Wer als Kind auf die Frage nach dem Berufswunsch: "LEGO bauen", ruft, wird wahrscheinlich in den meisten Fällen erst mal belächelt. Denn obwohl Klemmbausteine ein spaßiger Zeitvertreib sind, dürfte es für viele Menschen schwer vorstellbar sein, wie sich mit solchen Bauwerken Geld verdienen lässt. Denn: In erster Linie braucht es dafür außergewöhnlich viel Können und Kreativität.
Das beweist Rene Hoffmeister. Er wird nämlich engagiert, riesige Skulpturen aus Klötzchen zu bauen – und hat außerdem ein ganz besonderes LEGO-Zertifikat, das keine andere Person in Deutschland bisher erhalten hat.
Rene Hoffmeister baut beruflich LEGO und ist ausgewiesener Experte
Mit LEGO fing es für Rene Hoffmeister an, wie vermutlich für ganz viele von euch: Mit fünf Jahren bekam er ein erstes Set geschenkt. Wahrscheinlich hätte damals noch niemand gedacht, dass damit sein beruflicher Pfad bereits vorgezeichnet war – nach eigener Aussage gab es daraufhin kaum mehr einen Tag ohne einen LEGO-Bau.
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Dann führte eines zum anderen: 1999 gründete der LEGO-Enthusiast 1000steine.de, eine Fan-Webseite, die sich zur größten in Deutschland entwickelte. Über diese wurde er irgendwann darauf angesprochen, ob er nicht ein großes Bauwerk für eine Messe erschaffen könne. Und das war dann der erste Auftrag von vielen.
Inzwischen ist daraus längst ein Unternehmen geworden, BrickFabrik in Niemegk, Brandenburg. Wie das riesige, gut sortierte Lager aussieht, könnt ihr euch im Videobeitrag des Tagesspiegels anschauen:
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Hoffmeister gehört mit seinem Unternehmen außerdem zu den wenigen LEGO® Certified Professionals (LCP) und ist der einzige Deutsche in der kleinen Expertengruppe, die auf der offiziellen Webseite vorgestellt werden. Zu den insgesamt 25 Personen gehören unter anderem Profis aus Kanada, Korea, Japan, China oder Norwegen.
Offiziell von LEGO zertifiziert werden nur Experten, die beruflich LEGO bauen. Um die Zertifizierung dann auch letztendlich zu erhalten, müssen diese dann nicht nur die Kriterien erfüllen, sondern auch im Land leben, in dem die LEGO-Niederlassung eben gerade einen LCP sucht.
Wer das geschafft hat, wird aber nicht automatisch kostenlos mit Klemmbausteinen für Aufträge versorgt. Die müssen immer noch selbst gekauft werden, allerdings hat Hoffmeister, wie er verrät, gute Konditionen – die auch nötig seien, damit das Ganze rentabel ist.
Natürlich schwingt ein gewisses Risiko mit, wenn ein kreatives Hobby zum Beruf wird. Schließlich kann es mit dem Spaß schnell vorbei sein, wenn Deadlines und finanzieller Druck im Nacken sitzen. Für Hoffmeister hat sich die Entscheidung aber offenbar als goldrichtig erwiesen.
Beneidet ihr Rene Hoffmeister um seinen Job oder trennt ihr Hobby und Beruf lieber komplett?
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