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Fazit: Bravely Default 2 im Test - Gutes JRPG ohne gute Story

Fazit der Redaktion

Hannes Rossow
@Treibhausaffekt

Ich bin mit den klassischen 2D-JRPGs der SNES-Ära aufgewachsen, und daher hat die Ästhetik und Mechanik dieser Spiele durchaus einen Reiz für mich. Projekte wie Octopath Traveller oder eben Bravely Default 2 interessieren mich schon allein deswegen, weil sie mir ein klares Versprechen machen: Sie wollen wie die Rollenspiele von damals sein, nur in besser und hübscher, ohne aber den Charme von damals zu verlieren. Und Bravely Default 2 schafft genau das mit dem interessanten Kampfsystem sogar sehr gut.

Aber auch wenn ich Item-Management, Taktik, Zahlenschieberei und ja, Grinding, durchaus etwas abgewinnen kann, ist am Ende die Geschichte so viel wichtiger für mich. Und nach einem interessanten Einstieg werde ich von Bravely Default 2 dann doch etwas enttäuscht. Teilweise sogar so sehr, dass mir auch die Lust an den Kämpfen vergeht. Warum denn durch den Bosskampf quälen, wenn danach nur die nächste, vorhersehbare Storyentwicklung auf mich wartet, die sich schon Stunden zuvor prophezeien ließ.

Am Ende hatte ich meinen Spaß mit Bravely Default 2 und verlor mich leicht in meinen Plänen, wie ich nun den perfekten Mix aus Barden und Bestienbändiger züchten kann, der meinen Weißmagier unterstützt, wenn es mal hart auf hart kommt. Immer wieder gab es aber auch spürbaren Leerlauf und ich musste mich selbst motivieren, den nächsten Dungeon erkunden zu wollen. Die Story hat diese wichtige Aufgabe leider nicht übernommen.

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