Mit Emberville könnte ich endlich das Stardew Valley bekommen, das ich mir immer gewünscht habe

Emberville verbindet das gemütliche Farm-Sim-Leben mit actionreichen Kloppereien und könnte so zu dem Spiel werden, das ich mir schon lange gewünscht habe.

Unsere FYNG-Preview zu Emberville. Unsere FYNG-Preview zu Emberville.

Stardew Valley ist eines der beliebtesten und erfolgreichsten Spiele der letzten zehn Jahre – und das völlig zu Recht. Bei mir wollte es aber trotz vieler Versuche – allein oder im Koop – nie so richtig Klick machen.

Obwohl ich Spielelemente wie das Aufbauen einer Farm, die Suche nach Ressourcen und die sozialen Interaktionen mit den Leuten aus der Stadt wirklich cool finde, hat mir am Ende dann doch irgendwie immer die eine spannende Gameplay-Komponente gefehlt, die das Ganze für mich abrundet.

Emberville könnte daher genau das Richtige für mich werden. Ich baue eine Stadt wieder auf, helfe den Bewohner*innen, kann das eigene Haus samt Farm führen, gehe angeln und – und das ist die große Besonderheit – darf nachts Dämonen verkloppen und meinen Charakter weiterentwickeln.

Kevin Itzinger
Kevin Itzinger

Mit seiner Vorliebe für Action-RPGs, Aufbauspiele und gemütliche Cozy-Games gehört Kevin quasi zur ultimativen Zielgruppe von Emberville. Seit Monaten beobachtet er die Entwicklung des Genre-Mixes gespannt, die Vorfreude auf den Early Access-Start ist groß.

Im Rahmen von FYNG konnte er mit einigen Entwickler*innen von Cygnus Cross, dem Studio hinter Emberville, sprechen und ihnen Fragen zum Spiel stellen. Mit dabei war auch Ben Cassel, den die meisten vermutlich als CohhCarnage kennen. Der YouTuber und Twitch-Streamer ist nämlich als Co-Creative-Director maßgeblich am Projekt beteiligt.

Emberville ist viel mehr als ein Mix aus Stardew Valley und Diablo

Im Gespräch verrieten mir die Devs, dass Emberville unter der Prämisse startete, ein düsteres Stardew Valley zu werden – doch über die Zeit hat sich das Projekt extrem weiterentwickelt.

Als im vergangenen Januar der erste richtige Trailer zum Spiel veröffentlicht wurde, hatten so ziemlich alle dieselben Gedanken: Das sieht aus wie ein Mix aus Stardew Valley und Diablo. Und ja, dieses Bild drängt sich förmlich auf.

Dennoch scheint Emberville voller kreativer und cleverer Ideen zu stecken, die den Titel für mich schon jetzt zu etwas ganz Besonderem machen. Ich bin vor allem auf die Elemente gespannt, die sich um die Kämpfe und die Charakterentwicklung drehen.

Darum geht es in Emberville: Wir durchkämmen mit unserem Charakter ein magisches Gefängnis unter der titelgebenden Stadt, sammeln Ressourcen, retten Bewohnerinnen und helfen so dabei, den Ort Stück für Stück wieder aufzubauen.

Zur Stadt gehört auch ein Grundstück, das wir frei bewirtschaften und bebauen können. Dort widmen wir uns beispielsweise ganz entspannt dem Farming, der Alchemie oder dem Kochen. 

Die Spielelemente sind dabei so miteinander verzahnt, dass uns der Fortschritt in der Stadt und im eigenen Heim dabei hilft, tiefer in das Gefängnis vorzudringen – wo wir wiederum neue NPCs für die Stadt befreien, neue Klassen freischalten und natürlich allerhand Beute abstauben.

Video starten 1:47 In Emberville helft ihr dabei, eine alte Stadt wieder aufzubauen, indem ihr Monster kloppt und eine eigene Farm anlegt

Mir gefällt vor allem der hohe Action-Anteil. Während ich in Stardew Valley nur selten in den Minen einige Monster umhauen muss, ist das bei Emberville ganz anders: Bei der Suche nach Holz, Erzen und anderen Rohstoffen muss ich mich außerhalb der Stadt ständig mit Feinden herumschlagen.

Passend dazu bietet das Spiel eine komplexe Charakterentwicklung, bei der ich eine Klasse wähle und meine Ausrüstung individuell anpasse.

Charakter-Progression mit spannenden Ideen

Die Entwicklung meines Charakteres fußt auf mehreren Säulen. Nummer Eins: Mein Charakterlevel. Das steigt durch Erfahrungspunkte, und sobald ich eine neue Stufe erreiche, verteile ich Attributspunkte auf Grundwerte wie Stärke, Geschick oder Intelligenz.

