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Der Schein trügt - Zelda: BotW ist viel düsterer als ihr glaubt

The Legend of Zelda: Breath of the Wild wirkt auf den ersten Blick hell, offen und relativ friedlich. Aber dahinter verbirgt sich eine unheimliche wie deprimierende Story. Wer genau hinsieht, merkt, wie düster dieses Nintendo-Spiel ist.

von David Molke,
06.05.2019 13:10 Uhr

Zelda: Breath of the Wild gibt euch viele Freiheiten und beflügelnde Momente, aber im Hintergrund lauern düstere Prämissen. Zelda: Breath of the Wild gibt euch viele Freiheiten und beflügelnde Momente, aber im Hintergrund lauern düstere Prämissen.

Nintendo entwickelt Spiele für die ganze Familie. Auch Zelda: Breath of the Wild macht da eigentlich keine Ausnahme. Eigentlich. Schaut ihr allerdings genauer hin, könntet ihr feststellen, dass das Open World-Spiel gar nicht so nett, entspannt und unbeschwert ist. Ganz im Gegenteil: Die Story, die Welt und das ganze Spiel wirken überraschend hart, deprimierend und düster.

Zelda-Fan macht deutlich, wie ungewohnt düster BotW ist

Nintendo-Spiel auf Abwegen? Von Nintendo sind wir generell bunte, entspannte und betont familienfreundliche Titel wie Mario Kart, Yoshi's Crafted World oder Super Mario Odyssey gewohnt. Wir sprechen hier immerhin von dem Unternehmen, das Nintendo Labo auf den Markt gebracht hat.

Was ist so düster an Zelda: BotW? Eigentlich alles. Ein Zelda-Fan zeigt auf Reddit, dass wir eigentlich eine extrem deprimierende und düstere Welt präsentiert bekommen. Auch wenn das beim Spielen vielleicht gar nicht so wirkt: Bei genauerem Hinsehen und Nachdenken hat er mit den folgenden Punkten recht.

Zelda kämpft in Breath of the Wild schon seit vielen Jahren gegen Ganon. Zelda kämpft in Breath of the Wild schon seit vielen Jahren gegen Ganon.

Innerhalb der ersten paar Gameplay-Stunden lernt ihr Folgendes über die Story:

  • Ihr habt es nicht geschafft, Ganon zu besiegen.
  • Dadurch sind eure Freunde gestorben.
  • Durch euer Versagen ist seit gut 100 Jahren ein Großteil der Menschheit tot.
  • Ihr selbst wärt ohne den Schrein auch tot.
  • Es gibt eine Organisation, die erst euch und dann alle anderen töten will.
  • Der Rest der Menschheit lebt voller Angst und verstreut in der Welt mit uralten Anführern.
  • Die neuen Champions sind zu jung und unerfahren, um eine echte Hoffnung darzustellen.
  • Die letzten Shiekah-Wissenschaftler haben 100 Jahre lang zurückgezogen und versteckt gelebt.
  • Eine Armee riesiger Kampf-Roboter patrouilliert durch das Land und tötet alles, was ihnen zu nahe kommt. Die wenigen Überlebenden solcher Begegnungen sind schwer traumatisiert.
  • Die wenigen bewaffneten NPCs wirken schwach und hilflos und scheinen nichts gegen die Monster der Spielwelt ausrichten zu können
  • .Alle Monster des Spiels essen Fleisch. Es gibt keinen Grund dafür, wieso sie bei Menschenfleisch eine Ausnahme machen sollten. Sie machen zwar Jagd auf Tiere, aber greifen auch Menschen an.
  • Die verstreuten Bewohner der Welt scheinen jegliche Hoffnung aufgegeben zu haben und zeigen wenig Interesse daran, Hyrule wieder zu vereinen.
  • In allen vier Titanen senden die Champions S.O.S.-Signale.

Zelda: Breath of the Wild - Die Verheerung Ganon umkreist das Schloss permanent, egal wie lang wir brauchen. Zelda: Breath of the Wild - Die Verheerung Ganon umkreist das Schloss permanent, egal wie lang wir brauchen.

Ist das wirklich so überraschend? Im Vergleich zu anderen Nintendo-Titeln durchaus. Aber für die Zelda-Reihe sind düstere Storys eigentlich nichts Besonderes. Majora's Mask, Ocarina of Time oder Twilight Princess hantieren mit ähnlichen Themen und Motiven.

Bei Breath of the Wild scheinen sie allerdings in besonderem Gegensatz zu Präsentation, Dialogen, Art-Style und der oft sehr entspannten Atmosphäre zu stehen.

Zelda Breath of the Wild
Spieler bekämpft Boss mit Killer-Hühnern und es ist episch

Was fehlt in der Auflistung? Oder seht ihr das ganz anders und findet Zelda: BotW gar nicht so düster?

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Screenshots ansehen


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