Xbox One - Patente geben Hinweise auf verbesserten Controller

Microsoft arbeitet offenbar an einer Möglichkeit die Vibrations-Funktion der Controller zu erweitern.

von Maximilian Franke,
03.01.2019 17:30 Uhr

Ein Patent von Microsoft deutet Verbesserungen des haptischen Feedbacks an.Ein Patent von Microsoft deutet Verbesserungen des haptischen Feedbacks an.

Microsoft hat bewiesen, dass das Unternehmen großen Wert auf die Zugänglichkeit seitens der verfügbaren Controller für die Xbox One setzt.

Mit dem Adaptive Controller ist es beispielsweise für mobil beeinträchtigte Spieler einfacher die Konsole zu bedienen. Abseits dessen können seit kurzem auch Tastatur und Maus angeschlossen werden. Mit der Xbox One versucht Microsoft also, auch abseits klassischer Controller die optimale Steuerung für jeden Gamer zu finden.

Eine weitere Verbesserung, die möglicherweise auf Microsoft-Peripherie zukommen könnte, betrifft das haptische Feedback, also die Vibration der Geräte. Wccftech hat bezüglich dessen einige interessante Patente gefunden, die im Dezember 2018 vom US-Patent-Amt veröffentlicht wurden.

Ausgestellt wurden diese von Microsoft im Juli 2017. Insgesamt geht es um vier technische Erweiterungen.

Der Adaptive Controller bietet körperlich beeinträchtigten Menschen die Möglichkeit, die Xbox leichter zu bedienen.Der Adaptive Controller bietet körperlich beeinträchtigten Menschen die Möglichkeit, die Xbox leichter zu bedienen.

Haptisches Feedback vs. Force Feedback

In den meisten gängigen Controller ist es möglich über kleine Motoren haptisches Feedback an den Spieler weiterzugeben. Dieses spürt der Nutzer in Form von Vibrationen, welche das Gefühl der Immersion verstärken sollen.

Haptisches Feedback ist also das "Ruckeln" des Controllers, wenn ihr zum Beispiel in einem Shooter getroffen werdet, oder im Rennspiel von der Straße abkommt. Ein Feature, dass schon die ersten Joysticks aus den 70er Jahren kannten.

Mit Force Feedback wird dieser Effekt gezielter eingesetzt. Im Gegensatz zum bloßen Vibrieren, leisten die Motoren hier gezielten Widerstand gegen den Spieler. Bisher kommt dieses Feature beispielsweise in höherklassigen Lenkrädern vor. So kann die Lenkung beispielsweise erschwert werden, wenn es das Fahrzeug oder der Untergrund (z.B. Eis) erfordern.

Force Feedback kommt aktuell vor allem bei Lenkrädern zum Einsatz. Force Feedback kommt aktuell vor allem bei Lenkrädern zum Einsatz.

Widerspenstige Controller im Anmarsch?

Im Patent zum "Motor-Driven Adjustable-Tension Trigger" findet sich folgender Absatz zur Begründung der Sinnhaftigkeit des neuen Patents:

"Auch wenn ein Vibrationsmotor Feedback in Form von Vibration geben kann, kann er nicht den vom Nutzer gefühlten Zustand des Triggers beeinflussen, wie Widerstand/Druck, Rücklaufgeschwindigkeit und/oder die Länge einer Drehung. Außerdem kann ein Vibrationsmotor keine dynamischen Änderungen des vom Nutzer gefühlten Zustands des Triggers unter verschiedenen Gegebenheiten vornehmen, wie durch die Parameter eines Computers/Spiels, oder Nutzer-Präferenzen."

Das etwas holprig zu übersetzende Zitat sagt vor allem eins: Vibrationsmotoren können nicht aktiv Widerstand gegen die Eingaben des Nutzers geben und auch nicht umfassend auf Befehle reagieren. Die Xbox One kann dem Controller also z.B. nicht befehlen, den linken Trigger automatisch langsam nach unten zu drücken, oder komplett zu blockieren. Die eingetragenen Patente sollen ändern können.

Es klingt also verdächtig danach, als würde Microsoft zumindest mit dem Gedanken spielen Force Feedback in die eigenen Controller zu integrieren.

Allerdings ist dieses Patent nicht unbedingt ein Beweis dafür, dass es dazu kommen wird. Möglicherweise wollte sich der Konzern lediglich vorsichtshalber diese Möglichkeit offen lassen. Es könnte auch sein, dass das potentiell neue Feature erst im nächsten Controller der kommenden Next Gen-Konsolen zu finden sein wird.

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