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Voltron: Defender of the Universe im Test - Voll lahm

Ein Franchise aus den 80ern bekommt mit Voltron: Defender of the Universe ein eigenes Videospiel. Warum der riesige Blecheimer die breite Masse und wohl auch alle Voltron-Fans enttäuscht, lest ihr im Test für XBLA und PSN.

von Patrick Mittler,
03.12.2011 14:35 Uhr

Voltron wer? Bis auf die Anime-Enthusiasten unter euch wird wohl kaum ein Zocker mit dem so genannten »Verteidiger des Universums« was anfangen können. Deshalb kurz zur Info: Voltron ist der titelgebende Kampfkoloss einer Anime-Serie rund um fünf Raumpiloten, die sich Voltron-Force nennen. Das Team steuert kampfstarke Roboter-Löwen, die sich bei Bedarf zum gigantischen Voltron zusammensetzen. Bei uns lief die Anime-Serie in den 90er Jahren im Fernsehen, wurde aber vorzeitig wieder eingestellt. Aber egal, auch wer Riesenroboter nur aus Power Rangers kennt, der weiß: Die dicken Blechkameraden sind normalerweise ein Garant für gute Unterhaltung. Also erhoffen wir uns in Voltron: Defender of the UniverseBombast-Action, Kämpfe mit riesigen Robotern auf fremden Planeten und natürlich viel Fan-Service. Aber weit gefehlt: Voltron stampft unsere Erwartungen mit Schuhgröße 1.000 in Grund und Boden.

Voltron: Defender of the Universe - Screenshots ansehen

Öde Wüste: Der Anime-Look ist zwar nett gemeint, aber trotzdem sehr fad. Öde Wüste: Der Anime-Look ist zwar nett gemeint, aber trotzdem sehr fad.

Stellt ihr euch der Armee des fiesen Zarkon vom Planeten (dramatische Musik!) Doom, nehmt ihr im Cockpit der Robo-Löwen Platz. Ihr könnt zwischen fünf Raubtieren wählen, jedes mit theoretisch individuellen Stärken oder Schwächen. Praktisch sind die Blechkatzen unterschiedlich angemalt, jede kann per Laser ballern und per Prankenhieb angreifen und hat etwas andere Werte was Fern- oder Nahkampf betrifft. Aber es ist sowieso egal mit wem ihr ins Gefecht zieht, die eigentliche »Action« entpuppt sich als liebloser Twin-Stick-Shooter von der Stange.

Alles schon mal da gewesen

Fliegt ihr von einem Planeten zum nächsten, ballert ihr zur Abwechslung von unten nach oben. Fliegt ihr von einem Planeten zum nächsten, ballert ihr zur Abwechslung von unten nach oben.

Ihr lauft mit eurem Löwen über durchschnittlich detaillierte Planeten (grüner Wald, karge Wüste usw.) und knallt mit Dauerfeuer alles über den Haufen, was sich nur irgendwie bewegt. Wir wollen nicht unfair sein, deshalb sei an dieser Stelle angemerkt: Voltron macht gefühlte zwei Minuten lang echt Laune. Wenn ihr das erste Mal einen Kampfflieger per Sprung mitten aus der Luft reißt oder ganze Bataillone an Fußsoldaten zerlasert, dann hat so ein übermächtiger Robo-Löwe durchaus Stil. Der Rest vom Robo-Fest ist, gelinde gesagt, einfach nur durchschnittlich. Die wenigen Gegnertypen sind ausgesprochen öde gestaltet und zudem dumm wie Brot. Simples Umkreisen reicht als Strategie gegen die Panzer, Soldaten und Mechs vollkommen aus.

Rundenk(r)ampf

Sieht nur spannend aus, ist aber ausgesprochen öde: Bossfight mit Riesenrobotern. Sieht nur spannend aus, ist aber ausgesprochen öde: Bossfight mit Riesenrobotern.

Für Abwechslung sorgen weder die Missionsziele (Standardkost wie beispielsweise Eskort- oder Verteidigungsaufgaben) noch die kurzen Weltraumshooter-Abschnitte, wenn ihr von einem Planeten zum anderen düst. Wenige Power-Ups (wie etwa ein verbesserter Schuss), geringe Gegnervielfalt und die kurze Spielzeit (es gibt drei Abschnitte zu je vier Levels) ernüchtern wohl auch hartgesottene Voltron-Fans. Zumindest könnt ihr im Online-Koop euer Leid mit bis zu vier Kumpels teilen. Die herbste Enttäuschung sind jedoch die uninspirierten Bossfights. Denn sobald sich die Löwen zum mächtigen Kampfroboter Voltron vereinen, gibt’s statt dynamischer Robo-Action lediglich rundenbasierte Kämpfe. Damit Voltron angreift, müsst ihr lediglich die Attacke auswählen und kleine Quicktime-Events meistern. Traurig aber wahr: Das Beste an Voltron: Defender of the Universe sind die kleinen Anime-Clips zwischen den Levels, das überteuerte aber grandiose Voltron-Kostüm im Xbox Live Marktplatz und der Moment, wenn ihr das Spiel pausiert. Dann hört ihr Synchronsprecher Peter Cullen (Optimus Prime) wie bei TV-Werbeeinschaltungen sagen, dass Voltron gleich wieder da ist. Hoffen werdet ihr aber auf das Gegenteil.

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