Sony hat erst vor wenigen Tagen angekündigt, ab 2028 keine neuen PlayStation-Spiele mehr auf Disc zu veröffentlichen. Die Entscheidung hat auch konkrete Auswirkungen auf die Menschen, die bisher für die Produktion der Datenträger verantwortlich waren.
Besonders deutlich wird das im österreichischen Thalgau nahe Salzburg. Dort befindet sich das größte Produktionswerk für PlayStation-Discs, in dem täglich rund 600.000 Datenträger hergestellt werden.
Das Werk gehört nicht Sony, produziert aber einen großen Teil seiner Kapazitäten für PlayStation. Nun müssen sich die rund 300 Mitarbeiter*innen auf eine Zukunft mit deutlich weniger Spiele-Discs einstellen.
PlayStation macht die Hälfte der Produktion aus
Wie der ORF berichtet, entfallen aktuell rund 50 Prozent des Produktionsvolumens auf PlayStation-Spiele. Etwa 20 Prozent davon stammen aus neuen Aufträgen.
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Mit dem Ende neuer Disc-Veröffentlichungen soll dieser Anteil drastisch sinken. Für 2028 rechnet Geschäftsführer Dietmar Tanzer nur noch mit rund zehn Prozent des bisherigen Volumens.
Zu Entlassungen soll es nach aktuellem Stand allerdings nicht kommen. Das Unternehmen hat sich offenbar schon länger auf den Rückgang physischer Datenträger vorbereitet und rund 30 Millionen Euro in neue Technologien und Maschinen investiert.
Von PlayStation-Spielen zu Mikrolinsen
Statt Discs sollen die Mitarbeiter*innen künftig sogenannte optische Mikrolinsen produzieren. Dabei handelt es sich um winzige optische Elemente, mit denen Licht auf kleinstem Raum gebündelt und gelenkt werden kann.
Zum Einsatz kommen könnten sie beispielsweise bei Autos, die mithilfe der Technik einen Blinker auf die Straße projizieren.
Erste Mitarbeiter*innen wurden bereits aus der Disc-Produktion abgezogen und testen die neuen Anlagen. Im kommenden Jahr soll die Massenproduktion der Mikrolinsen beginnen.
Eine Kehrtwende ist unwahrscheinlich
Seit Sonys Ankündigung fordern mehrere Petitionen den Konzern dazu auf, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. Die Kampagne “Don't Kill the Disc“ hat bereits mehr als 30.000 Unterschriften gesammelt.
Doch während Fans noch auf eine Kehrtwende hoffen, schafft die Branche längst Fakten. 30 Millionen Euro wurden in neue Anlagen investiert, Mitarbeitende werden umgeschult und die Produktion soll bereits im kommenden Jahr auf ein neues Geschäftsfeld ausgeweitet werden.
Für Fans physischer Spiele sind das keine besonders guten Nachrichten. Sonys Abschied von der Disc für das Jahr 2028 scheint damit wohl beschlossene Sache.
Glaubt ihr noch daran, dass Sony seine Entscheidung rückgängig machen könnte, oder ist das Ende neuer PlayStation-Spiele auf Disc längst besiegelt?
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