Diese Meldung hatten wir zumindest nicht auf unserer Bingo-Karte: GameStop will eBay kaufen und hat bereits ein überraschend hohes Angebot unterbreitet. Die Videospiel-Handelskette, beziehungsweise CEO Ryan Cohen, machen außerdem deutlich, dass sie es mit der Übernahme äußerst ernst meinen.
GameStop macht eBay ein Angebot in Höhe von 56 Milliarden US-Dollar
Dass es Übernahmepläne gibt, wurde bereits am Wochenende bekannt, jetzt wurden neue Details zum Angebot im Gesamtwert von 56 Milliarden US-Dollar veröffentlicht.
Das Ungewöhnliche daran ist, dass GameStop das wesentlich kleinere Unternehmen ist, beziehungsweise laut Wall Street Journal bisher einen weit geringeren Wert hatte als eBay (via heise.de).
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So wird der Wert von eBay mit 46 Milliarden US-Dollar angegeben, der von GameStop aber nur mit 12 Milliarden. Da kommt natürlich sofort dei Frage auf: Wie kann sich die Handelskette das Ganze überhaupt leisten?
Die Antwort ist etwas kompliziert. 9,4 Milliarden soll GameStop direkt zur Verfügung haben, weitere 20 Milliarden stammen wohl aus einer zugesagten Finanzierung von Bank TD Securities. Das sind aber insgesamt erst mal "nur" knapp 30 Milliarden und beim Rest sieht es etwas vage aus.
Angeblich soll dieser aus eigenen Aktien finanziert werden, was aber dann einen ziemlich großen Wachstum in der Zukunft voraussetzen würde. Zunächst mal würde das wohl nur über Aktienverwässerung funktionieren. Daneben war auch von möglichen Staatsfonds aus Nahost die Rede (via spiegel.de).
Das Angebot von GameStop beläuft sich auf 125 Dollar pro Aktie. Das würde dann ganze 20 Prozent über dem Schlusskurs vom letzten Freitag liegen, wie der Spiegel berichtet.
CEO Ryan Cohen, der für den Umbruch bei GameStop verantwortlich war, treibt die Sache voran
Cohen hat erklärt, falls die Unternehmensleitung von eBay das Angebot ausschlagen solle, werde man mit dem Deal an die Aktionäre herantreten. Bislang gibt es aber noch keinen öffentlichen Kommentar dazu. Der GameStop CEO plant nach eigener Aussage, Amazon mit der Auktionsplattform stärkere Konkurrenz zu machen.
Cohen ist seit 2023 an der Spitze von GameStop, nachdem er den Haustier-Onlinehändler Chewy mitbegründet hatte. Unter seiner Leitung wurden nach und nach innerhalb von rund zwei Jahren alle deutschen GameStop-Fillialen geschlossen, was zum Teil mit den Schwierigkeiten während der Corona-Pandemie zu tun hatte.
Der Fokus der Handelskette verschob sich daraufhin auf den US-Markt und Produkte wie Sammelkarten, die auch bei eBay eine große Rolle spielen.
Was sagt ihr zu dieser Neuigkeit, beziehungsweise wie überrascht wart ihr davon?
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