Nur die Arten kommen in den Garten! Der Spieleautor Mathias Wigge hat mit seinem Brettspielhit Arche Nova weltweit die Herzen vieler Kennerspieler erobert und nach einigen Erweiterungen schlägt er ein neues Kapitel auf, welches ihm nicht fremd ist. Mit Artengarten hat er das Zoo-Aufbauspiel zugänglicher gemacht, ohne die Seele des Vorgängers zu verlieren!
Baut euren eigenen Zoo mit Artengarten auf Amazon!Artengarten – das zugänglichere Arche Nova?
Artengarten muss in große Fußstapfen treten: Der Vorgänger Arche Nova ist nicht nur ein Bestseller von Feuerland Spiele, sondern wird auch von Brettspiel-Enthusiasten auf BoardGameGeek als das zweitbeste Brettspiel aller Zeiten bewertet. Aber kann sich der Nachfolger auch beweisen?
Wie auch schon in Arche Nova gibt es in Artengarten ein Ziel: Den besten Zoo von allen Mitspielern aufzubauen. Im Gegensatz zu einem Zoo Tycoon geht es hier aber nicht um Profit, sondern um Artenschutzprojekte.
Während man bei Arche Nova mit Spielkarten, Holzmarkern und weiteren kleinen Teilen ein durchaus anspruchsvolles Spiel hat, schraubt Artengarten die Menge an Kleinteilen zurück und bringt einen Klacks Dorfromantik mit ins Spiel. Inwiefern? Das zeige ich euch in meiner ersten Partie im Solomodus!
Holt euch Artengarten, den Nachfolger von Arche NovaAufbauspaß für bis zu fünf Spieler – oder Solo
Für meine erste Testrunde mussten meine Kollegen leider absagen, was aber kein Problem ist, denn das Spiel kann man auch komplett alleine Spielen. Das Ziel des Spiels ist in diesem Fall nicht die höchste Punktzahl gegenüber den Mitspielern, sondern ein Wettrennen gegen die Zeit. Innerhalb von 18 Zügen muss man eine der Siegbedingungen erreichen – ansonsten hat man verloren.
Ein Zug besteht aus zwei Hauptaktionen: Eine Karte aus der Auslage ziehen & eine Aktion ausführen. In der Mitte des Tisches ist die besagte Kartenauslage, auf welcher sechs Karten liegen. Unter dem Zooplan liegen die Aktionsplättchen – die violette "Projekt-Platte" zeigt mit einem Pfeil, wie groß der Auswahlpool für die offene Kartenwahl ist.
Hat man seine Karte gezogen, muss man eine Aktion über eins der Aktionsplättchen ausführen. Neben der Projektkarte gibt es noch drei Tier-Aktionen zu verschiedenen Biotopen: Wald, Gebirge und Wasser. Mit diesen Karten könnt ihr eine der gezogenen Tierkarten des entsprechenden Typs auf den Zooplan legen und euer erstes Gehege bauen.
Das Ziel des Spiels – der größte Zoo oder Artenschutz?
Ähnlich wie bei Dorfromantik muss man die sechseckigen Plättchen klug platzieren, um am Ende möglichst viele Punkte zu bekommen, aber im Solomodus sollte man auch möglichst schnell auf eine der Siegbedingungen arbeiten: Alle Zoofelder vollbauen oder 4 Artenschutzziele erreichen. Die dritte Bedingung, dass man keine Karten mehr im Stapel hat, ist innerhalb der 18 Züge im Solo-Spiel unmöglich zu erreichen.
Die Artenschutzziele (im oberen Bild links) werden auf einer separaten Tafel definiert, denn diese sind in jeder Partie anders. Am Anfang des Spiels zieht man fünf Tierkategorien (5 Arten, 5 Kontinente). Wenn man eine bestimmte Anzahl an Karten aus diesen Kategorien im Zoo hat, erfüllt man ein Ziel und bekommt am Ende Bonuspunkte.
Ich ging auf maximale Punktzahl in meinem Spiel, habe aber die Artenschutzziele vernachlässigt. Ich wäre am Ende mit starken 152 Punkten aus dem Spiel gekommen, wenn ich nicht das Runden-Limit im Solomodus vergessen hätte, welches mir wenige Züge vor dem Sieg zum Verhängnis wurde …
Auch wenn ich meine erste Runde Artengarten verloren habe: Das Vorausplanen der Gehege und strategische Ausführen der Aktionen hat mir immens Spaß gemacht. Den schönen Streichelzoo aus Minischweinen, Schafen und Kaninchen zu vollbringen hat satte 18 Punkte gebracht – und solche klug platzierten Punkte-Bomben sind extrem zufriedenstellende Momente, welche dieses Spiel zu einem großartigen Erlebnis machen.
Und das i-Tüpfelchen: Man darf die ganze Zeit auf süße Tierbilder schauen!
Holt euch dieses grandiose Brettspiel!