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Splinter Cell: Conviction - Vorschau für Xbox 360

Splinter Cell: Conviction ist Ubisofts gewagte Neuinterpretation der Serie um den einstigen NSA-Agenten Sam Fisher. Wir haben den Titel angespielt.

von Stefan Dworschak,
02.12.2009 16:00 Uhr

Splinter Cell: Conviction: Die Inszenierung orientiert sich mit ihren cineastischen Elementen merklich an Assassin’s Creed.Splinter Cell: Conviction: Die Inszenierung orientiert sich mit ihren cineastischen Elementen merklich an Assassin’s Creed.

Unser jüngster Besuch in Düsseldorf bestätigt, was Ubisoft gern betont, wenn es um das neueste Splinter Cell geht: Splinter Cell: Conviction revolutioniert die Serie. Sam Fisher geht im neuesten Teil deutlich offensiver gegen seine Gegner vor, das Spieltempo und der Actionanteil erhöhen sich um ein Vielfaches.

Das alles passt zur Hintergrundgeschichte. Galt schon im Vorgänger seine Loyalität nicht mehr uneingeschränkt der Abteilung Third Echelon, hat in Splinter Cell: Conviction ein frustrierter, gealterter Sam Fisher der NSA endgültig den Rücken gekehrt und sucht nun nach den Männern, die für den Tod seiner Tochter verantwortlich sind. In der von uns gespielten Mission muss Sam in ein von vier schwer bewaffneten Männern bewachtes Lagerhaus in der Nähe von Washington D.C. eindringen. An den Wachen vorbeizuschleichen, ist aufgrund der Geländebeschaffenheit nicht möglich, ein manueller Angriff wäre angesichts der erdrückenden Überzahl der Gegner blanker Selbstmord.

Die wichtigsten Neuerungen

Splinter Cell: Conviction: Nicht nur Altair, auch James Bond steht dramaturgisch Pate.Splinter Cell: Conviction: Nicht nur Altair, auch James Bond steht dramaturgisch Pate.

In solchen Situationen kommt das sogenannte »Markieren und Ausschalten «-System zum Einsatz, eine der wichtigsten Neuerungen, die Ubisoft in Splinter Cell: Conviction eingebaut hat. Die Funktionsweise ist simpel: Nachdem ihr aus der Deckung heraus die Gegner mit dem Fadenkreuz markiert haben, reicht ein Tastendruck aus, damit Sam sie mit gezielten Schüssen niederstreckt. Ihr müsst lediglich dafür sorgen, dass er ungefähr richtig steht. Maximal drei Ziele könnt ihr auf diese Weise zugleich ausschalten, vorausgesetzt, die Fähigkeit ist voll entwickelt und Sam verfügt über genügend Punkte, um sie auszuführen. Wie die Punkte vergeben werden, konnten wir noch nicht testen, es soll jedoch ein Belohnungssystem für die Spielweise geben.

»Markieren und Ausschalten« solltet ihr nur mit Bedacht einsetzen, da es Stellen gibt, die ohne diese Hilfe nur sehr schwer zu meistern sind. Noch effektiver ist sie, vor allem in Gebäuden, in Kombination mit der Sticky Cam. Werft diese kleine Kamera in einen unbekannten Raum, kann Sam in aller Ruhe Gegner markieren, als ob sie vor ihm stünden, und anschließend (quasi automatisch) wild um sich schießend das Zimmer stürmen. Lockt er seine Widersacher mithilfe der Geräusche der Sticky Cam zuvor noch in die falsche Richtung, stehen sie gar mit dem Rücken zu ihm. Mit allzu neugierigen Zeitgenossen macht die Explosivfunktion kurzen Prozess. Ob sich der Einsatz der Sticky Cam überhaupt lohnt, zeigt ein Blick durch die Sonarbrille, mit der Sam schemenhaft durch Wände sehen kann.

Aber nicht nur schießen, sondern auch Deckung nehmen kann der ehemalige NSA-Agent auf Tastendruck, etwa indem ihr auf einen Betonklotz weist. Sollten die Gegner ihn bei seinem Weg dorthin wahrnehmen, warnt eine weiße Markierung vor weiteren Fehlern. Macht ihr anschließend nicht mehr auf euch aufmerksam, hat eure Unachtsamkeit noch keine Konsequenzen; die Wache denkt schlicht, sie hätte sich geirrt. Eine rote Markierung bedeutet, dass Sam entdeckt wurde, woraufhin die Schergen das Feuer eröffnen, und zwar stur auf die Stelle, an der sie ihn zum letzten Mal gesehen haben, was durch Sams weiße Silhouette angezeigt wird. Verändert ihr euren Aufenthaltsort, bleibt die Markierung trotzdem eine Weile bestehen; Ihr wisst also genau, wohin der Gegner in dieser Zeit schaut.

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