Dieses Pokémon will in eurem Bauchnabel schlafen

Manche Pokémon basieren auf Sagengestalten. Und die haben manchmal die seltsamsten Angewohnheiten.

von Ann-Kathrin Kuhls,
04.01.2020 07:59 Uhr

Ob Ash und Pikachu das schon über Raikou wussten? Ob Ash und Pikachu das schon über Raikou wussten?

Die Pokémon und ihr Universum sind zwar oft fremdartig, doch basieren viele von ihnen auf Sagengestalten, Legenden oder tatsächlichen Tieren oder Ländern unserer Welt. Meistens sorgt das für ein amüsiertes Schmunzeln, wenn uns der Zusammenhang auffällt. Im Fall von Raikou rollen sich dem ein oder anderen jedoch vielleicht eher die Zehennägel hoch.

Viele Pokémon oder Gegenden haben eine Entsprechung in der echten Welt. Mauzi basiert auf einer Katze, die Galar-Region aus Schwert & Schild auf Großbritannien, Pikachu ist eine seltsame Mischung aus maus und Eichhörnchen. Raikou, das legendäre Elektro-Pokémon der zweiten Generation, hat eine japanische Sagengestalt als Vorlage: Raiju.

Raikou in Pokémon Go. Raikou in Pokémon Go.

Dabei handelt es sich um ein Monster, dessen Körper komplett aus Blitzen besteht und meistens die Form eines Wolfes annimmt, allerdings auch als Waschbär, Wiesel, Katze oder Fuchs erscheinen kann. Raiju begleitet Raijin, den Shinto-Gott des Blitzes, auf seinen Reisen durch das Land und ist größtenteils friedlich.

Während eines Gewitters wird es jedoch aufgeregt und springt durch Felder und an Bäumen entlang, was sehr wahrscheinlich ein Versuch früherer Generationen war, das Blitzphänomen zu erklären. Soweit, so legendär.

Bauchnabel-mon

Eine Angewohnheit des Raiju ist jedoch ein bisschen seltsam und potenziell tödlich: Während eines Gewitters büxt es manchmal aus der Nähe des Blitzgottes aus und legt in den Bauchnäbeln von Menschen, die draußen schlafen, ein Nickerchen ein.

Das habt ihr richtig gelesen.

Gehen wir davon aus, das Raikou seinem Vorbild ähnelt, sieht das legendäre Pokémon einen Trainer an und möchte nichts anderes lieber, als in seinem Bauchnabel zu schlafen. Auf diesen ulkigen Fakt stieß der Twitter-Account Dr. Lava's Lost Pokémon, der Sagengestalt und Pokémon gegenüberstellte:

Link zum Twitter-Inhalt

Die Vorliebe für seltsame Schlummerorte bringt, zumindest in der Sage, eine sehr oft tödliche Nebenwirkung mit sich: Hatte sich Raiju behaglich in einen Bauchnabel gebettet, wurde er natürlich vom Blitzgott vermisst. Fand er den Faulpelz, schockte er ihn zur Strafe mit einem seiner Blitze wieder wach. Allerdings traf er dabei nicht immer, und oft wurde stattdessen der Mensch gegrillt.

Während das wahrscheinliche einfach nur eine Mär war, um Kinder davon abzuhalten, bei Gewitter draußen zu schlafen und dabei vom Blitz getroffen zu werden, fragen wir uns natürlich, wie das ganze wohl in Pokémon ausgesehen hätte. Ob Figuren wie Misty, die in jeder Folge bauchfrei herumläuft wohl gefährdeter wären als Ash oder Rocko, deren Shirts bis über ihren Nabel gehen?

Welche seltsamen Sagen hat man euch als Kinder erzählt?

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