Seite 2: eFootball PES 2020 im Test : Neuer Name - alte Stärken und Probleme

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Endlich ein Trainerjob für Matthäus!

Löblich ist definitiv, dass Konami in diesem Jahr versucht hat, den Staub aus einem ziemlich veralteten Modus zu klopfen: der Meisterliga. So gibt es neuerdings Fußballlegenden wie Johan Cruyff, Diego Maradona oder Lothar Matthäus als Trainer-Avatare.

Die Meisterliga wird durch Zwischensequenzen aufgepeppt. Außerdem können wir Fußballlegenden als Avatar für unsere Trainerkarriere auswählen – so wie Diego Maradona. Die Meisterliga wird durch Zwischensequenzen aufgepeppt. Außerdem können wir Fußballlegenden als Avatar für unsere Trainerkarriere auswählen – so wie Diego Maradona.

Die größte Neuerung ist dann, dass unser Trainer Videosequenzen durchlebt, also zum Beispiel Neuzugänge begrüßt oder mit dem Manager die Saisonziele des Klubs festlegt. Leider wirkt all das ziemlich generisch und wenig stimmungsvoll, auch spielerisch ist der Wert überschaubar, wenn wir in Textboxen kleinere Entscheidungen treffen.

Außerdem gibt es die neuen Sequenzen nur in der Meisterliga, der "Werde zur Legende"-Modus bleibt dagegen staubtrocken. Auch manche Modi-Reform, etwa dass der Konditionsverlust nicht immer so enorm ausfällt und selbst Keeper nach ein paar englischen Wochen urlaubsreif sind, wäre mal nötig. Insgesamt wartet auf Konami bei den zentralen Spielmodi noch viel Arbeit.

Matchday? Ohne uns ...

Im Online-Bereich ist der Fortschritt ebenfalls überschaubar - oder geht gar in die falsche Richtung - wie beim neuen Modus Matchday. Den finden wir ehrlich gesagt ziemlich überflüssig. Man entscheidet sich darin für die "Heim"- oder "Auswärts"-Seite, wählt anschließend ein Team und spielt dann immer wieder das gleiche Derby, beziehungsweise einen Klassiker nach.

Dafür gibt es dann Belohnungen, zum Beispiel für MyClub. Letzteres hat uns noch am ehesten zum Spielen motiviert, generell ist das Ganze aber kein großer Wurf. In den altbekannten Modi sind die Änderungen, man ahnt es, eher geringfügig.

Die neue Variante „Matchday“ bringt die Online-Modi nicht wirklich voran. Dort werden Derbys und Klassiker nachgespielt, dafür gibt es ein paar Belohnungen. Die neue Variante „Matchday“ bringt die Online-Modi nicht wirklich voran. Dort werden Derbys und Klassiker nachgespielt, dafür gibt es ein paar Belohnungen.

Bei MyClub zum Beispiel gibt es teils neue Menüs oder kleine Anpassungen der Spielmechanik, so wurde zum Beispiel das Level-System verändert. Neu verpflichtete Spieler starten nun immer auf Stufe eins, haben bereits respektable Stärken und können dann weiter aufgewertet werden.

Es passiert also nicht, wie im Vorgänger, dass man einen Pogba aus der Verlosung zieht, der mit einer Gesamtstärke unter 80 aufläuft, bis man ihn gelevelt hat. Als neues Feature geht so etwas aber eigentlich nicht durch, bei einem Service-Game würde das im Rahmen eines normalen Patches geändert.

Der Kommentar bleibt das Sorgenkind

Technisch tritt Konami mit PES 2020 ebenfalls auf der Stelle. Die im letzten Jahr verbesserte Licht-Engine wurde noch einmal verfeinert, es gibt ein paar neue Animationen, die Spielergesichter sind noch detaillierter, das war es aber auch schon. Wobei das grafische Niveau insgesamt ziemlich hoch ist: Die Darstellung ist flüssig, Licht- und Wettereffekte sind hübsch und das Highlight sind die detaillierten Stadionmodelle.

Große Stimmung vor dem "Old Firm" in Glasgow. Der Einmarsch der Spieler wird großartig inszeniert. Besonders hübsch ist die Choreo im Hintergrund der Celtic-Fans. Große Stimmung vor dem "Old Firm" in Glasgow. Der Einmarsch der Spieler wird großartig inszeniert. Besonders hübsch ist die Choreo im Hintergrund der Celtic-Fans.

Deutlich schlechter sieht es beim Sound aus. Die Stadionkulisse ist noch okay, der Kommentar hat aber wieder deutliche Schwachstellen. Einige Aussagen sind krude formuliert und wirken unfreiwillig komisch, was aber noch Ansichtssache ist.

Manches aber ist schlicht falsch und schlecht programmiert. So schießen wir in der Meisterliga in einem europäischen K.o.-Hinspiel das wichtige zweite Auswärtstor zum 2:2, und vom Kommentatorenplatz heißt es: "Jetzt steht alles wieder auf null". Was für ein Unsinn! Aber zu den vielen Stärken und manchen Schwächen dieses insgesamt großartigen Fußballspiels gehört der verpatzte Kommentar ja traditionell dazu.

Offizielles Spiel der Euro 2020
Konami hat einen Lizenztrumpf in der Hinterhand: PES 2020 ist der offizielle Titel zur Fußball-Europameisterschaft, die nächstes Jahr quer über den Kontinent ausgetragen wird. Im Frühjahr 2020, so der aktuelle Stand der Dinge, wird es einen kostenlosen Download geben, der alle entsprechenden Lizenzen ins Spiel bringt - zum Beispiel Originaltrikots für alle Mannschaften.

eFootball PES 2020 - E3-Trailer mit Messi, Ronaldinho + Co. 3:50 eFootball PES 2020 - E3-Trailer mit Messi, Ronaldinho & Co.

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