Die zweite Säule ist die gewählte Klasse. Diese lege ich allerdings nicht zu Beginn fest, sondern muss sie im Laufe des Abenteuers erst finden und freischalten.

Im Anschluss levele ich die Klasse auf, wodurch ich nach und nach aktive, passive und ultimative Fähigkeiten freischalte. Der Clou: Ich kann die Klasse jederzeit wechseln, ohne den Fortschritt zu verlieren, und darf sogar bis zu vier Skills “vererben”.

Charakter Bei Level-up können wir Attributspunkte verteilen (Quelle: https://www.youtube.com/@MoreCohh).

Klasse Jede Klasse verfügt über einen eigenen Skilltree (Quelle: https://www.youtube.com/@MoreCohh).

Auf bestimmten Charakter-Stufen schalte ich nämlich jeweils bis zu zwei aktive und passive Skill-Slots frei. Dort packe ich Fähigkeiten aus Klassen rein, die ich gerade gar nicht aktiv nutze.

Dadurch sind dann spannende Hybrid-Klassen wie ein zaubernder Krieger möglich. Fähigkeiten lassen sich im Kontext einer anderen Klasse aber auch völlig neu interpretieren: Als Magier nutze ich den Ansturm des Ritters etwa zur Flucht, anstatt damit wie sonst üblich mitten in die Gegnerhorden hineinzustürmen.

Zum Start des Early Access (geplant für 2026) soll es fünf Klassen geben: Krieger, Bogenschützen-Klasse und Magier sowie zwei bisher geheime Spezialisierungen. Diese sollen laut den Entwickler*innen eine spannende Abwechslung zu den Standardklassen bieten.

Die dritte Säule für die Charakter-Progression ist die Ausrüstung, die ich unabhängig von der Klasse nutzen kann. Ein Magier in schwerer Platte und mit dicker Zweihandaxt? Kein Problem! Den Umgang damit muss ich allerdings erst lernen. Je länger ich eine bestimmte Waffenart schwinge, desto versierter werde ich und schalte Boni sowie neue Combos frei.

Für jeden Waffentypen können wir durch Training Combos und passive Boni freischalten (Quelle: https:www.youtube.com@MoreCohh). Für jeden Waffentypen können wir durch Training Combos und passive Boni freischalten (Quelle: https://www.youtube.com/@MoreCohh).

Mit der Zeit kann ich theoretisch alle Klassen und Waffen meistern, sie flexibel kombinieren und nach mächtigen Synergien suchen. Das klingt genau nach dem Puzzleteil, das mir in Stardew Valley immer gefehlt hat.

Kämpfe und Charakterentwicklung sind nur ein Teil des Ganzen

Kämpfe und Charakterentwicklung sind aber nur ein Teil des Ganzen. Wenn die verschiedenen Systeme wirklich so eng verzahnt sind, wie mir das in meinem Termin erzählt wird, könnte uns ein extrem motivierender Gameplay-Loop erwarten, der sowohl Action- als auch Cozy-Fans abholt.

Farming Auf unserem Grundstück können wir Felder anlegen ...

Angeln Oder auch gemütlich angeln ...

Bauen Und sogar ganze Gebäude bauen.

Laut den Devs kann ich mich zudem auf einzelne Aspekte fokussieren und immer genau das tun, worauf ich gerade Bock habe. Ich werde also nicht gezwungen, permanent actionlastig zu spielen. Wenn ich gerade lieber mein Grundstück verschönern, angeln gehen oder mit den Bewohner*innen quatschen will, ist das absolut fein.

Die Kämpfe lassen sich zwar nicht komplett ignorieren, aber die sollen dank mehrerer wählbarer Schwierigkeitsgrade auch für Neulinge gut machbar sein. Im Story-Modus muss ich mir dann etwa keine Gedanken um meinen Build machen und kann mich locker-flockig durch die Dungeons schnetzeln.

Ich bin auf jeden Fall schon richtig gespannt auf Emberville und freue mich auf den Early-Access-Start in diesem Jahr. Einen genauen Termin gibt es zwar noch nicht, es soll aber schon im Sommer so weit sein. Dann wird sich zeigen, wie gut die Kämpfe, das Progressionssystem, als auch die Sim-Elemente wirklich ineinandergreifen.

Während es vorerst nur auf dem PC losgeht, ist eine spätere Konsolenumsetzung sehr wahrscheinlich. 

Seid ihr neugierig auf Emberville oder habt ihr noch Fragen zum Spiel? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!


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