Death Note hat sich mit der Idee eines tödlichen Notizbuchs und dem nervenaufreibenden Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter Light Yagami/Kira und Detektiv L einen festen Platz in der Anime-Geschichte gesichert – und gilt auch 20 Jahre nach dem Release noch immer als legendär.
Doch so ganz einzigartig scheint das Konzept gar nicht zu sein. Bereits 1973 erschien ein Manga, der auf einer nahezu identischen Idee basiert – lange bevor Death Note überhaupt existierte: The Miraculous Notebook.
Gleiches Konzept, aber mit gravierenden Unterschied im Hauptcharakter
Bei Miraculous Notebook handelt es sich um einen Manga von Shigeru Mizuki aus dem Jahr 1973, der insgesamt nur 24 Seiten umfasst. Der alte Manga teilte sich aber eine Sache mit der berühmten Death Note-Reihe: Ein Notizbuch, das Menschen umbringen kann, sobald der Name der Zielperson hineingeschrieben wird.
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Death Note: Light Yagami stellt mit dem Notizbuch des Todes die Welt auf den Kopf
Es gibt jedoch einen nicht zu unterschätzenden Unterschied zwischen den beiden Geschichten. Obwohl die Nutzung und das Konzept des "Notizbuch des Todes" in beiden Geschichten identisch sind, könnten die Hauptfiguren nicht unterschiedlicher sein.
Während Light Yagami als Kira im Laufe der Geschichte von Death Note sich immer weiter in die Rolle eines Gottes sieht und alle Menschen unter ihm nur als Werkzeug oder Insekten betrachten, erkennt Protagonist Yamada von The Miraculous Notebook die Gefahr, die von der Nutzung des Notizbuches ausgeht und vernichtet es.
Was genau in The Miraculous Notebook passiert
Aktuell gibt es keine Möglichkeit, das Manga-Werk von Shigeru Mizuki nachzulesen, aber wir haben über eine vertraute Quelle (comipress.com) eine Beschreibung der wichtigsten Punkte in der Geschichte bekommen.
The Miraculous Notebook erzählt die Geschichte des 45 jährigen Büroangestellten Yamada, der immer wieder von seinen Kollegen auf der Arbeit erniedrigt und verspottet wird. Nur die "alte Miss" ist nett zu ihm.
In der Hoffnung, dass sein Leben besser wird, besucht er häufig einen Schrein und spendet dort Geld. Dabei stolpert er über die Leiche eines Mannes mit einem mysteriösen Notizbuch. Beim Durchblättern des Notizbuches entdeckt Yamada darin etliche Namen – auch den des verstorbenen Mannes, den er durch die Nachrichten erfährt.
Yamada versteht sofort, was es mit dem Notizbuch auf sich hat und "testet" das Buch einem Hund, dessen Namen er kennt. Der Hund stirbt und Yamadas Vermutung wird bestätigt. Seine Entdeckung teilt er mit der netten "alten Miss", die sich das Notizbuch darauf von Yamada ausleiht.
Kurze Zeit später sterben Yamadas Arbeitskollegen einer nach dem anderen. Yamada erkennt die Gefahr, die vom Notizbuch ausging, wenn es in die falschen Hände gerät. Er nimmt es wieder an sich und benutzt es, um die alte Miss zu töten.
Geplagt von Schuldgefühlen über die vielen Tode, beschließt Yamada seinen eigenen Namen ins Notizbuch zu schreiben und es dann zu verbrennen, damit es nie wieder jemand einsetzen kann. Yamada kommt kurz darauf bei einem Autounfall ums Leben, das Buch verbrennt dabei.
Es bleibt offen, ob Death Note-Schöpfer Tsugumi Ohba und Takeshi Obata sich wirklich bei The Miraculous etwas abgeschaut haben oder diese ungewöhnliche Parallele der beiden Geschichten reiner Zufall ist.
Habt ihr von The Miraculous Notebook gehört und wie ist eure jetzige Meinung zu Death Note?
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