PS5 & Pokémon: 16-jähriger Scalper macht $1,7 Mio Umsatz und wird dafür noch gefeiert

Echter Scalper: Ein 16-jähriger Teenager soll über 1,7 Millionen US-Dollar Umsatz mit dem Weiterverkauf von PS5, Xbox Series X, Pokémon-Karten und anderen knappen Gütern gemacht haben.

von David Molke,
02.07.2021 12:16 Uhr

PS5- und Xbox Series X-Konsolen eignen sich besonders gut für kapitalhungrige Scalper. PS5- und Xbox Series X-Konsolen eignen sich besonders gut für kapitalhungrige Scalper.

Scalper, Reseller und Bots machen begehrte Produkte oft teurer, während sie sich eine goldene Nase daran verdienen. Wie zum Beispiel ein 16-jähriger Teenager aus den USA, der insgesamt über 1,7 Millionen US-Dollar Umsatz und über 110.000 US-Dollar Profit gemacht haben soll, indem er PS5- und Xbox Series X-Konsolen, Pokémonkarten, Heizlüfter und ähnliches möglichst billig ein- und möglichst teuer weiterverkauft hat.

16-jähriger Scalper soll über $1,7 Mio Umsatz mit PS5, Xbox Series X & Co gemacht haben

Von der Krise profitiert: Ein 16-jähriger Teenager aus New Jersey hat sich offenbar dazu entschieden, die Pandemie schamlos auszunutzen und aus der Krise möglichst viel Profit zu schlagen. Er soll vor allem Güter zu deutlich teureren Preisen weiterverkauft haben, die während der andauernden Coronavirus-Krise und durch sie bedingt besonders knapp waren.

Aus der Garage seiner Eltern heraus habe der Teenager begonnen, die vergleichsweise günstig ergatterten Waren teurer weiter zu verkaufen. Es geht dabei wohl nicht nur um teilweise zum doppelten Preis angebotene PS5- und Xbox Series X-Konsolen oder Pokémon-Karten, sondern zum Beispiel auch um (während der Kältewelle in den USA dringend benötigte) Heizlüfter, Planschbecken, Hanteln und ähnliches.

Über $1,5 Mio Umsatz? Insgesamt sollen bei diesen Machenschaften letztes Jahr über 1,7 Millionen US-Dollar Umsatz und über 110.000 US-Dollar Profit erwirtschaftet worden sein. Mittlerweile beschäftigt der junge Turbokapitalist bereits Angestellte, denen er laut eigenen Angaben 15 US-Dollar die Stunde zahlt, damit sie ihm helfen. Er soll sich auch eigene Lagerräume angemietet haben.

Er wird auch noch gefeiert: Als ob das nicht alles schon schlimm genug wäre, wird der junge Mann auch noch in höchsten Tönen in einem Porträt vom Wall Street Journal gelobt. Durch deren Bericht erlangte die Geschichte des Scalpers und seinen "legalen" Geschäften überhaupt erst größere Aufmerksamkeit.

In dem Bericht wird der Teenager als cleverer Entrepreneur dargestellt, der es geschafft hat, aus einer schwierigen Situation Profit zu schlagen - und zwar aus eigener Kraft. Dass hier aber oft schamlos die Lage anderer Menschen ausgenutzt wird, findet keine Erwähnung. Bleibt nur zu hoffen, dass so ein Bericht nicht für noch mehr Nachahmer sorgt.

Falls ihr noch auf der Suche nach einer PS5 seid

Hier findet ihr unseren GamePro-Ticker zum PS5-Kauf und die Chancen stehen nicht schlecht, dass bei Amazon demnächst bis zu 12.000 Geräte eintrudeln. Wollen wir hoffen, dass sich der Markt bald entspannt, damit Leute wie dieser Reseller keinen Profit mehr daraus schlagen können (auch wenn Amazon natürlich keinen Deut besser ist).

Wie findet ihr es, so aus der Pandemie und Knappheit bestimmter Güter Profit zu schlagen?

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