jedoch die Farbtiefe auf 10 Bit beschränkt wird. Da die Displays der Modelle ohnehin nur 10 Bit nativ unterstützen, ist in der Praxis kaum ein Unterschied zu merken. Dieselbe Einschränkung gilt laut ersten Berichten auch für die neuen Modelle aus 2021.

Volle Bandbreite bei 8K: LG begründet die Einsparung übrigens nicht ganz zu unrecht damit, dass derzeit ohnehin kaum 4K-Inhalte existieren, die die volle Bandbreite nutzen. Wer trotzdem nicht auf vollwertiges HDMI 2.1 verzichten will, muss zu den 8K-Modellen wie dem Z9 oder NANO99 oder zu 4k-TVs aus 2019 wie dem C9 und dem SM9000 greifen.

Vorschau LG OLED TVs 2021

In der Theorie ist schon einiges über den LG OLED C1 bekannt. Wie gut er in der Praxis ist, muss sich aber erst noch zeigen. In der Theorie ist schon einiges über den LG OLED C1 bekannt. Wie gut er in der Praxis ist, muss sich aber erst noch zeigen.

Neue Billig-Reihe: Ab 2021 soll es eine neue OLED-Reihe geben, die preislich und qualitativ unter der B-Reihe liegt. Die A-Reihe soll allerdings nur über ein 50-Hz-Display verfügen und dementsprechend kein HDMI 2.1 bieten. Trotzdem wird wohl der gleiche Prozessor verbaut wie beim neuen LG OLED B1. Die Größen sollen von 48 bis 77 Zoll reichen.

Hellere Evo-Panels: Ein Nachteil von OLED-Panels war bisher, dass die Spitzenhelligkeit begrenzt ist. LED-TVs der oberen Preisklasse haben hier einen Vorsprung. Das könnte sich nun ändern: Durch eine zusätzliche lichtemittierende Schicht könnte sich die Spitzenhelligkeit von ungefähr 800 cd/m2 auf bis zu 1.300 cd/m2 erhöhen. Diese als Evo-OLEDs bezeichneten Panels sollen aber erst ab der teuren G1-Reihe zum Einsatz kommen. Inwiefern sich der B1 und C1 gegenüber dem BX und CX weiterentwickelt haben, bleibt abzuwarten.

Neue Größen, alte Einschränkungen: Laut ersten Berichten über den LG OLED G1 soll es bei HDMI 2.1 wieder eine Beschränkung der Bandbreite auf circa 40 Gbit/s geben. Es ist anzunehmen, dass dies auch für alle günstigeren 4K-Modelle gelten wird. Sicher ist bereits, dass es neue Größen geben wird: Während der BX nur in 55 und 65 Zoll zu haben war, wird der B1 wohl auch in 77 Zoll zu bekommen sein. Beim C1 reichen die Größen sogar von 48 bis 83 Zoll, wobei die größte Variante erst im Juni erscheint.

LG OLED CX: Leicht eingeschränkt, aber flüssiger

LG OLED CX Der LG OLED CX aus 2020 ist sowohl für Filme als auch fürs Gaming sehr gut geeignet. Das galt allerdings auch schon für den Vorgänger.

  • Display: 4K, OLED
  • HDMI : 4 x eingeschränktes HDMI 2.1
  • Preis: ca. 1.450 Euro bei 55 Zoll

Black Frame Insertion: Der Nachfolger des C9 verfügt nur noch über eingeschränktes HDMI 2.1 mit ca. 40 Gbit/s, das immerhin auf allen vier Ports zur Verfügung steht. Die Bildqualität ist, wie üblich bei OLEDs, durch tiefes Schwarz und unendlichen Kontrast sehr hoch. Der größte Fortschritt gegenüber dem C9 besteht darin, dass der CX Black Frame Insertion bei 120 Hz unterstützt. Durch eingeschobene schwarze Bilder erscheinen Bewegungen noch flüssiger, allerdings zulasten der Spitzenhelligkeit. Ein essenzielles Feature ist BFI nicht, zumal man in Spielen dafür auf VRR verzichten müsste.

Für Filme und Gaming: Der Input Lag liegt mit 14 ms bei 60 Hz und gut 7 ms mit 120 Hz in einem sehr guten Bereich. Das gilt allerdings auch für den günstigeren LG OLED BX, der bei der Bildqualität durch geringere Spitzenhelligkeit und schwächeren Prozessor etwas schlechter abschneidet. Gerade beim Gaming fällt dies aber kaum auf, da hier Bildverbesserungsprogramme, die einen guten Bildprozessor erfordern, in der Regel abgeschaltet sind. Der CX ist also vor allem dann die richtige Wahl, wenn ihr einen Fernseher wollt, der sowohl beim Gaming als auch beim Filmeschauen Spitzenleistung bietet.

LG OLED CX bei Saturn*

LG OLED BX: Nur noch zweimal HDMI 2.1

LG OLED BX Der LG OLED BX ist hinsichtlich der Bildqualität etwas schwächer als der CX, bietet aber ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

  • Display: 4K, OLED
  • HDMI: 2 x eingeschränktes HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0
  • Preis: circa 1.200 Euro bei 55 Zoll

Wenig Fortschritt: Der LG OLED BX, Nachfolger des B9, bietet als bislang einziges OLED-TV von LG nur zwei HDMI-2.1-Anschlüsse und zweimal normales HDMI 2.0, wie dies auch bei den Modellen der günstigeren NANO-Reihe ab dem NANO85 aufwärts der Fall ist. Wie der LG OLED CX verfügt er über Black Frame Insertion bei 120 Hz, ist aber bei der Spitzenhelligkeit und beim Bildprozessor unterlegen. Die typische OLED-Qualität mit tiefem Schwarz und hohem Kontrast bietet er natürlich trotzdem.

