Seite 2: WWE All-Stars im Test - Wrestling-Altstars versuchen sich als Beat'em-up-Helden

Arcade-Wrestling

Bis zu vier WWE All-Stars dürfen gleichzeitig im Ring austeilen. Bis zu vier WWE All-Stars dürfen gleichzeitig im Ring austeilen.

WWE All-Stars ist das krasse Gegenstück zur WWE Smackdown vs. Raw-Reihe: Hier bemüht man sich nicht um Realismus, sondern haut bei Manövern wie Charakteren einfach richtig auf die Pauke. Entsprechend ist die Steuerung sehr viel »arcadiger« als bei der Konkurrenz aus eigenem Hause. Wildes Geprügel mit einigen Wrestling-Griffen und natürlich den jeweiligen »Signature Moves« der WWE-Stars steht hier auf dem Programm. Dazu gibt es zwei Angriffs-, zwei Griff- sowie zwei Konter-Tasten.

In den drei Story-Modi erwartet euch jeweils die Herausforderung eines WWE Superstars - wie hier des Undertakers und dessen Managers Paul Bearer. In den drei Story-Modi erwartet euch jeweils die Herausforderung eines WWE Superstars - wie hier des Undertakers und dessen Managers Paul Bearer.

Zum Ziel, den Gegner zu schwächen, kommt ihr meist mit unkoordiniertem Dauer-Geprügel und einigen eingestreuten Griffen. Zwar gibt es wie in anderen Prügelspielen Schlagkombos, statt Tastenkombinationen auswendig zu lernen, könnt ihr aber auch einfach drauf los dreschen. Das ist selbst für Wrestling-unerfahrene Spieler kein Problem. Einzig die Konter erfordern so etwas wie Fingerspitzengefühl, denn innerhalb von Sekundenbruchteilen müsst ihr die jeweiligen Tasten für Griff- oder Schlag-Konter drücken. Das genaue Timing der Konter führt allerdings häufiger zu Frust als zu Erfolg.
Während der Matches ladet ihr durch eure Aktionen Superstar-Energie auf. Die entsprechende Leiste ist dreigeteilt: Jedes Teilstück steht für einen verfügbaren Signature Move (etwa der mächtige Chokeslam des Undertaker). Jeder Wrestler hat zwei dieser Moves im Repertoire, die der Gegner in einer völlig übertriebenen Animation zu spüren bekommt. Eine weitere Leiste zeigt, ob ihr bereits den Finishing Move der Spielfigur einsetzen könnt (zum Beispiel den Stone Cold Stunner oder Hulk Hogans alles vernichtenden Leg Drop). Wer will, spart sich das Ding per Tastendruck für den späteren Einsatz auf.

Wrestling oder Beat 'em up?

Rechtzeitig die richtige Kontertaste zu drücken entpuppt sich auch nach längerer Übungsphase als Glücksspiel. Rechtzeitig die richtige Kontertaste zu drücken entpuppt sich auch nach längerer Übungsphase als Glücksspiel.

Auch einen Charakter-Editor hat man dem Spiel spendiert: Ähnlich wie bei der WWE Smackdown vs. Raw-Serie habt ihr allerhand Einstellmöglichkeiten und könnt etwa die Kopfform frei konfigurieren oder euren selbst gebastelten Schützling mit Tattoos schmücken. Wie der Rest von WWE Allstars ist der Editor allerdings deutlich abgespeckt. Trotzdem kann man damit beachtliche Comic-Figuren erschaffen.
Das Problem von WWE Allstars ist, dass es sich nicht ganz entscheiden kann, was es gerne sein möchte: Für ein spaßiges Wrestling-Gebolze im Stil der alten Automatenspiele, an das man auch unerfahrene Zocker setzen kann, ist WWE Allstars teilweise schon wieder zu kompliziert. Zu sehr kommt es bei der Steuerung auf das richtige Timing an, als dass man unbekümmert drauflos prügeln könnte. Auch die etwas merkwürdige, unpräzise Abfrage der Schläge und Griffe steigert den Spielspaß nicht unbedingt.

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