Halo 5: Guardians - Mehr Mehrspieler

Nicht nur die Kampagne von Halo 5: Guardians soll größer werden als bisher, auch der Multiplayer-Part wird aufgestockt. Wir haben Warzone und Arena ausprobiert.

von Tobias Veltin,
28.09.2015 09:05 Uhr

Halo 5: Guardians steht vor der Tür und hat neben der Kampagne mit den beiden Spartan-Teams serientypisch auch einen umfangreichen Mehrspieler-Part mit an Bord. Dabei stehen zwei große Spielmodi zur Auswahl - Warzone und Arena. Auch die Kampagne lässt sich insgesamt zu viert im Koop spielen, einen lokalen Splitscreen-Modus gibt es in Halo 5 dagegen nicht. Wir konnten den Halo-Multiplayer bereits ausführlich antesten.

So spielt sich die Kampagne: Halo 5: Guardians in der Vorschau

Halo 5
Genre: Action
Release: 27.10.2015

Herrliches Chaos: Warzone

Wir spielen zunächst den Warzone-Modus. Der ist neu in Halo, größer als alle bisherigen Multiplayer-Modi (bis zu 24 Spieler) und nebenbei eine kleine Revolution. Denn erstmals kämpfen wir in einem Mehrspielermodus auch gegen Computergegner - und natürlich das gegnerische Team. Ziel in Warzone ist es, 1.000 Punkte zu machen. Die bekommen wir durch Abschüsse, das Einnehmen von drei Punkten auf den Maps oder eben das Erledigen von Computergegnern.

Wir spielen die Karte »Raid on Apex 7«, die uns mit ihren Sandstränden, üppigem Dschungel und den pompös-filigran in den Himmel ragenden Allianzbauten sofort an die vierte Kampagnenmission aus Halo 1 erinnert. Am Anfang des Matches müssen wir zunächst unsere Basis sichern, dafür ballern wir ein paar Eliten und Grunts ab und müssen uns in den grauen Gängen erst einmal orientieren.

Im Warzone-Modus ist auch dank der Computergegner immer die Hölle los.Im Warzone-Modus ist auch dank der Computergegner immer die Hölle los.

Wieder draußen stellen sich etliche Fragen: Nehmen wir eine der drei taktisch wichtigen Positionen ein? Und wenn ja, welche? Oder sollen wir lieber den ersten Computerboss erledigen, der mit seinem Ghost am Strand entlangrast? Die Entscheidungen in Warzone müssen schnell getroffen werden, denn schon bekommen wir die Meldung, dass das Gegnerteam einen Punkt besetzt hat. Wir entscheiden uns dafür, die östliche Einrichtung einzunehmen, dafür müssen wir die Alienbesatzer in dem Komplex erst einmal ausräuchern.

Eingenommene Positionen auf der Karte bescheren uns aber nicht nur Punkte, sondern auch sogenannte Req-Stationen, an denen wir aufmunitionieren oder neue Waffen ausrüsten können. Je weiter das Spiel fortschreitet, desto mächtiger werden die Waffen, später können wir auch Fahrzeuge wie den neuen Phaeton ordern.

Die Karte Raid on Apex 7 erinnert stark an die vierte Kampagnenmission aus Halo 1.Die Karte Raid on Apex 7 erinnert stark an die vierte Kampagnenmission aus Halo 1.

Auf der Karte entbrennt schnell ein extrem launiges Gefecht, das sich durch das Mitmischen der Computergegner (die teilweise enorm schwer zu besiegen sind) unberechenbarer spielt als alles, was man von Halo bisher gewohnt war. Wer zum Beispiel mit einem Boss kämpft, sollte immer darauf achten, dass niemand vom Gegnerteam in der Nähe ist, um den Kill abzustauben. Pausen gibt es in Warzone kaum, immer ist irgendwo irgendetwas los. Unser erster Eindruck: Eine sinnvolle - und spaßige - Ergänzung des Halo-Portfolios.

Ab in die Arena!

Wer es dagegen kuscheliger mag, legt im Arena-Modus los. Hier treten zwei Viererteams gegeneinander an, die Karten sind deutlich kompakter, das Tempo viel höher. Im Januar sammelte 343 mit der Beta Feedback von der Community und optimierte den Modus an vielen Stellen.

Das wird schon beim Anspielen deutlich. Die Steuerung ist auf den Punkt präzise, das Anlegen mit dem Scharfschützengewehr geht jetzt im Bruchteil einer Sekunde und nicht mehr leicht verzögert wie noch in der Beta. Außerdem hat 343 die aufploppenden Medaillen stark reduziert (für einen normalen Abschuss gibt es jetzt etwa keine mehr) und das Kartendesign an ein paar Stellen angepasst.

Der Arena-Modus spielt sich zackig und intensiv.Der Arena-Modus spielt sich zackig und intensiv.

Geblieben ist die Dynamik in den Kämpfen, insbesondere durch die Sprintfunktion und das Thruster-Pack. Bei Schusswechseln muss man immer damit rechnen, dass der Gegner hinter eine Ecke dasht und entkommt, von oben droht die Gefahr eines Ground-Pound-Angriffs. Toll sind die exakten Trefferzonen, präzise Kopfschüsse fühlen sich entsprechend sehr viel befriedigender an als zum Beispiel noch in Halo 4.

Bei den Karten setzt 343 auf symmetrisches Design und kompakte Maße. Die Map Coliseum ist zum Beispiel sehr verwinkelt, bietet mit mehreren Etagen aber auch gute Sichtlinien und viel Vertikalität.

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Liebling Breakout

Besonders viel Spaß macht uns wie schon in der Beta der Breakout-Modus, bei dem wir wegen reduzierter Energie schon nach wenigen Sekunden das Zeitliche segnen können. Die Probematches sind sehr intensiv, die Atmosphäre im Anspielraum ist angespannt, wird dann aber nach dem Ende einer Runde immer wieder von Schreien und Jubel unterbrochen.

Die Verbindungsqualität auf dem von uns besuchten Anspiel-Event ist sehr gut, allerdings muss sie sich erst noch unter normalen Bedingungen beweisen - nach den katastrophalen Matchmaking-Problemen von Halo: The Master Chief Collection ist Vorsicht angesagt.

Unser Fazit: Arena macht Spaß, wirkt enorm balanciert und ist damit besonders für ambitionierte Zocker interessant. Wir sind sicher: Der Halo-5-Mehrspielermodus wird rocken.

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