Für Gamer ein Preis-Leistungs-Tipp: Beim Input Lag schneidet der BX mit circa 6 ms bei 120 Hz und circa 15 ms bei 60 Hz wie gewohnt sehr gut ab. Da er seit seinem Erscheinen im Sommer 2020 deutlich im Preis gefallen ist (in Sonderangeboten gab es ihn schon für ca. 1.100 Euro) ist er eine sehr gute Alternative zum LG OLED CX. Leider ist die 55-Zoll-Version inzwischen nicht mehr gut zu bekommen, bei 65 Zoll ist es noch etwas leichter.

LG OLED BX bei MediaMarkt*

LG NANO85 / NANO86: Mittelklasse mit Edge-Display

LG NANO86 Der LG NANO86 und der LG NANO85 bieten HDMI 2.1 schon in der Mittelklasse, schwächeln aber beim Kontrast.

  • Display: 4K, Edge LED (IPS)
  • HDMI : 2 x eingeschränktes HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0
  • Preis: ca. 770 Euro bei 55 Zoll

Nahezu identisch: Der NANO86 und der technisch nahezu identische NANO85 sind LGs günstigste Modelle mit HDMI-2.1-Unterstützung aus 2020. In Sales sieht man die 4K-TVs oft schon für weit unter 800 Euro bei 55 Zoll. Damit sind sie die ideale Lösung für alle, die möglichst günstig an ein Gerät mit HDMI 2.1 kommen wollen. Sie besitzen zwei der leicht eingeschränkten Anschlüsse. Mit einem Input Lag von 16 ms bei 60 Hz beziehungsweise 6 ms bei 120 Hz sind sie gut fürs Gaming geeignet.

Schwacher Kontrast: Die Bildqualität ist für ein Mittelklassegerät zufriedenstellend, kann aber nicht ansatzweise mit jener der OLED-TVs mithalten. Vor allem der Kontrast ist beim NANO86 niedrig, da ein IPS-Panel mit Edge-Beleuchtung eingesetzt wird. Immerhin sorgt dieses für eine niedrige Blickwinkelabhängigkeit, was von Vorteil sein kann, wenn ihr euch in der Gruppe zum gemeinsamen Zocken vor dem Fernseher versammelt. Außerdem verbessert die NanoCell-Beschichtung die Farbwiedergabe.

LG NANO86 bei MediaMarkt*

LG NANO90 / NANO91: Mehr Qualität mit FALD-Display

LG NANO91 Der LG NANO90 und der NANO91 sind dem NANO86 dank des Direct-LED-Displays ein gutes Stück überlegen.

  • Display: 4K, Direct LED (IPS)
  • HDMI : 2 x eingeschränktes HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0
  • Preis: ca. 900 Euro bei 55 Zoll

Inzwischen angemessener Preis: Der LG NANO90 ist ein guter Kompromiss für diejenigen, die gute Qualität wollen, aber nicht viel Geld für ein OLED ausgeben möchten. Derzeit liegt er mehrere hundert Euro unter dem LG OLED BX, was der Qualität angemessen ist. Wie der BX oder auch der NANO86 bietet der NANO90 zwei eingeschränkte HDMI-2.1-Anschlüsse. Der Vorgänger LG SM9000 hatte noch viermal volles HDMI 2.1 geboten.

Besser dank Direct LED: Qualitativ ist der NANO90 dem LG NANO86 vor allem durch sein Display mit Direct LED und Full Array Local Dimming (FALD) überlegen. Der gesamte Bildschirm ist in Zonen eingeteilt, deren Helligkeit einzeln an die Szene angepasst wird. Der Input Lag beträgt bei 60 Hz weniger als 15 ms und bei 120 Hz weniger als 6 ms. Alternativ kann man auch zum LG NANO91 greifen, der statt des 2.2-Soundsystems des NANO90 nur die üblichen zwei 10-Watt-Lautsprecher bietet, aber ansonsten technisch identisch ist.

LG NANO90 bei Otto*

LG UN8500: Großer Bildschirm, kleiner Preis?

LG UN8500 Der LG UN8500 ist das einzige Modell der UN-Serie mit 120 Hz und HDMI 2.1.

  • Display: 4K, Direct LED (IPS, bei 82 Zoll VA)
  • HDMI: 2 x eingeschränktes HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0
  • Preis: circa 1.600 Euro bei 86 Zoll

Groß und schlecht verfügbar: Der LG UN8500 könnte das bislang einzige Low-Budget-TV auf dem Markt mit HDMI 2.1 sein, wäre der Preis aufgrund der schlechten Verfügbarkeit in Deutschland (in Österreich sieht es etwas besser aus) bislang nicht deutlich höher, als der Qualität angemessen ist. Eine Ausnahme ist ausgerechnet die größte Version in 86 Zoll, die inzwischen bei vielen deutschen Händler zu vernünftigen Preisen zu bekommen ist. Theoretisch ist das Modell ab Größen von 65 Zoll verfügbar.

