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Tohu im Test: Kopfnüsse auf Fischplaneten

Ungewöhnlich, wunderschön - und zu kurz: Tohu entpuppt sich im Test als toller Vertreter eines aus der Mode gekommenen Genres.

von Tobias Veltin,
14.02.2021 11:00 Uhr

Tohu im Test für Nintendo Switch. Tohu im Test für Nintendo Switch.

Point&Click-Adventures hatten ihre Hochzeit in den 90er-Jahren auf dem PC, mittlerweile wirken Neuerscheinungen aus diesem Genre wie Exoten - insbesondere im Konsolenbereich. Allerdings lohnt es sich, bei diesen Spielen mal genauer hinzuschauen, das hat mir zumindest das überaus charmante Tohu gezeigt. Das hab ich auf der Switch eigentlich nur kurz anspielen wollen, aber dann mehr oder weniger in einem Rutsch durchgespielt.

Abenteuer auf den Fischplaneten

Darum geht's: In Tohu schlüpft ihr in die Rolle eines kleinen, namenlosen Mädchens, das auf einem Fischplaneten lebt, und ja, das sieht auch genauso abgefahren aus, wie es klingt. Eines Tages zerstört ein unbekannter Bösewicht die "heilige Maschine" auf dem Planeten und nun ist es eure Aufgabe, diese mit diversen Teilen aus der Umgebung und von weiteren Planeten wieder flott zu machen.

Die Hintergründe strotzen nur so vor Details. Die Hintergründe strotzen nur so vor Details.

Das beginnt noch relativ zahm im Haus des Mädchens, wächst sich aber bald zu einer echten Knobelei aus. Denn der Hauptanteil des Gameplays von Tohu sind Rätsel, die ihr lösen müsst, um voranzukommen. Mal müsst ihr etwa an einen auf einer Maschine thronenden Stein kommen, dann wieder Farben zusammenmischen oder das Raumschiff des Mädchen wieder flott machen. Das funktioniert generell nach dem ganz klassischen Point&Click-Prinzip.

In den detailreichen Arealen bewegt ihr einen Cursor über den Bildschirm und könnt dann an bestimmten Punkten interagieren. Das Mädchen zieht beispielsweise an Hebeln, geht zu markierten Stellen, oder hebt Gegenstände auf. Letzteres ist meist aber im wahrsten Sinne des Wortes zu schwer, weswegen ihr für das Transportieren von schweren Objekten in das Alter Ego des Mädchens wechseln solltet - den Roboter Cubus.

Nichts für Ungeduldige

Geduld solltet ihr auf jeden Fall mitbringen, denn nicht jede Lösung erschließt sich sofort. Im Gegenteil, manchmal stand ich wie der sprichwörtliche Ochs vorm Berg und musste erst ein paar Minuten herumexperimentieren, bevor die richtige Aktion ausgelöst wurde. Das kann etwas frustrierend sein, wenn man schnelle Erfolge gewöhnt ist, fühlt sich dann bei einer richtigen Lösung aber umso befriedigender an. Ganz ungeduldige Naturen können sich im Menü auch Hinweise holen.

Zu den Rätseln gehören auch klassische Puzzles wie dieses hier. Zu den Rätseln gehören auch klassische Puzzles wie dieses hier.

Generell empfand ich die Steuerung des Cursors mit dem Analogstick trotz einstellbarer Empfindlichkeit nicht ideal, insbesondere in den Abschnitten, in denen wirklich Präzision gefragt ist. Bei der Switch-Version könnt ihr aber natürlich auch den Touchscreen benutzen, dann habt ihr allerdings regelmäßig die Hände oder einen Stylus im Bild, was ebenfalls nicht ideal ist.

An der reinen Qualität der Puzzles ändert das aber nichts, zumal die sich meistens auch thematisch passend einfügen, zum Beispiel müsst ihr erst einen Spiegel reparieren, den ihr anschließend als Cubus für eine weitere Aufgabe nutzt. Wichtige gefundene Gegenstände wandern in den Rucksack und können dann an der richtigen Stelle eingesetzt werden, so arbeitet ihr euch nach und nach durch die unterschiedlichen Szenarien.

Sowas habt ihr noch nie gesehen

Und die Szenarien sind zusammen mit dem Artdesign das wohl größte Highlight von Tohu, denn die handgezeichneten Hintergründe strotzen nur so vor (animierten) Details wie kuriosen Vögeln, die aus Werkzeugen bestehen - ja, die Fischplaneten waren nur der Anfang. Generell hat der gesamte Artstyle von Tohu einen ordentlichen Steampunk-Touch, beschreiben lässt sich das Design aber nur schwer. Aber es sieht wirklich fantastisch aus, wenn sich neben dem fein animierten Mädchen auch noch Kuriositäten wie ein dreiäugiger Anzugträger in einer Badewanne auf Beinen auf den Bildschirm gesellen und überall etwas wippt oder herumschwirrt.

Abgefahren: Das Mädchen fliegt von einem Fischplaneten zum anderen. Abgefahren: Das Mädchen fliegt von einem Fischplaneten zum anderen.

Ähnlich angetan bin ich auch vom Sound. Die Fantasiesprache der Charaktere weckt wohlige Erinnerungen an Banjo-Kazooie und die Musik aus der Feder von Christopher Larkin (Hollow Knight) will am liebsten mit Kopfhörern genossen werden. Das empfiehlt zumindest das Spiel, und ich kann mich dieser Empfehlung nach dem Test nur anschließen. Leider ist das wunderschön designte Abenteuer viel zu schnell vorbei. Ich war nach drei Stunden durch, geübte Adventure-Fans werden das Spiel noch deutlich schneller schaffen.

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