Aktuell befinden wir uns erneut in den Monaten, wo vor Abschluss des Fiskaljahres vielerorts Meldungen zu Entlassungen und Studioschließungen gehäuft aufkommen. So jetzt auch bei Ubisoft, die zu Jahresbeginn eines ihrer hauseigenen Studios geschlossen und insgesamt 71 Personen entlassen haben.
Für besonderes Aufsehen sorgt die Schließung jedoch, da eben jene Niederlassung im kanadischen Halifax lediglich 16 Tage zuvor einer Gewerkschaft beigetreten war – ein Punkt, der unter anderem in der nordamerikanischen Gaming-Industrie auch im Jahr 2026 keine Selbstverständlichkeit ist.
Das ist Ubisoft Halifax
Das kanadische Studio war vorrangig auf den Mobile-Markt fokussiert und hatte zuletzt an den mobilen Ablegern der Assassin's Creed- und der Rainbow Six-Reihen gearbeitet. Nach der Studiogründung 2010 gehörte der Entwickler ab 2015 zu Ubisoft.
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Wie Engadget berichtet, haben sich 73,8 Prozent der Angestellten im vergangenen Jahr für den Beitritt in eine Gewerkschaft ausgesprochen. Der Entschluss wurde zur damaligen Zeit als "enorme Erleichterung" kommentiert. Eine Einordnung, die keine zwei Wochen nach dem Beitritt und nach der jetzigen Schließung nahezu ironisch wirkt.
Das sagt Ubisoft selbst zur Schließung
Ubisoft hat sich bereits zur Schließung in einem offiziellen Statement gegenüber GamesIndustry geäußert. Der Beitritt in die Gewerkschaft wird hier wenig verwunderlich nicht als Grund aufgeführt, vielmehr wird vage auf Maßnahmen zur Optimierung von internen Abläufen eingegangen.
"In den vergangenen 24 Monaten hat Ubisoft unternehmensweit Maßnahmen ergriffen, um Abläufe zu optimieren, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Im Zuge dessen hat Ubisoft die schwierige Entscheidung getroffen, sein Studio in Halifax zu schließen. 71 Stellen sind betroffen. Wir werden allen betroffenen Teammitglieder während dieser Übergangsphase mit umfassenden Abfindungen und zusätzlicher beruflicher Unterstützung nach Kräften assistieren."
Ubisoft hatte zuletzt im Oktober 2025 bei Massive Entertainment (Star Wars Outlaws, The Division) Abfindungen angeboten, die als sogenannte Soft Layoffs zu verstehen sind. Damit sind Maßnahmen gemeint, welche den Arbeitsplatz auf Dauer unattraktiv wirken lassen, was wiederum zu angestrebten Austritten führt.
Anfang 2025 kam es zudem zu einem größeren Abbau an Stellen, von dem auch der Standort in Düsseldorf betroffen war. Im Jahr zuvor wurde die Zahl an Mitarbeiter*innen von Ubisoft um acht Prozent reduziert.
Wie seht ihr die Schließung, die direkt nach dem Beitritt einer Gewerkschaft erfolgte? Schreibt uns eure Meinung zum Thema gerne in den Kommentarbereich.
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