Dass an Stränden so ziemlich alles von kleinen Schätzen bis hin zu jeder Menge Müll angespült werden kann, dürfte den meisten von uns bekannt sein. An einem speziellen Strand in Cornwall sind aber ganz spezielle Funde an der Tagesordnung: Säbel, Schwimmflossen oder bunte Blüten – und alles aus LEGO. Schuld daran ist ein Ereignis vor knapp 30 Jahren.
Für die große Menge an LEGO-Funden gibt es eine einfache Erklärung
Unter anderem widmet sich der TikTok-Account legobeachfinds dem Thema und zeigt immer neue Stücke, die während Spaziergängen regelmäßig auftauchen. Das Erstaunliche daran: Die kleinen Plastikteilchen stammen von einem Container, der bereits im Jahr 1997 im Meer gelandet ist.
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Ein Schiff namens Tokio Express wurde damals von einer gigantischen Welle getroffen, die es gleich zweimal in extreme Schräglage gebracht hat. Dabei gingen mehr als 60 Container über Bord, unter ihnen eben auch einer mit LEGO-Fracht, die eigentlich in New York hätte landen sollen.
Das Containerschiff befand sich damals über 30 Kilometer von der Küste entfernt. Dass die Kleinteile aber ihren Weg an den Strand gefunden haben, ist kaum verwunderlich. Ein Experte erklärte der BBC, dass die kleinen Plastikteile über die Jahre theoretisch rund um die Welt verteilt sein dürften. In nur drei Jahren hätten sie theoretisch Florida erreichen können. Der Beweis blieb aber noch aus.
Drachen, Schwimmflossen und Blumen: Ortsansässige sind immer auf LEGO-Jagd
Dafür ist die Suche nach LEGO in Cornwall (England) fast schon eine Art Sport für die Ansässigen. Der "Heilige Grahl" ist es, einen Oktopus oder Drachen zu finden. Solche Funde wurden anscheinend früher sogar von lokalen Kids am Strand verkauft.
Hier könnt ihr euch bei legobeachfinds auch einen Eindruck von den eher alltäglicheren Funden verschaffen:
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Ein seltsamer Zufall ist auch, dass unter den verlorenen Gütern einiges an LEGO mit maritimem Thema ist, beispielsweise über 400.000 Schwimmflossen. Häufig werden aber auch welche der rund 350.000 Blüten in den Farben Weiß, Rot und Gelb gefunden. Insgesamt gingen knapp fünf Millionen Teilchen verloren.
Klingt erst mal witzig, ist aber eigentlich ein ernstes Thema: Einerseits ist der LEGO-Strand ein spannendes Kuriosum, an dem es immer etwas zu entdecken gibt – und sicherlich ist das auch mehr Grund zur Freude als bei üblichem Plastikmüll; andererseits hat natürlich alles, was im Meer landet, Folgen für das empfindliche Ökosystem.
Nun handelt es sich in diesem Fall nicht um mutwillig entsorgte Kunststoffteile, trotzdem zeigen die aktuellen Funde, wie lange und hartnäckig die Dinge im Ozean bleiben, Meerestieren Schaden zufügen können und auch immer wieder am Strand landen. Auch daran kann der besondere Küstenabschnitt also erinnern.
Wusstet ihr von dem Vorfall und habt schon mal vom LEGO-Strand gehört? Oder wart ihr vielleicht sogar schon einmal dort?
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