HDMI 2.1, aber Low-Budget-Qualität: Im Gegensatz zu anderen TVs der UN-Reihe besitzt der UN8500 nicht nur ein 120-Hz-Display, sondern auch zwei HDMI-2.1-Anschlüsse und ein NanoCell-Display. Damit müsste er eigentlich zu den Mittelklassemodellen der NANO-Serie gehören. In Tests zeigt sich allerdings, dass er Low-Budget-Modellen wie dem UN7300 bei der Bildqualität nicht überlegen ist, unter anderem aufgrund der niedrigen Spitzenhelligkeit. Man muss sich also fragen, ob HDMI 2.1 und 120 Hz den Aufpreis wert sind.

LG UN8500 bei MediaMarkt*

LG NANO99: Gut, aber teuer

LG NANO999 Der LG NANO99 ist gut als Gaming-Fernseher geeignet, aber seine 8K-Auflösung hat natürlich ihren Preis.

  • Display: 8K, Direct LED (IPS)
  • HDMI: 4 x vollwertiges HDMI 2.1
  • Preis: ca. 3.000 Euro bei 65 Zoll

Niedriger Kontrast, hohe Helligkeit: Beim LG NANO99 (in Deutschland meist als LG NANO999 vertrieben) handelt es sich um einen 8K-Fernseher, der sich, abgesehen von der Auflösung, ungefähr auf demselben Qualitätsniveau wie der LG NANO90 befindet. Er ist nur in den Größen 65 und 75 Zoll verfügbar. Beim Kontrast schneidet er schwach ab, selbst im Vergleich zu anderen Fernsehern mit IPS-Panel. Dafür erreicht er aber eine ansehnliche Spitzenhelligkeit von rund 900 cd/m2.

Gute Gaming-Performance: Wie üblich bei 8K-TVs verfügen alle vier Ports über vollwertiges HDMI 2.1. Der Input Lag liegt bei circa 16 ms bei 60 Hz und knappen 8 ms bei 120 Hz. Im Prinzip macht man also nichts falsch, wenn man den LG NANO99 fürs Gaming verwendet, nur bekommt man beim Spielen eben keine Leistung, die den hohen Preis rechtfertigen könnte. Wobei man dem Modell zugute halten muss, dass es mit etwa 3.000 Euro bei 65 Zoll für ein 8K-TV nicht sonderlich teuer ist. Allerdings ist der Samsung Q800T (siehe unten) noch günstiger und sogar etwas besser.

LG NANO999 bei Amazon*

LG NANO95: 8K, aber keine 120 Hz

LG NANO Der LG NANO959 verfügt über 8K-Auflösung, bietet Gamern aber nicht viele Vorteile.

  • Display: 8K, Direct LED (IPS)
  • HDMI: 4 x HDMI 2.1, aber ohne 120 Hz
  • Preis: ca. 1.000 Euro bei 55 Zoll

Nur 60 Hz: Der LG NANO95 ist derzeit das Low-Budget-Modell unter den 8K-TVs und wurde erst nachträglich von LG veröffentlicht. Im Gegensatz zu fast allen anderen 8K-Fernsehern auf dem Markt besitzt er lediglich ein 60-Hz-Display. Über vollwertiges HDMI 2.1 verfügt er zwar trotzdem, weil dies für 8K 60 fps nötig ist, aber die fürs Gaming interessanten 4K 120 fps kann er so natürlich nicht liefern.

Günstig, aber nicht lohnenswert: Dafür ist der Preis für einen 8K-Fernseher tatsächlich extrem günstig: Die 65-Zoll-Version kostet circa 2.000 Euro, das 55-Zoll-Modell kann man inzwischen schon für weniger als 1.000 Euro finden. Empfehlenswert ist der Kauf gerade für Gamer trotzdem nicht. Mit der hohen Auflösung können Spiele schließlich nicht viel anfangen und davon abgesehen gibt es nur Nachteile gegenüber einem Modell wie dem LG OLED BX, der auf einem ähnlichen Preisniveau liegt, aber höhere Bildqualität und 120 Hz liefert.

LG NANO959 bei MediaMarkt*

Samsung: HDMI 2.1 auf einem Port

Samsung Q70T Viele Samsung-TVs aus 2020 und 2021 haben zumindest einen HDMI-2.1-Anschluss.

HDM 2.1 bei QLEDs: Alle Samsung QLED-Modelle aus 2020 ab dem Q70T aufwärts unterstützen HDMI 2.1 auf einem Port. Lediglich der günstige Q60T sowie der Q80T mit 49 Zoll, die nur über ein 50/60-Hz-Panel verfügen, bleiben auf HDMI 2.0 beschränkt. Ähnliches gilt für die Modelle aus 2021. Auch hier ist HDMI 2.1 ab dem Q70A vorhanden. Nur die kleinsten Versionen des Q70A und Q80A mit 50 Zoll sollen davon ausgenommen sein, weil sie nur ein 50-Hz-Panel besitzen. Gleiches gilt für alle Größen des Q60A.

