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Ace Combat: Assault Horizon im Test - Call of Duty of the Skies

In großer Höhe fliegen ist nicht schwer, in Bodennähe zwischen Wolkenkratzern hingegen sehr. Wir schwingen uns im Test ins Cockpit von Ace Combat: Assault Horizon für PlayStation 3 und Xbox 360.

von Henry Ernst,
10.10.2011 10:10 Uhr

Hinter den Gegnern hängen, warten bis es piepst, Feuerknopf drücken. Bumm! Mit dieser simplen Formel lassen sich die meisten Flugzeugspiele der letzten 10 Jahre beschreiben. Trotz immer hübscherer Flugzeugmodelle, fotorealistischer Bodentexturen und netten Gimmicks wie Flügelmännern oder Superwaffen flog ein gesamtes Genre jahrelang auf der Stelle. Denn eines ist den Ace Combats, Hawx, Blazing Angels und Airforce Deltas bisher nicht geglückt: Hochgeschwindigkeitsnahkämpfe sinnvoll und möglichst spektakulär in die Spielmechanik einzubinden.

» Ace Combat: Assault Horizon - Test-Video ansehen

Die größte Stärke von Ace Combat: die spektakulären Dogfights. Die größte Stärke von Ace Combat: die spektakulären Dogfights.

Ubisofts Experimente mit Perspektivenwechseln und Joystick-Gerühre in Hawx und Blazing Angels dürfen in diesem Kontext zwar als nette Versuche belächelt werden, gingen aber völlig am Ziel vorbei. Wir wollen nämlich nicht auf fingernagelgroße Flugzeugmodelle starren, die schlingernd Kondensstreifen hinter sich herziehen! Wir wollen Schallgeschwindigkeit, gewaltige Explosionen und Fensterscheiben zersplitternden Tiefflug wie in einem Hollywood-Blockbuster. Mit Ace Combat: Assault Horizon ist Bandai Namco nun an die Startbahn gerollt, um eben diese Forderungen zu Erfüllen. Nicht umsonst weist Produzent Katzutoki Kono in Interviews gerne darauf hin, dass er sein neuestes Werk als »Call of Duty of the Skies« verstanden wissen möchte.

Unoriginelle Verwestlichung

Mit einem Apache über Moskau für Ordnung zu sorgen klingt spannend, ist aber spielerisch eher dröge. Mit einem Apache über Moskau für Ordnung zu sorgen klingt spannend, ist aber spielerisch eher dröge.

Assault Horizon vereint zwei der größten Trends der letzten Jahre in sich: Die (nicht ganz freiwillige) »Verwestlichung« japanischer Spiele und die grassierende Reboot-Welle. Dementsprechend hat man besonders in Bezug auf die Hintergrundgeschichte einigen Ballast abgeworfen. Weg von verschwurbelt erzählten Geschichten, in denen Piloten nicht selten mythisch verklärt wurden, hin zu realistischen Settings und zackigem Call of Duty-Militarismus. Das ist zwar anders als in früheren Teilen der Reihe, aber nicht eben originell, denn die Hintergrundstory wirkt, als wäre sie aus Call of Duty- und Tom Clancy-Versatzstücken zusammengeklaubt worden. Ihr schlüpft in die Rolle unterschiedlicher Piloten der Taskforce 108, die im Jahr 2015 damit beschäftigt ist, eine Organisation russischer Extremisten zu bekämpfen, die eine geheimnisvolle Superwaffe namens Trinity besitzen. Als die Bösewichte dann auch noch einen Staatsstreich unternehmen, klopft mal wieder der Dritte Weltkrieg an die Tür. Parallelen zur Story von Hawx 2 sind sicher rein zufällig.

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