Fazit: ReCore im Test - Im Kern ein gutes Spiel

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Fazit der Redaktion

Elena Schulz
@Ellie_Libelle

ReCore wirkt auf mich wie der typische Titel, dem einfach ein wenig mehr Zeit gut getan hätte. Im Spiel stecken so viele clevere Ideen und spaßige Mechaniken, aber auch gleichzeitig viel, das einfach zu wenig durchdacht und angepasst wirkt. Die kurzweiligen Kämpfe stehen in einem seltsamen Kontrast zu vielen langatmigen Passagen und ich frage mich mehr als einmal, was ReCore nun eigentlich sein möchte.

Und ich fürchte, ReCore weiß das selbst auch nicht wirklich. Schließlich konzentriert es sich viel zu wenig auf seine klaren Stärken. Wenn ich gegen zig feindliche Bots antrete und in Windeseile zwischen Munitionsfarben und Angriffen wechsel, während ich meine Robotorkollegen dirigiere, dann läuft ReCore zur Höchstform auf. Oder wenn mir die kuriosen kleinen Roboterkameraden über den Weg laufen und mich daran erinnern wie viel Detailliebe zwischen all dem Wüstensand eigentlich versteckt ist. Oder wenn ich mit Heldin Joule immer komplexere Sprungrätsel meistere, um neue Levelabschnitte zu erreichen.

Ich kann ReCore all denjenigen empfehlen, die mal wieder Lust auf ein tolles Action-Adventure haben, aber kein Meisterwerk erwarten. Microsoft bietet den Titel laut eigener Aussage zum Release so günstig an, um ihn erst einmal als Marke zu etablieren. Ich hoffe bei aller Kritik, dass möglichst viele Action-Fans zugreifen, denn ReCore ist einer dieser Titel, die ihr Potenzial im ersten Teil nur andeuten, beim zweiten Anlauf aber richtig durchstarten könnten.

Heiko Klinge
@HeikosKlinge

ReCore ist eines dieser Spiele, das man trotz offensichtlicher Schwächen irgendwie gern haben muss. Ja, eigentlich spielt's für die Kämpfe kaum eine Rolle, ob und wie ich meine Roboterbegleiter aufrüste. Gemacht habe ich's trotzdem, denn wer kann einem Blechhund schon einen neuen Kopf verwehren, wenn er danach so niedlich mit dem Schwanz wackelt?

Und ja, natürlich fluche ich, wenn ich im Fabrik-Dungeon zum zehnten Mal die ebenso winzig kleine wie bewegliche Plattform im Sprung verfehle. Aber trotzdem versuche ich's eben zum elften Mal, weil in der Schatzkiste dahinter ja ein neuer Kopf für meinen Hund liegen könnte!

Natürlich spielen sich die Kämpfe verhältnismäßig anspruchslos und eintönig. Aber dennoch hatte ich jede Menge Spaß mit den flotten Baller- und Akrobatikeinlagen - allein schon, weil's mich wohlig an die überdrehten Action-Adventures der PlayStation-2- und Dreamcast-Ära wie Jak and Dexter oder Jet Set Radio erinnert. Wer mal wieder Lust auf eine oldschoolige Mischung aus Ballern, Hüpfen und Erkunden hat, der macht mit ReCore definitiv nichts verkehrt, so er denn kein Meistwerwerk erwartet.

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