Fazit: Bayonetta 3 im Test: Genau der frische Wind, den die Reihe braucht

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Fazit der Redaktion

Eleen Reinke
@ottadice

Schon Bayonetta 2 war ein ebenso großartiges wie schräges Action-Feuerwerk und der dritte Teil legt noch einen drauf. Zwar ist der zeitliche Abstand zwischen dem zweiten und dritten Teil dank der technisch etwas schwachbrüstigen Switch optisch fast nicht zu erkennen, aber zumindest in den rasanten Kämpfen bleibt mir eigentlich gar keine Zeit, um auf so etwas zu achten. Und genau die sind eben auch die größte Stärke von Bayonetta. Platinum Games versteht es hervorragend, Kämpfe zu liefern, die sich großartig spielen und noch dazu spektakulär aussehen. Auch die neuen Waffen liefern hier noch einmal mehr Abwechslung - besonders die Jo-Jos haben es mir beim Spielen einfach angetan.

Und auch sonst ist die zusätzliche Abwechslung eine angenehme Neuerung. Schon im zweiten Teil gab es cinematisch inszenierte Action-Sequenzen, aber besonders gegen Ende häuften sich die Prügeleien für meinen Geschmack doch etwas. Da kommen mir die regelmäßigen (und oft einfach witzigen) Verschnaufpausen in Bayonetta 3 gerade recht. Zwar bin ich persönlich mit Viola bis zum Ende nicht ganz warm geworden und auch nicht mit allen Storyelementen glücklich, aber das trägt nicht davon ab, dass Bayonetta 3 ein echtes Action-Meisterwerk ist.

Chris Werian
@DrChrisRespect

Für mich gibt es keine bessere Action-Reihe als Bayonetta. An Devil May Cry ist die Hexendame bereits mit dem ersten Teil vorbeigezogen und auch die frühen PS2- und PS3-Abenteuer von Kratos konnten mit dem Einfallsreichtum der Platinum Games-Meisterwerke nie mithalten. So viele coole Ideen, wie die Zeitverlangsamung bei Ausweichmanövern oder die Dämonenbeschwörungen, gab es bei der Konkurrenz schlicht nicht und auch die Gegnervielfalt konnte sich sehen lassen. Quasi im Minutentakt wurden neue Feindtypen eingeführt, an die man sich anpassen musste.

Bayonetta war also immer ein Abwechslungsgarant und genau darin brilliert auch der dritte Teil. Kein Level fühlt sich wie das vorherige an, die nun steuerbaren Höllendämonen halten das Kampfgeschehen angenehm frisch. Hinzu kommen der ordentlich ausgebaute Erkundungsaspekt, völlig unerwartete Passagen, wie die Stealth-Abschnitte mit Jeanne, und eine gewaltige Prise Charme. Für Letzteres sorgen die (erneut klasse inszenierte) Hauptfigur sowie die völlig überzogenen Anflüge von Gigantomanie, zum Beispiel wenn riesige Monster ganze Städte einäschern. Zurückhaltung kann man Bayonetta 3 auf jeden Fall nicht vorwerfen, aber das tut dem Tempo des Spiels auch sehr gut.

Ein wenig schade finde ich nur, dass selbst der höchste Startschwierigkeitsgrad nicht besonders anspruchsvoll geraten ist. Teil 3 ist sogar noch einmal ein ganzes Stückchen leichter als der Vorgänger, gestorben bin ich nicht ein einziges Mal, was für das Genre eher untypisch ist. Aufgrund der Herstellung von Heil-Items und der Möglichkeit, auf dem offeneren Schlachtfeld vor Feinden zu fliehen, werden die Kämpfe stark entschärft. Ein bisschen knackiger hätte es also durchaus sein können.

Auch hätte ich mich über eine hübschere Grafik und eine konstant flüssige Framerate gefreut. Es handelt sich zwar um einen gelungenen Switch-Titel, aber eben "nur" um einen Switch-Titel. Viel Spielraum lässt die Hardware eben nicht.

Ansonsten kann ich Bayonetta 3 aber nichts vorwerfen. Das Gameplay ist abermals hervorragend, die Handlung gefüllt von Absurditäten und der Spielspaß durchweg im Anschlag. Lasst euch das Erlebnis auf keinen Fall entgehen!

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