Apex Legends: Titanfall-Hacker haben nichts erreicht, außer Crunch für die Entwickler

Indem sie Apex Legends lahmgelegt haben, wollten Hacker auf Hacking-Probleme bei Titanfall aufmerksam machen. Aber sie haben eigentlich nur die Entwickler verärgert und nichts erreicht.

von David Molke,
08.07.2021 16:45 Uhr

Apex Legends und Titanfall beeinflussen sich nicht nur innerhalb des Spiels gegenseitig, sondern auch außerhalb. Apex Legends und Titanfall beeinflussen sich nicht nur innerhalb des Spiels gegenseitig, sondern auch außerhalb.

Apex Legends wurde am vergangenen Wochenende gehackt. Offenbar um auf die Probleme mit DDoS-Attacken hinzuweisen, unter denen momentan Titanfall und Titanfall 2 leiden, die ebenfalls vom Entwicklerstudio Respawn stammen. Aber das einzige, was die Hacker wohl erreicht haben dürften, ist mehr Arbeit zu verursachen und damit Zeit der Entwickler*innen in Anspruch zu nehmen, die sie für die Lösung der Probleme hätten nutzen können.

Apex Legends: Nervige Hacker-Attacke bringt nur noch mehr Arbeit für die Entwickler

Darum geht's: Titanfall ist momentan fast unspielbar und Titanfall 2 leidet auch immer wieder unter massiven Problemen, die aber wohl vor allem Streamer*innen und alle in ihren Lobbies betreffen. Um Entwicklerstudio Respawn dazu zu bewegen, etwas dagegen zu unternehmen, wurde am Wochenende Apex Legends gehackt. Teilweise war es wohl komplett unspielbar.

Verärgerte Entwickler*innen reagieren: Beim Team hinter Apex Legends und Titanfall stößt die Aktion auf wenig Verständnis. Die Probleme bei Titanfall seien bereits bekannt und öffentlich anerkannt worden, an ihnen werde gearbeitet. Das einzige, was der Apex Legends-Hack erreicht habe, sei die Menschen am Wochenende zum Überstunden-Schieben zu zwingen.

Respawn Entertainments Director of Communications Ryan Rigney hat sich auf Twitter dazu geäußert und einen Artikel geteilt, der grob übersetzt "Glückwunsch, Titanfall-Hacker, ihr habt ein paar Entwickler dazu gezwungen, an einem Sonntag zu arbeiten" heißt. In dem Tweet erläutert er:

"Ich habe meinen neugeborenen Neffen gehalten, als ich von dem Apex-Hack erfahren habe. Ich musste ihn zurückgeben, arbeiten gehen und einen Tag mit meiner Familie verpassen."

Außerdem sei diese Kampagne für mehr Aufmerksamkeit komplett unnötig gewesen, weil das Problem mit den DDoS-Attacken auf Titanfall bereits mehrfach öffentlich anerkannt wurde. Das Problem sei nicht die mangelnde Aufmerksamkeit, Respawn sei sich der Problematik bewusst. Es sei nur ein extrem schwierig zu lösendes Problem.

Die DDoS-Problematik werde definitiv irgendwann gelöst. Aber Ryan Rigney verspricht, dass das dann definitiv nicht der Verdienst irgendwelcher Hacker war, die ein Feiertags-Wochenende (in den USA war Sonntag der Unabhängigkeitstag) ruiniert haben. Sie hätten nichts von Wert erreicht.

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Dadurch, dass die Entwickler*innen jetzt auch noch gegen den Apex Legends-Hack vorgehen mussten, wurden Ressourcen, Zeit und Arbeitskraft in Beschlag genommen. Die hätten womöglich sonst eingesetzt werden können, um die Titanfall-Probleme in den Griff zu bekommen. Die Hacker könnten also vielleicht sogar das Gegenteil von dem erreicht haben, was sie eigentlich wollten.

Zuspruch von anderen Studios: Menschen bei Naughty Dog und 343 Industries unterstützen Respawn Entertainment mit eigenen Tweets. Wer sich eine gesündere Gaming-Industrie auf die Fahnen schreibe, könne keine Hacker unterstützen, die Menschen zu Mehrarbeit zwingen und von ihren Familien trennen.

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In den nächsten Tagen dürften wir im Rahmen der diversen EA Play Live-Streams ein paar Neuigkeiten zu Apex Legends erfahren. Heute Abend soll zum Beispiel schon ein kurzes Event ausschließlich zu EAs First Person-Shootern stattfinden, bevor es dann am 22. Juli die große EA Play Live-Show gibt.

Was sagt ihr zu der Hacker-Aktion und den Reaktionen darauf?

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