Nur auf einem Port: Wie 2020 gibt es auch 2021 bei den 4K-Fernsehern HDMI 2.1 in der Regel nur auf einem einzigen Port. Die Ausnahme ist das High-End-Modell QN95A, der wie die 8K-Modelle volles HDMI 2.1 auf allen vier Ports liefern soll. Die 2020er-Modellen besitzen nur eingeschränktes HDMI 2.1 mit circa 40 Gbit/s statt 48 Gbit/s. Ob das auch bei den neuen Modellen aus 2021 der Fall ist, ist noch nicht ganz klar. Erste Tests mit dem QN85A und QN90A haben jedenfalls mit 4K 120 Hz auch bei gleichzeitigem HDR keine Probleme gezeigt.

Samsung QN85A: Neue Mini-LEDs (Vorschau)

Samsung QN85A Der Samsung QN85A verfügt über die neuen Mini-LEDs. Was HDMI 2.1 angeht, hat sich im Vergleich zum Vorjahr hingegen nicht viel getan.

  • Display: 4K, QLED mit Mini-LED
  • HDMI 2.1: 1 x auf Port 4
  • Preis: 1.799 Euro bei 55 Zoll (UVP)

Kleinere LEDs, mehr Helligkeit: Der QN85A ist Samsungs günstigster QLED-Fernseher aus 2021 mit den neuen Mini-LEDs. Das bedeutet: Die Leuchtdioden sind kleiner, dafür ist ihre Anzahl sehr viel höher. Das sorgt unter anderem für besseres Local Dimming und für eine höhere Spitzenhelligkeit, was der Bildqualität zugute kommt, aber auch für hohen Stromverbrauch sorgt. Beim QN85A ist zu beachten, dass er ohne Local Dimming über eher niedrigen Kontrast verfügt, weil er ein Display mit IPS-ähnlicher Technik einsetzt.

Wenig Bewegung bei HDMI 2.1: Was HDMI 2.1 angeht, scheint sich im Vergleich zum Vorjahr nicht allzu viel geändert zu haben. Den schnellen Anschluss bekommen wir abermals auf nur einem Port. Falls es dabei irgendwelche Einschränkungen der Bandbreite gibt, scheinen diese sich in der Praxis jedenfalls kaum bemerkbar zu machen, denn laut Tests kann der Samsung QN85A 4K-Auflösung bei 120 Hz auch mit gleichzeitigem HDR problemlos darstellen. VRR und ALLM werden ebenfalls unterstützt.

Samsung QN85A bei MediaMarkt*

Samsung QN90A: Noch mehr Helligkeit (Vorschau)

Samsung Q90A Der Samsung QN90A ist dem QN85A vor allem dann deutlich überlegen, wenn Local Dimming abgeschaltet ist.

  • Display: 4K, QLED mit Mini-LED
  • HDMI 2.1: 1 x auf Port 4
  • Preis: 1.999 Euro bei 55 Zoll (UVP)

Noch heller und besserer Kontrast: Der Samsung QN90A verfügt wie der QN85A über die neue Mini-LED-Technologie, die für hervorragendes Local Dimming und eine sehr hohe Spitzenhelligkeit sorgt. Letztere fällt beim QN90A mit circa 1.800 cd/m2 besonders beeindruckend aus. Im Gegensatz zum QN85A verfügt der QN90A auch ohne Local Dimming noch über einen recht guten Kontrast, weil er über ein VA-Panel verfügt. Eine zusätzliche Beschichtung sorgt dafür, dass die Blickwinkelabhängigkeit, die sonst bei VA-Panels ein Problem ist, nicht allzu hoch ausfällt.

Die üblichen Gaming-Features: Hinsichtlich der Gaming-Features bietet der QN90A kaum Vorteile gegenüber dem günstigeren Samsung QN85A. HDMI 2.1 gibt es auch hier nur auf einem der vier Ports. Der Input Lag ist mit 5,3 ms bei 120 Hz und gut 10 ms bei 60 Hz hier wie dort äußerst niedrig. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt also vor allem davon ab, wie wichtig euch die bessere Bildqualität ist, die sich vor allem ohne Local Dimming bemerkbar macht. Local Dimming funktioniert übrigens auch beim Spielen recht gut, weshalb ihr es vermutlich nicht allzu oft ausschalten müsst.

Samsung QN90A bei MediaMarkt*

Samsung QLED Q70T: Mittelklasse mit gutem Kontrast

Samsung Q70T Der Samsung Q70T steht in Konkurrenz zum LG NANO86 und kann diesen zumindest hinsichtlich des Kontrasts deutlich schlagen.

  • Display: 4K, QLED
  • HDMI : 1 x eingeschränktes HDMI 2.1, 3 x HDMI 2.0
  • Preis: ca. 870 Euro bei 55 Zoll

Sehr guter Kontrast: Der Q70T ist das günstigste Modell von Samsung, das 120 fps bei 4K-Auflösung bietet. Fürs Gaming ist er sehr gut geeignet, dank eines Input Lags von circa 10 ms bei 60 Hz bzw. 6 ms bei 120 Hz. Qualitativ ist er etwas höher einzuschätzen als der LG NANO86, da er den deutlich besseren Kontrast bietet. Dafür ist der LG NANO86 weniger blickwinkelabhängig und noch etwas günstiger.

Mäßige Helligkeit: Samsungs QLED-Technik sorgt für eine verbesserte Farbwiedergabe, das allein wiegt die Vorteile der hervorragenden Schwarzwerte eines OLEDs aber nicht auf. Teurere Samsung-Modelle wie der Q90T können durch ihre Helligkeit teilweise ausgleichen, was ihrem Schwarz an Tiefe fehlt. Dem Q70T gelingt das mit einer Spitzenhelligkeit zwischen 400 und 500 cd/m2 nicht. Bei Release war er für seine Leistung deshalb zu teuer. Da der Preis inzwischen von etwa 1.200 Euro auf unter 900 Euro gesunken ist, ist der Q70T aber eine Überlegung wert.

