Entwickler liebt die Tonfiguren seiner Frau so sehr, dass er 10 Jahre lang ein Videospiel mit ihnen baut - startet auf Steam direkt mit 90% positiven Wertungen

Wenn ihr auf der Suche nach schönen Pärchen-Aktivitäten seid: Warum nicht ein Videospiel zusammen machen? So oder so ähnlich könnte sich das dieses Ehepaar bei ihrem Cozy-Spiel gedacht haben.

Hier die Künstlerin mit ihren Figuren höchstselbst. (Bild: Instagram.comoddfauna) Hier die Künstlerin mit ihren Figuren höchstselbst. (Bild: Instagram.com/oddfauna)

Wenn in Videospielen etwas von Hand gebaut ist, ist das häufig eher bildlich gemeint, immerhin entstehen die meisten Arbeiten digital. Nicht so in diesem Fall, in dem ein Entwickler die Skulpturen seiner Ehefrau so sehr liebt, dass sie direkt in seinem Spiel landen.

"Die Ton-Skulpturen meiner Frau in ein Cozy-Spiel zu verwandeln, ist eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat"

Begonnen haben die Arbeiten am Cozy-Spiel OddFauna wohl bereits vor 10 Jahren, wie CliffCreates auf Reddit verrät. Der Entwickler wollte schon immer sein eigenes Videospiel machen und wurde von einem Gemälde seiner Ehefrau inspiriert.

Das zeigt eine riesige Kreatur mit kleinen Bestien auf dem Rücken und diente dann auch als Vorlage für die Cozy-Survival-Crafting-Sandbox. In den Worten von CliffCreates geht es darum, "Freundschaften zu schließen und euer TerraBeast zu einem Planeten heranwachsen zu lassen."

Hier könnt ihr euch das auch direkt im Trailer ansehen:

Video starten 1:07 OddFauna: Secret of the Terrabeast - Trailer zum niedlichen Cozy-Adventure

Das Gemälde war aber nicht die einzige Inspiration für das Spiel, seine Frau modelliert nämlich auch (wie wir finden verdammt niedliche!) Ton-Skulpturen. Und die landen sogar direkt im Spiel.

Dabei werden die Figuren von allen Seiten fotografiert, via Agisoft in 3D-Modelle umgewandelt und dann folgt mit Blender das Rigging und die Animationen. Zusammen mit dem Modellieren der Figuren dauert das natürlich. Insgesamt 10 Jahre hat das Duo jetzt am Spiel gearbeitet.

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Laut CliffCreates hat es sich aber gelohnt und sei eine: "Erfahrung, die mein Leben verändert hat". Natürlich hat er auch viel Lob für das künstlerische Talent seiner Frau im Gepäck, die von dem Ergebnis wohl auch überwältigt ist:

"Sie liebt es! Ich glaube, es ist eine surreale Erfahrung für sie. Sie kann jetzt herumlaufen und mit den Charakteren interagieren, die sie seit Jahren erschafft. Noch wilder ist es, wenn unsere Kleinen [Kinder] es spielen."

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Die ganze Arbeit scheint sich zumindest qualitativ auch gelohnt zu haben. Vor ein paar Wochen ist das Spiel frisch auf Steam im Early Access erschienen und steht aktuell bei 90 Prozent positiven Wertungen – auch wenn es mit insgesamt 71 Rezensionen noch wenig Aufmerksamkeit generiert hat.

Das scheint CliffCreates aber nicht groß zu stören. Der Entwickler plant schon jetzt neue Inhalte. Unter anderem will er neue Rezepte und Biome hinzufügen, vom Early Access-Geld Autoren engagieren, um die Story auszuarbeiten und die 1.0-Version dann sogar für Nintendo Switch veröffentlichen. Am liebsten würde er auch Koop hinzufügen – vorausgesetzt, dass das Geld reicht. Solange das der Fall ist, will er auf jeden Fall weiterentwickeln.


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