The Walking Dead: Episode 2 im Test - Von Menschen, Monstern und Zombies

Starved for Help, die zweite Folge des Episoden-Adventures The Walking Dead, legt gegenüber dem Einstieg noch einmal eine kleine Schippe obendrauf. Wie das Entwickler Telltale gelungen ist, klären wir im Test.

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Eigentlich wollte Entwickler Telltale die insgesamt fünf Episoden seines Zombie-Adventures The Walking Dead in einem Abstand von jeweils einem Monat veröffentlichen. Bereits bei Episode 2: Starved for Helpging dieses Vorhaben in die Hose. Zwei Monate haben wir warten müssen, doch nun geht’s nach dem überaus gelungenen Einstieg A New Dayendlich weiter.

Die zusätzliche Wartezeit hat sich aber wenigstens gelohnt: Starved for Help steht A New Day nicht nur in nichts nach, es setzt qualitativ sogar noch einmal eins obendrauf. Das beginnt schon bei der grundlegenden Thematik, denn auch wenn die Zombies nach wie vor über die Erde wandern, so liegt das Hauptproblem von Protagonist Lee, seinem Mündel Clementine und dem Rest der Gruppe in Starved for Help woanders: bei den Menschen.

Sprache & Bezug:
The Walking Dead ist derzeit lediglich als Download im PlayStation Network oder Xbox LIVE-Marktplatz verfügbar. Zudem liegt das Spiel derzeit nur mit englischer Sprachausgabe und Untertiteln vor. Für Spieler, die der englischen Sprache nicht all zu mächtig sind, kann das bei den Multiple-Choice-Dialogen unter Zeitdruck durchaus zum Problem werden.

Zwischen Essenslieferung und blauen Bohnen

Bevor es mit Starved for Help richtig losgeht, zeigt uns das Spiel noch mal eine komprimierte Fassung von A New Day, inklusive unseren Entscheidungen und den daraus resultierenden Konsequenzen.

Vier Rationen und zehn Überlebende. Wer bekommt heute etwas zu essen? Das müssen natürlich wir entscheiden. Vier Rationen und zehn Überlebende. Wer bekommt heute etwas zu essen? Das müssen natürlich wir entscheiden.

In Spielzeit sind inzwischen drei Monate ins Land gekrochen. Die Überlebenden der Zombie-Apokalypse rund um Hauptakteur Lee Everett haben ein Motel in eine improvisierte Festung umgewandelt. Das einzige große Ziel: überleben.

Was angesichts der Umstände nicht so einfach ist. Obendrein kommt es zu Spannungen zwischen den Charakteren. Und dann wäre da noch der bereits im Titel angedeutete Hunger. Der zu noch mehr Spannungen führt. Eine unserer ersten Aufgaben in Starved for Help reibt es uns so richtig rein: Wir sollen entscheiden, welche der Überlebenden, inklusive der Kinder, essen dürfen.

Zum einen unterstreicht dies die Ausweglosigkeit, in der sich Lee und Co. befinden, zum anderen ist dies nur eine der diversen Entscheidungen, die wir auch in dieser Episode treffen müssen und welche Einfluss auf den weiteren Spielverlauf haben können. Erneut reichen die Entscheidungen von simplen Fragestellungen wie »Wer hat mich lieb und wer nicht?« bis hin zu Kalibern wie »Wer darf leben und wer muss sterben?«. Und gerade die Letzteren fallen dabei noch mal einen Tick härter, überraschender und auch schockierender aus als noch in A New Day.

Die Stimmung im Lager ist alles andere als entspannt. Die Stimmung im Lager ist alles andere als entspannt.

Bereits in den ersten paar Minuten stellt uns Starved for Help (gerne auch mal unter Zeitdruck) vor Entscheidungen, bei denen wir ein mehr als mulmiges Gefühl im Bauch haben. Episode 2 legt also von Beginn an ordentlich los. Logisch, muss sie sich doch nicht mehr auf die Einführung der Charaktere konzentrierte, abgesehen natürlich vom ein oder anderen Neuzugang, für dessen Vorstellung sich das Spiel zwischen Panik-Momenten und Streitereien immer wieder angemessen viel Zeit nimmt.

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