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Destiny 2 im Test - Eine versöhnliche Fortsetzung?

Destiny 2 will mit einer besseren Story und mehr Endgame-Abwechslung verlorene Fans zurückgewinnen. Im Test klären wir, ob dem Shooter die Versöhnung gelingt - und ob er auch für Neulinge interessant ist.

von Dimitry Halley, Mirco Kämpfer,
15.09.2017 14:00 Uhr

Destiny 2 - Testvideo: Mit Raid ein rundes Paket? 9:38 Destiny 2 - Testvideo: Mit Raid ein rundes Paket?

Destiny spaltet die Spielerschaft. Beim ersten Teil findet man auf der einen Seite ohne Probleme unzählige Spieler, die Hunderte Stunden im Spiel versenkt haben. Da wurde jeder Strike, jeder Raid, jeder nur denkbare Multiplayer-Inhalt bis zum Gehtnichtmehr gezockt. Keinen anderen Shooter verbinden die Fans mit so vielen schönen Erinnerungen.

Auf der anderen Seite gibt es ebenso viele Ex-Fans, die enttäuscht von dannen zogen, als der ursprüngliche Hype zu Destiny 1 der Realität weichen musste. Man erhoffte sich von Bungie einen Erben der Halo-Serie, und bekam stattdessen einen Grind-Shooter, dem es in der Release-Fassung an Story, Umfang, Inszenierung und Abwechslung mangelte.

Zum Nachlesen: Der Test des ersten Destiny auf GamePro.de

Bungie bemühte sich mit (ziemlich guten) DLC-Erweiterungen, die enttäuschten Spieler zurückzugewinnen. Aber wir wissen ja alle, wie schwer der erste Eindruck wiegen kann - da benötigt man schon härtere Geschütze. Und deshalb Bühne frei für Destiny 2. Eine waschechte Fortsetzung, die Veteranen, Neulinge, PC- und Konsolenspieler, PvP- und Koop-Enthusiasten, Story-Fans sowie MMO-Sammler gleichermaßen glücklich machen soll.

Klingt nach viel Holz? Mag sein, aber nachdem wir uns ausgiebig in der Welt von Destiny 2 herumgetrieben haben, können wir bestätigen: Teil Zwei schlägt sich in allen Belangen besser als der Erstling bei Release. Ob es für die große Versöhnung reicht, steht auf einem anderen Blatt.

Alles verloren

Wer in Destiny 1 Blut, Schweiß und Tränen vergossen hat, um die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren, der sei beruhigt - hat alles eh nichts gebracht. Destiny 2 beginnt mit dem Untergang all dessen, was wir im Vorgänger beschützt haben.

Destiny 2 beginnt mit dem Untergang der Menschheit. Kein schlechter Auftakt. (Presse-Screenshot)Destiny 2 beginnt mit dem Untergang der Menschheit. Kein schlechter Auftakt. (Presse-Screenshot)

Der Turm bricht in sich zusammen, weil die Kabale mit gigantischen Schlachtschiffen anrücken und den Traveller in tausend Teile zerballern. Alle Guardians verlieren ihre Fähigkeiten, darunter auch die Vanguard rund um Zavala, Cayde und Ikora sowie die eigene Spielfigur. Unser Ghost fällt in den Abgrund, Kabale-Führer Ghaul prügelt uns den Glimmer aus dem Leib und alles liegt in Trümmern.

Einige Leser werden jetzt sicherlich nur Bahnhof verstanden haben. Und das ist das erste Problem von Destiny 2.

Story-Hintergrund: Die Geschichte von Destiny zusammengefasst

Das Neueinsteiger-Problem

Wer mit Begriffen wie Der Reisende, Vorhut, Hüter, Geist oder Kabale nichts anfangen kann, muss sich in Destiny 2 auf einige Hürden gefasst machen. Laut Bungie soll zwar ein Intro-Filmchen (das wir noch nicht gesehen haben) einen Abriss der bisherigen Geschehnisse liefern, aber die Story des Spiels setzt schon stark darauf, dass man mit dem Szenario vertraut ist.

Wer 400 Stunden in Destiny 1 versenkt hat, verliert in der ersten Kampagnen-Mission seine Heimat. Man hastet durch alte Schauplätze, in denen man vorher gehandelt, getanzt und gequestet hat, und muss mitansehen, wie alles zu Trümmern zerfällt. Man kann die Verzweiflung der Vorhut nachspüren, als ihnen ihre Superfähigkeiten genommen werden.

Innerhalb der Story sind wir eigentlich der einzige Wächter mit Superkräften. Die Kollegen hier gibt es also theoretisch nicht. (Presse-Screenshot)Innerhalb der Story sind wir eigentlich der einzige Wächter mit Superkräften. Die Kollegen hier gibt es also theoretisch nicht. (Presse-Screenshot)

Ein eigentlich fantastischer Einstieg, den Neueinsteiger aber achselzuckend hinnehmen, weil ein Introfilm sicherlich nicht ausreicht, einem die Menschen emotional näher zu bringen, die man gerade verloren hat. Wichtige Charaktere werden nicht mehr neu eingeführt, die eigene (stumme) Spielfigur startet mitten im Geschehen und kann sich grob ableiten, welche Rolle sie in diesem ganzen Chaos bisher gespielt hat.

Hier hätten ein paar Einführungsmissionen sicherlich geholfen, in denen man den Alltag eines Guardians vor den Geschehnissen von Destiny 2 nochmal rekapituliert.

Meckern auf hohem Niveau

Auf der anderen Seite ist die Kampagne mit Abstand die größte Verbesserung des Spiels und wischt mit der Main Quest des Vorgängers den Boden auf. Die eigentliche Story mag zwar nicht über das Gut-Gegen-Böse-Schema hinauswachsen, aber mit unzähligen Dialogen, vielen Zwischensequenzen und charmanten Charakteren ist sie meilenweit besser inszeniert als früher.

Mehr: Zu dieser Uhrzeit geht es am Release-Tag mit Destiny 2 los

Die eigene Spielfigur, ein erfahrener Hüter, startet auf dem Zenit ihrer Kraft, verliert durch die Zerstörung des quasi-göttlichen Travellers aber alles. Wie ein Phönix kämpfen wir uns aus der Asche, errichten mit den Überlebenden des Kabale-Angriffs draußen in der Natur einen neuen Unterschlupf (der anschließend auch als Social Hub dient) und überlegen uns, wie wir unsere Niederlage überstehen sollen. Alles scheint verloren, doch als Auserwählter erhalten wir als einziger unsere Superkräfte zurück - die Hoffnung der Menschheit ruht auf unseren Schultern.

Allein dieser Auftakt erschafft eine höhere Fallhöhe als die ursprüngliche Kampagne von Destiny 1. Und wer sich als Neuling ein bisschen reinfuchst, kommt mit der Zeit über die anfängliche Verwirrung hinweg.

Destiny 2 - Screenshots ansehen

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