Xbox Series X: Das Dashboard ist das heimliche Highlight

Im Vergleich zur Vorgängergeneration ändert sich nur wenig am Dashboard des Systems. Und trotzdem hat Tobi so gern damit herumgespielt wie noch nie.

von Tobias Veltin,
15.10.2020 15:00 Uhr

Xbox Series X - Das Dashboard ist vor allem dank der flotten Geschwindigkeit ein Hit. Xbox Series X - Das Dashboard ist vor allem dank der flotten Geschwindigkeit ein Hit.

Schon in der letzten Generation hat Microsoft das Dashboard der Xbox One mehrfach verändert, das ursprüngliche Kacheldesign nach und nach angepasst und verfeinert. Für die Xbox Series X hat man deswegen in dieser Hinsicht ähnlich wie beim Controller offenbar auf wirklich große Änderungen verzichtet, weswegen mir das Dashboard der Konsole auch sehr vertraut vorkommt.

Wichtiger Hinweis:
Die Eindrücke in diesem Artikel beziehen sich auf die nicht finale Version des Dashboards, das bis zum finalen Release der Konsole noch angepasst und verändert werden kann. Darüber hinaus war es uns nicht gestattet, Screenshots vom Dashboard zu machen.

Die generelle Struktur der UI behält Microsoft bei. Die mag für Neueinsteiger etwas überladen wirken, das System selbst ist allerdings klar strukturiert und meiner Meinung nach auch nach kurzer Zeit schon ziemlich übersichtlich. Auf der linken Seite befinden sich die einzelnen, durchscrollbaren Kategorien

  • Startseite (u.a. mit Eigene Spiele und Apps und zuletzt verwendeten Apps und Spielen)
  • Game Pass
  • Store
  • Unterhaltung
  • Events
  • Community
  • Pins

Gut: Die Anordnung der einzelnen Kategorien lässt sich per Druck auf den Menü-Button verändern, ich habe zum Beispiel Community und Events komplett nach oben geschoben und die Pins hochgezogen. Die Pin-Funktion empfinde ich bei der Series X wie schon bei der Xbox One als sehr praktisch: Oft genutzte Apps oder Spiele lassen sich entsprechend markieren und tauchen dann auf genau dieser Seite auf, das spart lästiges Herumsuchen im Menü.

Dieses Bild des Dashboards veröffentlichte Microsoft im August, stammt also nicht von unserer Xbox Series X. Dieses Bild des Dashboards veröffentlichte Microsoft im August, stammt also nicht von unserer Xbox Series X.

Weitere wichtige Menüs wie die Nachrichtenliste, Freunde oder die Systemeinstellungen erreicht man nach wie vor über einen Druck auf den Guide-Button, dort sind dann auch die Spiele aufgelistet, die aktuell in der Quick Resume-Funktion laufen.

Erweiterte Einstellungen

Besonders gespannt war ich auf das Einstellungs-Menü, schließlich kommen hier ein paar zusätzliche Optionen hinzu. Beispielsweise könnt ihr hier die 120 Hz-Anzeige aktivieren, falls euer Fernseher diese unterstützt, außerdem verwaltet ihr hier auch die Ausgabe von Tonformaten, Details für die eigenen Konten und mehr. Schön: Wie schon die Xbox One lässt sich die Series X als "Heimkonsole" festlegen. Dann können andere Personen auf dem Gerät sämtliche installierten Spiele verwenden, ohne sich separat anmelden zu müssen und nutzen sogar die Vorteile des Xbox Live Gold-Abos.

HDMI-CEC: Das erst vor wenigen Monaten auf der Xbox One ausgerollte HDMI-CEC ist bei der Series X standardmäßig an Bord. Hier lässt sich separat einstellen, ob andere Geräte an- oder ausgeschaltet werden sollen, oder ob die Konsole auch von anderen Geräten deaktiviert werden kann.

Bislang gibt es nur einen dynamischen Hintergrund. Bislang gibt es nur einen dynamischen Hintergrund.

Sehr cool: Endlich lassen sich nun auch dynamische Hintergründe einstellen! In der Preview-Phase gab es allerdings lediglich eins davon (fließende Linien), die dann im Dashboard in der jeweils eingestellten Lieblingsfarbe durchs Bild laufen. Sieht aber sehr schick aus, hoffentlich wird die Auswahl aber im Laufe der Zeit noch größer.

Darum ist das Dashboard mein heimliches Highlight

Optisch und funktionstechnisch hat sich also zwar ein bisschen, aber eben nichts grundlegendes getan. Und dennoch habe ich beim Ausprobieren so gern mit dem Dashboard herumgespielt wie eigentlich noch nie bei einer Xbox-Konsole zuvor.

Auch Quick Resume funktioniert extrem flott. Auch Quick Resume funktioniert extrem flott.

Der Grund: Die Performance! Alles ist unheimlich direkt und responsiv. Menüs öffnen sich sofort, wenn ich darauf klicke, es gibt keinerlei Verzögerungen oder Lags bei der Auswahl von bestimmten Menüpunkten, die Einstellungen sind sofort da, Ladezeiten gibt es gefühlt überhaupt nicht. Und das ist unglaublich angenehm, kein Vergleich mit der Vorgängergeneration, die ja oft gescholten wurde für ihr lahmes Dashboard. Das hier fühlt sich dank SSD und optimierter Systemarchitektur auch im Menü nach neuer Generation an und an die Geschwindigkeit und "Flüssigkeit" des Series X-Dashboards habe ich mich entsprechend schnell gewöhnt.

Flott ist übrigens nicht nur das System selbst, sondern auch die Zeit, um dorthin zu gelangen: Nach einem Start war ich nach einem Kaltstart nach etwa 20 Sekunden im Menü, im Standby teilweise sogar nach 10 Sekunden. Auch hier entfallen nervige Wartezeiten nahezu komplett.

Gewohnte App-Auswahl

Besonders viele Apps habe ich während der Preview-Phase nicht ausprobiert, lediglich die obligatorischen Multimedia- und Streaming-Apps wie

  • YouTube
  • Netflix
  • Prime Video

Eindruck: Funktioniert alles gut und sehr flott, auch der Blu-ray-Player, der ebenfalls erst als App installiert werden muss, machte den zwei Filmen, in die ich probeweise reinschaute, keine Scherereien. Meine für die Xbox One angeschaffte Media-Fernbedienung funktionierte dafür auch an der Series X ohne Probleme.

Mit der Dolby Access-App könnt ihr Raumklang auf Headsets simulieren lassen. Mit der Dolby Access-App könnt ihr Raumklang auf Headsets simulieren lassen.

Im Rahmen des Preview-Programms konnte ich zudem zwei Apps ausprobieren, die besonders fürs Besitzer eines Stereo-Headsets interessant sein dürften:

  • DTS Sound Unbound
  • Dolby Access

Beide Apps sorgen dafür, dass Raumklang über das Headset simuliert wird, das lässt sich dann in den entsprechenden Menüeinstellungen sogar dauerhaft abgespeichert lassen. Meinem ersten Eindruck nach ist der räumliche Eindruck ziemlich gut, kann aber natürlich nicht mit dem Klang eines "echten" Mehrkanal-Soundsystems mithalten. Wichtiger Hinweis: Beide Apps haben eine kostenlose Probephase und werden danach kostenpflichtig.

Mehr Eindrücke zur Xbox Series X

Neben der Konsolen-Hardware habe ich mir natürlich auch auch andere wichtige Elemente der Xbox Series X angeschaut

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