Unzählige Ziele und Aufgaben sollen für Langzeitspaß sorgen
In der kurzen Demo konnte ich das Tutorial und die erste Mission von Corsair Cove abschließen. Von zentraler Bedeutung ist im Story-Modus die Auseinandersetzung mit der Piratenjägerin Amara, die fortwährend mein Piratenversteck angreift – zu den Kämpfen aber gleich mehr. Erzählt wird die Handlung in animierten Bildern, zudem wurden die Sequenzen vollständig in Deutsch synchronisiert.
Die Story liefert einen Rahmen für das Vorankommen in der Piratenwelt, zusammen mit etlichen Quests und Aufgaben, die es zu erledigen gibt. So musste ich etwa eine bestimmte Menge Rum produzieren oder mehrere Schmuggeloperationen durchführen. Schließe ich die entsprechenden Meilensteine ab, kann ich in einer Kompass-artigen Übersicht Geschwindigkeits-Upgrades für meine Produktionsgebäude freischalten, genau wie komplett neue Bauten und auch Schiffe.
Die führen mich dann auch zu dem nächsten elementaren Feature des Spiels: Mit den Schiffen kann ich auf einer weitläufigen Seekarte Missionen wie Schatzhebungen oder Inselerkundungen abschließen oder Patrouillenboote angreifen. Als Belohnung erhalte ich zusätzliche Piraten, die für mich arbeiten, Ressourcen, Münzen oder auch "Zusammenhalt".
Letzteres dient als eine Art Währung, die über wichtige Entscheidungen, etwa über Leben und Tod von gestrandeten Soldaten, oder (Miss)erfolge gesteigert oder gesenkt wird. Fällt der Zusammenhalt auf Null, habe ich verloren. Häufig ist an den Verlust von Zusammenhalt eine lohnende Belohnung gebunden, ich musste also stets abwägen, auf was für Deals ich mich einlasse.
Richtige Revolten, wie sie ständig in Frostpunk drohten, waren bei meinem Demo-Durchgang aber eher selten und traten eigentlich nur dann auf, wenn ich mal unachtsam war und bei der Nahrungsversorgung geschludert habe, oder es nicht genug Behausungen für mein Piratenvolk gab. Ich kam also auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad ziemlich locker durch.
So wird gekämpft
Ähnlich wie die Zwischensequenzen sind auch Kämpfe und Missionen mit hübschen, teilanimierten Bildern unterlegt. Während einer Geiselbefreiung in einem Hafen der Krone muss ich mich beispielsweise in mehreren Etappen erst den Weg bis zum Galgen freischießen, dann mit den Gefangenen entkommen und schlussendlich meine Verfolger abschütteln.
Dabei wähle ich zwischen mehreren Angriffs- oder Verteidigungsoptionen aus, die mich unter Einsatz meiner Besatzung, dem Zustand meines Schiffes und meinen Vorräten meinen Zielen näher bringen. Ich kann unter anderem sagen, dass ich mehr Schaden austeile, wenn ich ein paar meiner Matrosen opfere, oder mehr Vorräte einsetze, um sie zu schützen. Ganz verlieren darf ich sie nicht, dann habe ich verloren.
Wie effektiv ich meine Aktionen durchführe, entscheiden Würfelwürfe und die Fähigkeit des gewählten Kapitäns. Die bringen nämlich unterschiedliche Boni, wie zusätzliche Würfe oder die Chance auf zusätzliche Plünderwaren, und lassen sich über Karrierepfade freischalten:
Der jeweilige Pfad, der in der Kompass-Übersicht eingeschlagen wird, entscheidet dabei, ob ich ein ruhmreicher Pirat bin, ein Entdecker, ein Kämpfer oder ein Händler. Ich musste mich aber nicht durchweg für eine bestimmte Rolle entscheiden, es stehen das ganze Spiel über alle Varianten zur Verfügung und es sollen auch alle Upgrades des jeweiligen Pfades in einem Durchgang freigeschaltet werden können.
Die Spezialisierung der jeweiligen Schiffe auf einen Pfad bringt jedoch extrem nützliche Boni wie einen erhöhten Waffenschaden, eine verbesserte Panzerung oder eine höhere Geschwindigkeit. Der jeweilige Wert bestimmt, wie gut ich Teiletappen während der Missionen und Kämpfe bestreite. Ein Fort mit einem Handelsschiff anzugreifen, ist daher beispielsweise nicht gerade clever.
Habt ihr per Schiff eine neue Insel entdeckt, könnt ihr sie übrigens nicht einnehmen oder Ähnliches, lediglich die Startinsel ist frei bebaubar.
Noch 2026 könnt ihr in See stechen
Limbic hat sich vorgenommen, Corsair Cove noch in diesem Jahr zu veröffentlichen, ein konkretes Release-Datum wurde mir aber noch nicht genannt. Der Preis soll sich auf 40 Euro oder weniger belaufen, es handelt sich also nicht um ein Vollpreisspiel.
Es wird auch keinen Early Access geben, der Titel wird also vollständig veröffentlicht und neben dem Story-Modus auch noch einen freien Modus enthalten, in dem ihr machen könnt, was ihr wollt. Zudem soll es auch noch eine "Uncharted" genannte Variante des Story-Modus mit kleinen Geschichten und zwei weiteren Startinseln geben. Ihr werdet also ordentlich zu tun haben.
Ich bin schon gespannt, wie Limbic letztendlich die Motivation, weiterzuspielen, auch nach etlichen weiteren Stunden hochhält. Ich wäre auf jeden Fall liebend gern noch ein bisschen tiefer in Corsair Cove eingetaucht und habe mir auch schon vorgenommen, die gesamte Seekarte zu erobern. Yar-Har!
Habt ihr auch schon lange auf ein gutes Aufbauspiel im Piraten-Setting gewartet? Oder beschäftigt ihr euch lieber mit anderen Szenarien?
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