Sie waren damals bei Kids beliebt und heute noch freuen sich Sammelwütige, wenn sie eines der Teile in die Finger bekommen: das Garfield-Telefon. Diese Kuriosität aus den 80ern landete aber auch haufenweise an einem Ort, an dem sie eher unerwünscht war, nämlich an der französischen Küste.
Dort wurden 35 Jahre lang – teilweise äußerst ramponierte – Teile der Cartoon-Telefone angeschwemmt. Bis eine Gruppe engagierter Leute endlich herausfand, wo die eigentlich herkommen.
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Das Garfield-Telefon-Mysterium konnte erst nach über drei Jahrzehenten aufgeklärt werden
Die seltsamen Funde häuften sich seit den 80er-Jahren in der französischen Bretagne, genauer gesagt an der Iroise-Küste im Départment Finistère. Eigentlich sind die kultigen Garfield-Telefone ja sehr putzig, aber die ausgebleichten Plastik-Kastenköpfe mit leeren Augenhöhlen oder Körperteile, die Personen hier regelmäßig fanden, hatten doch etwas von einem Horrorfilm.
Viele Jahre nach dem Beginn der Funde hatte sich eine Aktivistengruppe, die sich unter anderem gegen die Meeresverschmutzung einsetzt, zum Ziel gesetzt, den Ursprung der mysteriösen "Garfield-Seuche" zu finden. Die Gruppe namens Ar Vilantsou nutzte den Plastikkater auch medienwirksam als Symbol für das Umweltproblem.
Erst im Jahr 2019 konnte aber bewiesen werden, was jahrelang nur eine Vermutung war: Die entlaufenen Katzentelefone stammten von einem verlorengegangenen Schiffscontainer (via BBC). Den aufzuspüren, war gar nicht so einfach. Er befand sich nämlich in einer Meereshöhle, die nur bei Niedrigwasser überhaupt erreichbar ist. Das wiederum klingt dann ein wenig nach einem Schatzsucher-Streifen.
Und die Erkundung war wohl auch ähnlich abenteurlich wie ein solcher. Die involvierten Personen mussten über rutschiges Gestein klettern, um schließlich den ramponierten Container in einer Felsspalte zu entdecken.
Der Behälter war zu diesem Zeitpunkt schon zum Großteil geleert, trotzdem wurde der Trupp dort auch gleich wieder von Garfield begrüßt. Die hier gefundenen Telefone waren außerdem in wesentlich besserem Zustand als diejenigen, die bereits eine Odyssee bis zur Küste hinter sich hatten.
Statt Piratengold gab es bei dieser Schatzsuche also immerhin die Antwort auf eine jahrelang im Raum stehende Frage. Die ersten Telefone waren tatsächlich auch nach einem schweren Sturm an Land geschwemmt worden.
Eine ganz ähnliche Geschichte steckt auch hinter dem LEGO-Strand an der englischen Küste, die wir oben für euch verlinkt haben. Beide Storys sind gleichzeitig sehr kurios, aber auch eine mahnende Erinnerung daran, wie hartnäckig sich Dinge im Meer halten, die da nicht hingehören. Und die stellen eben immer eine Gefahr für Tiere und Umwelt dar – so witzig eine unerwartete Begegnung mit Garfield am Strand auch ist.
Nicht nur am Strand: Die kultigen Retro-Teile werden auch noch, meist in gebrauchtem Zustand, auf Plattformen wie eBay angeboten. Das obige Bild hat beispielsweise ein Reddit-User gepostet, der sich freute, ein eigenes ergattert zu haben.
Habt ihr schon mal von der Geschichte gehört und was war bislang euer kuriosester Strandfund?
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