Xbox Series X - So funktioniert das Auto-HDR-Feature

Die Xbox Series X ist in der Lage, selbst ältere Spiele mit HDR-Effekten auszustatten. Wie genau das funktioniert, hat uns Microsofts Jason Ronald im Interview verraten.

von Tobias Veltin,
30.06.2020 18:00 Uhr

Die Xbox Series X kann auch ältere Spiele mit HDR-Effekten ausstatten. Die Xbox Series X kann auch ältere Spiele mit HDR-Effekten ausstatten.

Die Xbox Series X wird eine umfangreiche Abwärtskompatibilität bieten, die sich über Spiele aller bisherigen Xbox-Generationen erstreckt. Darüber hinaus werden etliche dieser Titel aber nicht einfach nur abgespielt, sondern bekommen auch Verbesserungen spendiert.

Diese erstrecken sich über bessere Framerates und höhere Auflösungen bis hin zu nachträglich eingebauten HDR-Effekten. Denn die Xbox Series X ist tatsächlich in der Lage, HDR-Effekte in Spiele zu integrieren, zu deren Ursprungs-Releases die HDR-Technik noch nicht einmal existierte. Das setzt natürlich einen entsprechendes Display/Fernseher voraus, cool ist dieses Feature aber allemal.

Und weil wir uns noch nicht so richtig vorstellen konnten, wie dieses "Auto-HDR" im Detail funktioniert, hat GamePro.de Microsofts Jason Ronald in einem Interview danach gefragt.

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Jason Ronald von Microsoft erklärt Auto-HDR

Grundsätzlich sei dieses Feature laut Ronald aus einer Zusammenarbeit mit der Xbox Advanced Technlogy Group entstanden und funktioniere wie folgt:

"Wir haben einen Tone-Mapper gebaut, den wir als Teil der Display-Pipeline anbringen können. Das bedeutet, dass es keine CPU-Leistung, keine GPU-Leistung und keinen RAM-Speicher verbraucht. Wir können also einen bestehenden SDR-Frame nehmen und ihn mit den HDR-Settings zu 'tone-mappen", also in den entsprechenden Bereichen des Bildes die Helligkeit anzuheben, ohne aber andere Parameter wie die Farben verändern zu müssen. "

Umgekehrtes Tone-Mapping als Auto-HDR-Trick

Zum Verständnis: Tone-Mapping ist die Dynamikkompression von HDR-Bildern, also von digitalen Bildern mit hohem Helligkeitsumfang. Bei diesem Verfahren wird der Kontrastumfang des entsprechenden Bildes verringert, um es auf herkömmlichen Ausgabegeräten darstellen zu können.

Microsoft scheint hier also quasi ein umgekehrtes Tone-Mapping vorzunehmen, also SDR-Bilder nachträglich über die Dynamikerhöhung in ein HDR-Bild umzuwandeln, das Verfahren also wie eine Art Effekt vorzunehmen. Der Vorteil: Die CPU- und GPU-Leistung wird davon nicht beeinflusst und kann sich auf andere, wichtigere Elemente konzentrieren.

Welche Spiele nachträglich mit diesem Verfahren "behandelt" werden, ist noch nicht bekannt, nach unserem Verständnis könnte es aber theoretisch für jedes Spiel möglich sein. Jason Ronald sagte im Interview, dass man "sehr zufrieden" mit den bisherigen Ergebnissen sei.

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Die Xbox Series X erscheint Ende 2020. Alle wichtigen Infos zu Microsofts Next Gen-Konsole findet ihr im großen GamePro-Übersichtsartikel. Im Juli wird es zudem ein Event geben, in dem Microsoft einige First-Party-Spiele für die Xbox Series X zeigen wird, darunter auch Halo Infinite.

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