Samsung Q70T bei Amazon*

Samsung QLED Q80T: Der Kompromiss

Samsung Q80T Der Samsung Q80T bietet deutlich höhere Bildqualität als der Q70T und stellt einen guten Kompromiss zwischen Preis und Leistung dar.

  • Display: 4K, QLED
  • HDMI: 1 x eingeschränktes HDMI 2.1, 3 x HDMI 2.0
  • Preis: circa 1.100 Euro bei 55 Zoll

Guter Kompromiss: Der Samsung Q80T ist ein guter Kompromiss zwischen Preis und Leistung. Mit einer Spitzenhelligkeit von über 700 cd/m2 kann er HDR ein gutes Stück besser ausnutzen als der Q70T, wenngleich er von der blendenden Helligkeit des Q90T weit entfernt ist. Im Gegensatz zum Q70T verfügt er außerdem genau wie der Q90T über Full Array Local Dimming.

Beim Gaming gleichauf: Bei den Gaming-Eigenschaften gibt es keine nennenswerten Unterschiede zu anderen QLEDs von Samsung. Mit einem Input Lag von etwa 10 ms bei 60 Hz und 5 bis 6 ms bei 120 Hz genauso hervorragend zum Zocken geeignet wie der Q70T. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt also allein davon ab, wie wichtig euch die höhere Bildqualität ist. Allerdings ist der Q90T inzwischen so günstig zu bekommen, das es mehr Sinn macht, zum noch besseren Modell zu greifen.

Samsung Q80T bei Ebay*

Samsung QLED Q90T: Besonders hell

Samsung Q90T Bei der Spitzenhelligkeit ist der Samsung Q90T den meisten anderen 4K-TVs weit überlegen.

  • Display: 4K, QLED
  • HDMI : 1 x eingeschränktes HDMI 2.1, 3 x HDMI 2.0
  • Preis: 1.250 Euro bei 55 Zoll

Die Oberklasse: Der Q90T gehört zur Oberklasse unter Samsungs 4K-TVs. Der Input Lag ist ebenso niedrig wie beim Q70T und Q80T, aber die Spitzenhelligkeit ist je nach Einstellungen mit ca. 1.150 bis 1.400 cd/m2 viel höher, sodass der Fernseher das Beste aus HDR herausholen kann. Zudem sorgt Local Dimming (das aber auch schon beim Q80T enthalten ist) für hervorragenden Kontrast. Trotzdem schneiden die OLEDs von LG bei der Bildqualität noch immer etwas besser ab.

Günstigere Alternativen: Der Samsung Q90T hat in seiner Preisklasse einen schweren Stand, da er sich mit OLED-TVs wie dem LG BX und CX messen lassen muss, die bei der Bildqualität noch etwas mehr bieten. Der BX ist dabei oft noch etwas günstiger zu bekommen. Lange Zeit bot auch der Samsung Q80T für Gamer das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Inzwischen ist der Preisunterschied von etwa 300 Euro aber auf 100 bis 200 Euro gesunken. Diesen Aufpreis kann die höhere Spitzenhelligkeit des Q90T durchaus wert sein.

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Samsung QLED Q800T: Besser durch 8K

Samsung Q800T Für ein 8K-TV ist der Samsung Q800T recht günstig, kostet aber trotzdem noch eine ordentliche Stange Geld.

  • Display: 8K, QLED
  • HDMI: 4 x vollwertiges HDMI 2.1
  • Preis: ca. 2.000 Euro bei 65 Zoll

Günstiger, aber nicht günstig: Der Q800T ist Samsungs günstigstes 8K-TV mit vollwertigem HDMI 2.1 aus 2020. Der Preis der kleinsten Variante (65 Zoll) ist inzwischen von 3.000 Euro auf etwa 2.000 Euro gesunken. Der Kontrast ist nicht so hoch wie sonst bei VA-Panels, weil Samsung auf eine zusätzliche Filterschicht setzt, die die Blickwinkelabhängigkeit verringert. Das gleicht der Q800T jedoch durch sehr gutes Full Array Local Dimming mit 480 Zonen und eine enorm hohe Spitzenhelligkeit von über 1.300 cd/m2 wieder aus. Dem 8K-TV LG NANO99 ist er damit leicht überlegen.

Gut, aber nicht besser: Der Input Lag ist mit rund 10 ms bei 60 Hz und knapp 6 ms bei 120 Hz genauso niedrig wie bei den 4K-QLEDS. Von der 8K-Auflösung abgesehen ist die Bildqualität übrigens insgesamt nicht besser als beim Q80T oder Q90T. Da man beim Spielen auf absehbare Zeit jedoch kaum von 8K profitieren dürfte, lohnt sich der Aufpreis nicht, wenn es euch in erster Linie um einen Fernseher fürs Gaming geht.

Samsung Q800T bei MediaMarkt*

Samsung QLED Q950T: Das Spitzen-QLED-TV

Das 8K-TV Samsung Q950T ist das teuerste Modell in Samsungs QLED-Reihe Der 8K-Fernseher Samsung Q950T ist das teuerste Modell in Samsungs QLED-Reihe.

