Speicherkäufe gehen momentan massiv ins Geld. Eine NVMe-SSD mit zwei Terabyte kostet derzeit etwa 300 Euro, also 150 Euro mehr als vor knapp einem Jahr. Wer sich gerade einen PC zusammenbaut, muss daher tief in die Tasche greifen. So wie dieser Spieler, der für seinen Rechner eine Samsung-SSD bei Amazon bestellt hat. Beim Auspacken hat er dann aber nicht schlecht gestaunt.
Spieler erhält richtig dicke Lieferung SSD-Speicher
Knapp 3.000 Euro an SSDs hat der Redditor TheDankestYo nach eigenen Angaben ausgepackt. In seinem Paket steckten zehn Exemplare einer Samsung 990 Pro mit jeweils zwei Terabyte Kapazität:
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Laut seiner Bestellübersicht hat der PC-Spieler aber nur eine SSD bestellt. Ein ganz schön heftiges Plus also, das hunderte User mit scherzhaft gemeinten Neid-Memes kommentieren. Insbesondere im Zuge des KI-Hypes und der damit verbundenen, stark angezogenen Speicherpreise werden sich viele aber wohl tatsächlich wünschen, ebenfalls auch nur ein bisschen Gratisspeicher abzustauben.
Aber wäre das überhaupt rechtens? Mit der Lieferung hat der Reddit-Nutzer nicht das Eigentum an der Ware erhalten, die SSDs gehören also weiterhin Amazon. Der Versandhandel kann auf Nachfrage darauf bestehen, dass die Ware zurückgeschickt wird, logischerweise auf eigene Kosten.
Hin und wieder kommt es aber vor, dass die Bestellenden die zusätzliche Ware behalten können, da die Unternehmen häufig die Bearbeitungskosten solcher Zwischenfälle minimieren wollen. Jedoch sind die zehn SSDs so viel wert, dass es eher unwahrscheinlich ist, dass Amazon den Kostenaufwand scheut.
Behält der Redditor die SSDs unrechtmäßig oder verkauft sie, macht er sich zudem strafbar, da es sich dann um Diebstahl an der Ware handelt.
Wie kann es überhaupt zu solchen Mehrlieferungen kommen?
Unter dem Post melden sich einige User, die die Situation nachvollziehbar erklären. So landen technische Kleingeräte etwa häufig in sogenannten Master Packs im jeweiligen Distributionszentrum. Diese großen Packungen beinhalten mehrere Exemplare einer Ware, um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten und die Einlagerung sowie den Transport zu erleichtern.
Auf den Master Packs befindet sich zumeist derselbe Barcode wie bei den individuellen Artikeln, weshalb sie beim Einscannen als jene Produkte erkannt werden. Zwar sollte beim mehrfachen Sortieren und Wiegen des Pakets die Diskrepanz beim Gewicht auffallen, allerdings kann es dabei wohl zu Fehlern kommen – etwa wenn Gewichtsangaben nicht korrekt hinterlegt sind oder Arbeiter*innen ein wichtiges Detail übersehen.
Der User hat in diesem Fall offenbar ein solches Master Pack mit zehn Einheiten statt "nur" einer SSD erhalten. Ob er auch nur eine weitere behalten kann, ist unklar, sich bei Amazon zu melden wäre in dem Fall aber der sichere Schritt. Und wer weiß, vielleicht wird er für seine Aufrichtigkeit ja tatsächlich belohnt.
Habt ihr schon einmal solch eine Mehrlieferung erhalten? Wie habt ihr euch verhalten?
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