Dass erhebliche Einschnitte bei Xbox bevorstehen, ist bereits seit wenigen Wochen bekannt. Jetzt hat sich CEOAsha Sharma in einem offiziellen Schreiben auf X zu den Gerüchten geäußert und bestätigt, was zuvor befürchtet wurde.
Kahlschlag bei Xbox
Laut Sharma stehe die größte Umstrukturierung der Xbox-Historie bevor, die in Zahlen ausgedrückt Folgendes bedeutet:
Über 3.200 Personen und damit rund 20 Prozent der Belegschaft sollen bis Ende des Fiskaljahrs 2027 entlassen werden. Für 1.600 Mitarbeiter*innen endet das Beschäftigungsverhältnis bei Microsoft am heutigen Montag.
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Xbox-Beben: Gaming steht vor einem radikalen Umbruch
Darüber hinaus wird man sich von insgesamt 4 Studios trennen. Wie genau, haben wir euch aufgeschlüsselt:
Studioabgänge bei Xbox
- Compulsion Games (South of Midnight): Wird künftig zum Independent-Entwickler
- Double Fine (Psychonauts): Wird ebenfalls als Independent-Studio fortgeführt
- Ninja Theory (Hellblade): Wird verkauft. Senua soll unter einem neuen Besitzer weiterentwickelt werden.
- Undead Labs (State of Decay): Wird ebenfalls verkauft. Teil 3 des Zombie-Survival-Spiels soll zudem weiterentwickelt werden.
Unklar ist hingegen noch, wie es mit Arkane (Dishonored) weitergeht. Zum aktuellen Stand des Studios sagt Sharma:
"In Frankreich leitet die Geschäftsführung von Arkane derzeit die vorgeschriebenen Konsultationen mit dem Betriebsrat ein, um mögliche strategische Optionen zu prüfen."
Entlassungen Xbox-übergreifend
Von der jüngsten Entlassungswelle sind laut Sharma jedoch nicht nur die oben aufgeführten Studios betroffen. Auch bei Activision, Bethesda/Zenimax, Blizzard, King, Mojang und den Xbox Game Studios sollen umfassende Umstrukturierungen und Investment-Umverteilungen stattfinden.
Bereits angekündigte First-Party-Spiele sollen hingegen weiterhin wie geplant erscheinen.
Das komplette Statement könnt ihr euch hier durchlesen:
Link zum Twitter-Inhalt
Erhofftes Wachstum bleibt aus
Auf die Gründe für die Entlassungen und die Umstrukturierungen geht Sharma in ihrem Statement ebenfalls ein und sagt deutlich, dass Xbox aktuell keine profitable Marke ist und das erhoffte Wachstum ausgeblieben sei:
"Wir arbeiten mit Margen, die 3- bis 10-mal niedriger sind als bei vergleichbaren Plattform- und Publishing-Unternehmen. (...) Um zu wachsen, haben wir auf den Game Pass, ein Multiplattform-Modell und ein breiteres Inhaltsportfolio gesetzt. Diese Geschäftsbereiche haben zwar einen bedeutenden Mehrwert geschaffen, sind jedoch nicht in dem von uns erwarteten Tempo gewachsen. In der Folge schwächte sich unser Kerngeschäft ab, und wir haben weitere Teams, mehr Investitionen und mehr Zeit in der Hoffnung auf ein besseres Ergebnis eingesetzt."
Sharma gibt zudem an, dass die Gaming-Branche aktuell vor ihrer bis dato schwersten Hardware-Krise stünde – gemeint sind hier unter anderem die drastisch gestiegenen Preise für Arbeitsspeicher.
Wie beurteilt ihr die aktuelle Lage. Kann Xbox mit der Neuausrichtung noch das Ruder herumreißen?
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