  • Display: 8K, QLED
  • HDMI : 4 x vollwertiges HDMI 2.1
  • Preis: ca. 3.800 Euro bei 65 Zoll

Samsungs bestes QLED: Der 8K-Fernseher Samsung Q950T ist das Spitzenmodell unter Samsungs QLEDs. Die kleinste Variante mit 65 Zoll kostet noch immer etwa 3.800 Euro, obwohl der Preis bereits deutlich gesunken ist. Wie üblich bei 8K-Fernsehern verfügt er über volles HDMI 2.1. Gegenüber dem Samsung Q800T zeichnet er sich durch höhere Bildqualität, unter anderem aufgrund von noch besserem Local Dimming, und sein schlankes Design aus. Der Rahmen des Q950T ist extrem dünn und auch der Fernseher selbst ist nur 15 mm dick.

Zu teuer als reines Gaming-TV: Vom Design des Q950T profitiert man vor allem, wenn man ihn sich an die Wand hängen will. Für Spieler, die darauf keinen Wert legen, dürfte sich der Preis kaum lohnen, denn sie bekommen im Grunde schon mit dem Q800T mehr, als die brauchen. Prinzipiell ist der Q950T mit seinem niedrigen Input Lag aber genauso gut als Gaming-Fernseher geeignet wie alle aktuellen QLEDs von Samsung.

Samsung OLED Q950T bei Amazon*

Sony: 2020 nur zwei Modelle, 2021 auch bei OLEDs

Sony XH9005 2020 schickte Sony nur zwei Modelle mit HDMI 2.1 ins Rennen um die Kundschaft: Einen 4K- und einen 8K-Fernseher. 2021 soll alles besser werden.

Magere Auswahl: Ausgerechnet Konsolenhersteller Sony schwächelt bei der Unterstützung von HDMI 2.1. Nur zwei Modelle aus 2020 unterstützen den Standard, nämlich der 8K-Fernseher ZH8 sowie das 4K-LED-TV XH90, das in diversen Varianten vermarktet wird (z.B. XH9005, XH9007, XH9096, XH9288, XH9299). Das ist kurios, denn der eigentlich höherwertige XH95 unterstützt HDMI 2.1 nicht.

Nachbessern durch Updates: Der Sony XH90 sollte laut ersten Berichten über volles HDMI 2.1 mit 48 Gbit/s verfügen, in der Praxis haben sich jedoch Grenzen gezeigt. 120 fps bei 4K sind zwar möglich, aber bei einer Farbunterabtastung von 4:4:4 kommt es zu Qualitätseinbußen. Sony will zwar durch Updates nachbessern, bisher haben diese aber nur mäßige Verbesserungen gebracht. Die übrigen HDMI-2.1-Features müssen ebenfalls erst durch Firmware-Updates freigeschaltet werden. Derzeit warten wir noch immer auf VRR, das allerdings auch bei der PS5 noch nicht freigeschaltet ist.

2021 volles HDMI 2.1 bei OLED TVs: 2021 sollen bei Sony mindestens die OLED-TVs wie der Sony A80J und der Sony A90J volles HDMI 2.1 bekommen. Laut ersten Tests gibt es mit 4K 120 fps keine ähnlichen Probleme wie beim XH90. Was VRR angeht, vertröstet Sony allerdings weiterhin auf ein zukünftiges Update. Wie es bei günstigeren Modellen ohne OLED-Display mit HDMI 2.1 aussehen wird, ist noch nicht bekannt.

Sony OLED A90J: HDMI 2.1 vorerst ohne VRR (Vorschau)

Sony A90J Den Sony A90J könnt ihr bereits vorbestellen. Er erscheint aber wie die High-End-Modelle von Samsung und LG erst im April.

  • Display: 4K, OLED
  • HDMI 2.1: 2 x vermutlich vollwertiges HDMI 2.1
  • Preis: 2.599 Euro bei 55 Zoll (UVP)

HDMI 2.1, aber kein VRR: 2020 gab es von Sony mit dem Sony XH90 nur ein 4K-Modell mit HDMI 2.1 und selbst bei diesem gab es Probleme. 2021 soll es zumindest bei den OLED-TVs besser werden und tatsächlich verfügt der neue Sony OLED A90J über zwei HDMI-2.1-Anschlüsse, mit denen 4K 120 Hz kein Problem mehr darstellt. Was allerdings noch immer nicht funktioniert, ist VRR. Das soll zwar per Update nachgeliefert werden, dasselbe haben wir aber letztes Jahr schon vom Sony XH90 gehört. Auf dieses Update warten Kunden bis heute.

Tolles Bild, aber kein 1440p: Neben VRR fehlt auch die Unterstützung von 1440p-Auflösung. Beides gilt bis jetzt übrigens auch für die PS5. Mit der Entscheidung, die Fernseher nur das unterstützen zu lassen, was auch die hauseigene Konsole unterstützt, dürfte Sony sich bei Xbox-Besitzern keine Freunde machen. Der Input Lag fällt mit circa 12 ms bei 120 Hz und 17 ms bei 60 Hz recht niedrig aus, auch hier schneiden andere Hersteller aber teils noch besser ab. Positiv hervorzuheben ist neben einer allgemein hervorragenden Bildqualität die sehr flüssige Darstellung schneller Bewegungen.

