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Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds im Test - Gefährlich schönes Schneegestöber

Auf den Winter draußen könnten wir zwar verzichten, dafür genießen wir ihn in Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds umso mehr. Trotz eisiger Schneelandschaften bringt uns der DLC teilweise ganz schön ins Schwitzen.

von Rae Grimm,
06.11.2017 17:01 Uhr

Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds bietet neue Herausforderungen.Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds bietet neue Herausforderungen.

Wer behauptet, dass Singleplayer-Spiele keine Zukunft haben, vergisst offenbar den Erfolg von Horizon Zero Dawn. Mit dem PS4-exklusiven Action-Adventure der Shooter-Experten von Guerrilla Games, das Fans und Kritiker gleichermaßen feierten und das in unserem Test eine satte 90 kassieren konnte, beweisen seine Entwickler nicht nur, dass sie mehr sind als nur "das Killzone-Studio". Sie zeigen außerdem, dass neue, spannende Singleplayer-Spiele durchaus nicht nur eine Daseinsberechtigung, sondern auch einen Markt haben. Anders als die von Maschinen dominierte postapokalyptische Welt von Heldin Aloy sieht die Zukunft der Einzelspieler-Titel dank Spielen wie Horizon Zero Dawn weit weniger finster aus.

Als wollte Guerrilla Games das inmitten der Debatte rund um narrative Spiele ohne Multiplayer-Aspekt noch einmal in Erinnerung rufen, erscheint nun mit The Frozen Wilds der erste und einzige Story-DLC zu Horizon Zero Dawn. Der schickt uns noch einmal in die wahrscheinlich originellste Postapokalypse seit Jahren, um Jagd auf Robo-Dinosaurer zu machen und das Geheimnis um eine neue Gattung mechanischer Gegner zu lüften.

Überleben im eisigen Norden

Angesiedelt während der Ereignisse des Hauptspiels zieht es Heldin Aloy in The Frozen Wilds in den kalten Norden, wo eine neue, noch gefährlichere Bedrohung den dort ansässigen Stamm der Banuk heimsucht. Sie sind quasi das Gegenstück der sonnenanbetenden Carja, denn sie leben nach dem Motto "Überleben und Bestehen" in eisigen Winterlandschaften. Als wären die harschen Lebensbedingungen für das zurückgezogen lebende Volk nicht schon Qual genug, wird ihnen das Leben nun noch schwerer gemacht.

Eine von den Banuk als "Daemon" bezeichnete Macht ergreift Besitz von den Maschinen und macht sie noch leistungs- und widerstandsfähiger als ihre normalen oder verdorbenen Gegenstücke dem Hauptspiel - und bringt gleichzeitig ein paar neue Maschinenkreaturen hervor, die sogar den Todbringer harmlos aussehen lassen.

Der Donnerkamm bedroht dank des mysteriösen Daemon das Volk der BenukDer Donnerkamm bedroht dank des mysteriösen Daemon das Volk der Benuk

Aloy hat es sich wie immer in den Kopf gesetzt, dem Treiben des Daemon ein Ende zu setzen und macht sich deshalb auf zum ominösen Berg Donnerkamm, an dem schon viele Jäger ihr Ende fanden. Aber nicht nur die Daemonischen Maschinen, sondern auch der Banuk-Häuptling Aratak will Aloy vom Donnerkamm fern halten.

Die junge Jägerin muss erst mal diverse Herausforderungen (Banditencamp säubern, bunte Pigmente sammeln) bestehen, um genug Anerkennung bei den Banuk zu sammeln, bis sie schließlich Aratak zum Duell fordern kann. Gleichzeitig muss sie auch die eisige Wildnis des Nordens überstehen. Anders als in Horizon Zero Dawn macht The Frozen Wilds kein großes Geheimnis daraus, wo wir uns dieses Mal befinden: Die Banuk leben im ehemaligen US-Bundesstaat Montana, der sich allerdings seit unserer Zeit gewaltig verändert hat. Abgesehen von den marodierenden Maschinen ist er in der Zukunft von Horizon auch um einiges kälter und verschneiter. Und das sorgt für eines der größten Highlights von The Frozen Wilds: dem Schnee!

Let it snow, let it snow, let it snow

Ja, gut, sonderlich spannend klingt Schnee erstmal nicht, allerdings ändert sich diese Einstellung schon mit den ersten Schritten, die wir im Land der Banuk machen. Wir werden begrüßt von im Weiß versinkenden Bäumen und Bergen. Von Wolken überzogenen Himmeln, die nicht nur für großartige Lichtspiele sorgen, sondern gleichzeitig für einen steten Nachschub an durch die Luft tanzenden Flocken sorgen. Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds hat eine fast magische Atmosphäre, die sogar noch mehr beeindruckt als Skyrim es einst schaffte. Selten wirkte der Winter in einem Videospiel gleichzeitig so beißend und so wunderschön wie in The Frozen Wilds.

 Schneegestöber kann zwar die Sicht versperren, sieht aber dabei fantastisch aus Schneegestöber kann zwar die Sicht versperren, sieht aber dabei fantastisch aus

Dazu trägt auch bei, dass die winterliche Stimmung einen subtilen, aber spürbaren spielerischen Einfluss hat. Der Tag-Nacht-Wechsel wirkt kürzer und der stete Schneefall erschwert teilweise sogar die Sicht. Das kann für böse Überraschungen sorgen, wenn wir nichtsahnend auf einen Berg klettern und uns plötzlich eine gigantische, Bären-artige Frostklaue begrüßt, die wir gar nicht gesehen haben.

Vielleicht liegt unsere Unachtsamkeit aber auch daran, dass es zu einfach ist, sich von der Schönheit von Horizon Zero Dawn und im Besonderen The Frozen Wilds ablenken zu lassen. Und von der Tatsache, dass der Fotomodus nun auch die Möglichkeit bietet, Aloy nicht nur Schneeflocken fangen zu lassen, sondern auch Schneeengel zu machen.

Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds - Gameplay-Trailer zeigt Aloy auf der Jagd im Eis 0:54 Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds - Gameplay-Trailer zeigt Aloy auf der Jagd im Eis

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