RDR2 - Die Pinkertons gibt es immer noch & sie verklagen Take-Two

Die Pinkertons, die Gegenspieler aus Red Dead Redemption 2, existieren immer noch. Sie klagen jetzt gegen Rockstar Games, weil sie im Spiel auftauchen.

von David Molke,
15.01.2019 11:35 Uhr

Die Pinkertons fungieren in Red Dead Redemption 2 als eine Art Bösewicht, auch wenn die Protagonisten selbst natürlich ebenfalls nicht ganz ohne sind.Die Pinkertons fungieren in Red Dead Redemption 2 als eine Art Bösewicht, auch wenn die Protagonisten selbst natürlich ebenfalls nicht ganz ohne sind.

In Red Dead Redemption 2 bekommen wir es als Arthur Morgan und Teil der Van der Linde-Gang auch mit den Pinkertons zu tun.

Dabei handelt es sich um eine Art Detektiv-Agentur, die als Vorreiter des FBIs bezeichnet werden könnte.

Die Pinkertons existieren allerdings auch knapp 170 Jahre nach ihrer Gründung immer noch und haben jetzt Klage gegen Take-Two eingereicht.

Wer oder was sind die Pinkertons?

Seit der Zeit, die in Red Dead Redemption 2 mehr oder weniger historisch korrekt abgebildet wird, hat sich einiges geändert: Die Pinkertons heißen jetzt Pinkerton Consulting & Investigations und gehören zur schwedischen Sicherheitsfirma Securitas AB.

Die ursprünglich als "National Detective Agency" gegründeten Pinkertons blicken auf eine lange und sehr bewegte Vergangenheit zurück. Unter anderem war die Gruppe zwischenzeitlich angeblich sogar größer als die US-Armee. Sie konnte als eine Art private Söldner-Armee angeheuert werden.

Die Agentur hat sich in ihrer Geschichte wohl auch als Streikbrecher und Schlägertruppe verdingt und dabei nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Sie soll den Ruf eines paramilitärischen Arms großer Firmen in den USA innegehabt haben und wurde anscheinend mit Vorliebe gegen Gewerkschaften eingesetzt.

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Die Pinkertons fordern Geld für ihre Rolle in Red Dead Redemption 2

Weil sie so oft im Spiel erwähnt werden, wollen die Pinkertons jetzt Geld vom Publisher Take-Two. Zumindest hat die Firma laut The Verge eine Unterlassungs-Klage eingereicht.

Take-Two soll entweder Geld oder fortlaufende Tantiemen zahlen. Red Dead Redemption 2 erwecke mit den Charakteren Andrew Milton und Edgar Ross den Eindruck, dass das Spiel mit dem Einverständnis der Pinkerton-Agentur entstanden sei.

So profitiere das Spiel unter anderem auch von der häufigen Erwähnung der Pinkerton-Agentur. Was ohne die Erlaubnis der echten Firma geschehe.

Die Pinkertons wirken in Red Dead Redemption 2 nicht unbedingt sympathisch.Die Pinkertons wirken in Red Dead Redemption 2 nicht unbedingt sympathisch.

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Take-Two wehrt sich und reicht ebenfalls Klage ein

Publisher Take-Two will den Spieß offenbar einfach umdrehen und klagt jetzt seinerseits ebenfalls. Die Charaktere sollen als "fair use" deklariert werden und dadurch offiziell uneingeschränkt nutzbar werden, da sie zum historischen Setting des Spiels gehören.

Die Argumentation macht sich unter anderem zu Nutze, dass die Pinkertons auch in diversen anderen Western und ähnlichem erwähnt werden. So spielen die Agenten zum Beispiel in der Serie Deadwood, dem Film Long Riders oder sogar BioShock Infinite eine Rolle (Booker war früher ein Pinkerton-Agent).

Sie sollen aber offenbar nicht als Inspiration für das Weezer-Album Pinkerton gedient haben: Die Pinkerton-Agentur hat wohl auch in diesem Fall geklagt. Allerdings vergeblich, wie Kotaku schreibt.

Was denkt ihr: Welche Klage dürfte mehr Erfolg haben?

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