Sony A90J bei MediaMarkt*

Sony XH90 / XH92: Hohe Qualität mit FALD

SonyXH9005 Der Sony XH90 in seinen diversen Varianten (etwa XH9005, XH9077, XH9096) ist Sonys einziges 4K-TV mit HDMI 2.1 im Jahr 2020.

  • Display: 4K, Direct LED
  • HDMI : 2 x eingeschränktes HDMI 2.1, 2 x HDMI 2.0
  • Preis: circa 820 Euro bei 55 Zoll

Gute Qualität: Der XH9005 bewegt sich, ebenso wie die technisch fast identischen Varianten (XH9077, XH9096, XH9288, XH9299), hinsichtlich der Bildqualität ungefähr auf dem Niveau des Samsung Q80T. Wie dieser verfügt er über Full Array Local Dimming. Das gesamte Display ist also in Zonen eingeteilt, deren Helligkeit einzeln an die Szene angepasst wird. Der Kontrast ist mit 4267:1 beziehungsweise 4786:1 mit Local Dimming sogar noch ein gutes Stück höher als beim teureren XH9505. Bei der Spitzenhelligkeit ist er hingegen unterlegen, schneidet mit knapp 740 cd/m2 aber noch immer gut ab.

Reagiert schnell: Der Input Lag liegt bei gut 15 ms mit 60 Hz und und 7 ms mit 120 Hz. Damit ist der Sony XH90 sehr gut fürs Gaming geeignet. Auch in dieser Beziehung ist er dem teureren XH9505 (19 ms bei 60 Hz, 11 ms bei 120 Hz) überlegen. Kein Wunder also, dass Sony dieses Modell als einzigen seiner 4K-Fernseher mit dem Slogan "Bereit für PlayStation 5" bewirbt. Zum Release funktionierte der HDMI-2.1-Support noch nicht, inzwischen wird durch ein Firmware-Update zumindest 120 fps bei 4K unterstützt, allerdings mit Einschränkungen. VRR gibt es bis jetzt noch nicht. Dafür ist der Preis auf ein sehr günstiges Niveau gesunken.

Sony XH90 bei Saturn*

Sony ZH8: Die übliche 8K-Qualität

Sony ZH8 Ein OLED-Display bietet der Sony ZH8 zwar nicht, aber die Qualität ist trotzdem sehr hoch.

  • Display: 8K, Direct LED
  • HDMI : 4 x HDMI 2.1
  • Preis: ca. 4.450 Euro bei 75 Zoll

Sonys High-End-Modell: Der Sony ZH8 ist ein High-End-Modell und bietet ähnlich wie der Samsung Q950T im Grunde viel mehr, als man als Gamer braucht. Das 8K-TV gibt es in den Größen 75 und 85 Zoll. Die Preise für die kleinere Variante beginnen derzeit bei etwa 4.450 Euro, die größere Version kostet etwa 6.800 Euro. Seit Release ist der Preis deutlich gesunken, zuletzt stieg er aber wieder an.Trotzdem ist der ZH8 deutlich günstiger als der ältere ZG9, dessen noch heute Preise im fünfstelligen Bereich liegen.

Hohe Leistung und viele Features: Natürlich bekommt man für den hohen Preis des ZH8 auch eine Menge geboten, etwa den leistungsstarken X1-Ultimate-Prozessor, Full Array Local Dimming und ein 4.2-Lautsprechersystem, das Dolby Atmos unterstützt. Viele der Features kann man aber auch für sehr viel weniger Geld bekommen, wenn man sich mit 4K-Auflösung und kleinerem Bild zufrieden gibt. Auch beim ZH8 muss man sich als Spieler also fragen, ob die hohe Auflösung das Geld wirklich wert ist.

Sony ZH8 bei Amazon*

Philips: HDMI 2.1 in 2021 ab der oberen Mittelklasse

Der Philips PUS9206 soll 2021 das günstigste Modell mit HDMI 2.1 sein. Der Philips PUS9206 soll 2021 das günstigste Modell mit HDMI 2.1 sein.

Zweimal volles HDMI 2.1: Der niederländisch-chinesische Hersteller Philips will im Jahr 2021 hinsichtlich HDMI 2.1 nicht nur nachziehen, sondern sogar viele seiner Konkurrenten überholen. Ab dem Philips PUS9206 aufwärts, also ab der oberen Mittelklasse, sollen alle Modelle mit zwei vollwertigen HDMI-2.1-Anschlüssen ausgestattet sein. Das gilt sowohl für die neuen Mini-LEDs PML9506 und PML9636 als auch für sämtliche OLEDs. Damit wären Philips-Fernseher besser ausgestattet als die recht teuren Samsung-Modelle QN90A und QN85A.

Mini-LEDs und Android: Günstigere Modelle ab dem Philips PUS8506 abwärts haben leider kein HDMI 2.1, sollen aber immerhin mit VRR ausgestattet sein. Ansonsten lässt sich über die Qualität der neuen Philips-TVs noch nicht viel sagen. Von den Mini-LEDs ist anzunehmen, dass sie wie die Modelle von Samsung über gutes Local Dimming und eine hohe Spitzenhelligkeit verfügen werden. Alle der mit HDMI 2.1 ausgestatteten Philips-Fernseher verfügen übrigens über Ambilight und laufen mit Android. Das etwas eingeschränkte hauseigene Betriebssystem Saphi kommt nur noch ab dem Low-Budget-Modell PUS7506 abwärts zum Einsatz.

