Neue Xbox-Chefin spricht aus, was wir alle denken: "Der Game Pass ist zu teuer" und plant jetzt wohl günstigere Modelle

Ein internes Memo zeigt, dass Microsoft selbst mit dem aktuellen Modell nicht mehr zufrieden ist.

Die neue XBox-Chifin Asha Sharma versucht aktuell ein paar Entscheidungen der letzten Jahre rückgängig zu machen. (Bild-Quelle: Microsoft) Die neue XBox-Chifin Asha Sharma versucht aktuell ein paar Entscheidungen der letzten Jahre rückgängig zu machen. (Bild-Quelle: Microsoft)

Der Xbox Game Pass galt lange als eines der stärksten Angebote im Gaming-Bereich. Doch die Änderungen am Preis im letzten Jahr haben den Bogen deutlich überspannt, sodass viele Spieler*innen gekündigt haben.

Nun scheint Microsoft zu reagieren und will das Angebot wieder attraktiver machen.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht

In einem internen Memo räumt Microsofts neue Gaming-Chefin Asha Sharma ein, dass der Dienst für viele Spieler inzwischen schlicht zu teuer geworden ist.

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In dem geleakten Schreiben, macht Sharma eine klare Ansage:

Kurzfristig ist der Game Pass für Spieler zu teuer geworden, deshalb brauchen wir ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Gleichzeitig betont sie, dass das aktuelle Modell ohnehin nicht das Ende der Entwicklung sei. Langfristig wolle Microsoft den Game Pass zu einem flexibleren System umbauen – ein Prozess, der allerdings Zeit brauche.

Was das konkret heißt, ist noch nicht bekannt. Denkbar wären neue Modelle für bestimmte Spielkategorien, etwa Action- oder Rollenspiele. Auch eine abgespeckte Version ohne Streaming wäre möglich. Eine generelle Preissenkung für die Ultimate-Version halten wir aber für unwahrscheinlich.

Schon lange kein Schnäppchen mehr

Erst im vergangenen Jahr hat Microsoft den Preis für Game Pass Ultimate deutlich erhöht.

In Deutschland kostet das Abo aktuell 26,99 Euro im Monat – ein spürbarer Sprung nach oben. In anderen Ländern sieht es ähnlich aus. Im Schnitt entspricht das einer Preiserhöhung von rund 50 Prozent.

Offiziell wurde das mit zusätzlichen Inhalten und Verbesserungen begründet. Doch intern scheint man sich bewusst zu sein, dass die Schmerzgrenze für viele Spieler erreicht ist.

Call of Duty als möglicher Preistreiber

Ein möglicher Grund für die steigenden Kosten dürfte die Integration großer Marken sein. Seit 2024 ist auch Call of Duty Teil des Game Pass – eine Entscheidung, die intern offenbar nicht unumstritten war.

Schon damals gab es Bedenken, dass ein solcher Schritt klassische Verkaufszahlen drücken könnte. Gerade bei einer Franchise, die fast garantiert ein Millionenseller ist.

Brancheninsider deuten nun an, dass Call of Duty langfristig wieder aus dem Abo verschwinden könnte. Das würde die Verkäufe ankurbeln und könnte die Preise des Game Pass wieder drücken.

Wie es konkret weitergeht, bleibt offen. Klar ist aber: Microsoft sucht aktuell nach einem Weg, den Game Pass wieder attraktiver zu machen, ohne dabei an Wert zu verlieren.

Nutzt ihr aktuell noch den Game Pass? Und wenn nicht: Was ist eure Schmerzgrenze, was er kosten dürfte?


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