Panasonic: HDMI 2.1 erst ab 2021

Panasonic GXW804 Laut manchen Webseiten unterstützt der Panasonic GXW804 HDMI 2.1. Das stimmt aber nicht.

Missverständnisse: Von Panasonic-TVs wird häufig behauptet, sie würden HDMI 2.1 bereits ab dem aus 2019 stammenden Mittelklassemodell GXW804 aufwärts unterstützen. Tatsächlich unterstützen diese Modelle aber nur ALLM und sind weit von vollwertigem HDMI 2.1 entfernt. Der GXW804 könnte ohnehin keine 120 fps bei 4K liefern, weil er nur über ein 50/60-Hz-Panel verfügt.

2020 kein HDMI 2.1, 2021 mindestens bei OLEDs: Ähnlich sieht es bei den 2020er-Modellen der HXW- und HZW-Reihe aus. Wieder wird von Panasonic lediglich ALLM ab dem HXW804 aufwärts bestätigt, die hochwertigen OLEDs der HZW-Reihe haben zudem eARC. VRR und 120 fps bei 4K gibt es nicht. Erst mit den OLEDs aus 2021 wird sich dies ändern.

Vorschau Panasonic OLED TVs 2021

Dass der Panasonic JZW2004 über HDMI 2.1 verfügen wird, ist bereits sicher. Bei anderen Modellen müssen wir noch abwarten. Dass der Panasonic JZW2004 über HDMI 2.1 verfügen wird, ist bereits sicher. Bei anderen Modellen müssen wir noch abwarten.

HDMI 2.1 mindestens im High-End-Bereich: 2021 soll mindestens Panasonics High-End-Fernseher Panasonic JZW2004 HDMI 2.1 unterstützen. Auch VRR soll mit an Bord sein, ALLM haben Panasonic-TVs ja ohnehin schon seit Jahren. Es ist wahrscheinlich, dass auch der günstigere Panasonic JZW1004 über HDMI 2.1 verfügen wird. Wie es sich mit Modellen ohne OLED-Display verhält, bleibt abzuwarten.

Schwere Problemen mit 4K 120 Hz: Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die neuen OLED-TVs von Panasonic schwerwiegende Probleme mit der Wiedergabe von 4K mit 120 fps haben. Die Auflösung wird hierbei in der Vertikalen halbiert. Ihr habt also in der Breite 3.840 Pixel wie bei richtigem 4K, in der Höhe aber nur noch 1080p. Von echter 4K-Auflösung kann man also nicht mehr sprechen. Laut Panasonic soll es sich nur um ein temporäres Problem handeln, das durch ein Software-Update behoben wird. Wir raten davon ab, sich auf solche Versprechungen zu verlassen.

Input Lag verbessert: Panasonic hat beim JZW2004 angeblich den Input Lag gesenkt, auf 14,4 ms bei 60 Hz. Damit läge er ungefähr auf dem Niveau des LG OLED BX, der es bei 120 Hz allerdings auf 6 bis 7 ms schafft. Ob der JZW2004 das ebenfalls schafft, wird sich zeigen. Über den Input Lag bei günstigeren Modellen wissen wir ebenfalls noch nichts. Bei einigen Modellen der HXW-Reihe aus 2020 lag der Wert aber ohnehin schon bei circa 14 ms mit 60 Hz.

Xiaomi: Echtes HDMI 2.1 wohl nur bei 86 Zoll

Offiziell unterstützt der Xiaomi Mi TV Q1 HDMI 2.1. Xiaomi versteht darunter aber nicht das, was man normalerweise damit meint. Offiziell unterstützt der Xiaomi Mi TV Q1 HDMI 2.1. Xiaomi versteht darunter aber nicht das, was man normalerweise damit meint.

Legal, aber irreführend: Es gibt bereits mehrere 4K-TVs von Xiaomi, die offiziell über HDMI 2.1 verfügen. Aber nicht immer handelt es sich um richtiges HDMI 2.1. Der 75 Zoll große Xiaomi Mi TV Q1 (UVP: 1.299€) unterstützt nur 4K 60 Hz bei gleichzeitigem eARC. Auch ALLM ist mit dabei. 120 Hz gibt es jedoch nur bei niedrigeren Auflösungen. Dass Xiaomi trotzdem mit HDMI 2.1 wirbt, ist wohl legal. Laut HDMI Licensing dürfen Hersteller dies auch dann, wenn die Geräte nur einige Features von HDMI 2.1 unterstützen, solange sie diese benennen. Genau das tut Xiaomi mit eARC. Kundenfreundlich ist diese Praxis aber nicht gerade.

Echtes HDMI 2.1 bei Xiaomi Redmi Max 86: Anders als beim Xiaomi Q1 scheint der Xiaomi Redmi Max 86 echtes HDMI 2.1 zu bieten. Der 86 Zoll große 4K-Fernseher unterstützt laut ersten Berichten 4K 120 Hz, ALLM und VRR. Allerdings gibt es noch keine ausgiebigen Tests des Modells. Ohnehin ist noch schwer zu sagen, ob die beiden TVs je eine größere Rolle auf dem deutschen Markt spielen werden. Der Q1 ist hierzulande theoretisch bereits im Handel, in der Praxis aber derzeit nicht zu bekommen.

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