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Seite 3: Gears of War 2 im Test - Review für Xbox 360

Atemlose Hetzjagd

Trotz fantastischer Wertungen und einer riesigen Fangemeinde hatte der Vorgänger ein massives Problem. Die ausufernden Feuergefechte mit den Locust waren einfach zu statisch, echte Abwechslung (abgesehen von einer schwachsinnigen Fahrzeugsequenz, in der Gegner mit einem Scheinwerfer ins Nirwana geleuchtet werden mussten) war Mangelware. Diese Schwächen haben sich die Entwickler bei Epic zur Brust genommen und konsequent ausgemerzt. Anstatt euch lediglich durch zerbombte Städte und Höhlensysteme zu lotsen, wird Abwechslung dieses Mal groß geschrieben. Ihr besucht verschlafene Bergdörfer, kämpft euch durch die Ruinen untergegangener Kulturen, glitscht durch die Eingeweide eines rätselhaften Ungetümes oder schlittert mit einem Panzer über zugefrorene Seen. Um den Kämpfen einen würdigen Rahmen zu verleihen, haben die Entwickler tief in die Ideenkiste gegriffen. Ihr liefert euch Gefechte auf nebeneinanderschwimmenden Schiffen, kapert gewaltige Seilbahnen oder verteidigt durch die Gegend stapfende Grind-Lift-Abschussbasen gegen Mörserfeuer und fliegende Ungetüme. In einigen Spielabschnitten seid ihr gezwungen, euer Team aufzuteilen und euch für einen von zwei möglichen Wegen zu entscheiden. Während ein Teil eures Teams sich zum Beispiel durch die Innenhöfe einer Stadt kämpft, schlachtet sich Marcus gleichzeitig über die Dächer, um seinen Kollegen von oben Feuerschutz zu geben. Damit die Spannung auf einem Konstant hohen Niveau bleibt, werfen euch die Locust alles entgegen, was ihre Brutkammern hergeben.

Neben normalen Fußsoldaten bekommt ihr es mit den spinnenähnlichen »Corpsern« zu tun, legt euch mit riesigen »Brumacks« an oder ballert den mächtigen »Boomern« ihre Helme vom Schädel. Zusätzlich zu den aus den Vorgängern bekannten Wesen bekommt ihr es natürlich auch mit neuen Kreaturen wie den Zecken oder den widerlichen Zucht-Locust zu tun. Die wenigen Endgegnerkämpfe sind im Vergleich zum Vorgänger deutlich anspruchsvoller und derart bombastisch inszeniert, dass euch ein ums andere Mal die Kinnlade herunterklappen wird. Fast schon charmant sind die kleinen Ausflüge, die Gears of War ins Action-Adventure-Genre unternimmt. Immer wieder wird der Spielablauf von kleinen Sequenzen aufgelockert, in denen ihr herabfallenden Säulen oder den mahlenden Kiefern eines Monsters entkommen müsst.

Einfach: Wow!

In Bezug auf Technik und Art Direction ist Gears of War 2 ein absolutes Meisterwerk. Da die Areale relativ klein geraten sind, haben die Entwickler jedes noch so feine Detail auf Hochglanz poliert. Hervorragende Texturen und schöne Effekte verleihen der Welt von Gears of War 2 eine beeindruckende Lebendigkeit. Wirbelnde Schneeflocken tanzen zur Erde, Funkenflug erhellt düstere Höhlen. Feucht glänzende Oberflächen, an denen Wasser oder Schleim hinabläuft, jagen euch kleine Ekelschauer über den Rücken. An einigen Stellen werdet ihr Zeuge, wie ganze Städte in ihr Verderben rutschen, riesige Gebäude zusammenstürzen oder gewaltige Galeeren in Flammen aufgehen.

Die Hauptdarsteller stehen dieser Pracht in nichts nach. Marcus und seine Kumpanen sind hervorragend animiert, kleine Details wie herumwippende Schulterpolster oder am Gürtel baumelnde Taschen sorgen für zusätzliche Lebendigkeit. Seltene Ruckler während der Fahrzeugsequenzen und Tearing fallen bei der optischen Pracht des Titels nicht weiter ins Gewicht. Beim Sound macht Gears of War 2 ebenfalls keine Gefangenen. Bombastische Orchesterrhythmen treiben euch im Kampf nach vorn, leise Streicherpassagen untermalen die eher gefühlvollen (!) Momente, und die wummernde Soundcodierung versetzt euch mitten ins Geschehen. Im Vergleich zum Vorgänger nimmt sich Gears of War 2 selbst nicht mehr ganz so ernst, was sich nicht nur an den flockigen Sprüchen der Hauptdarsteller zeigt, sondern auch im Spiel selbst, zum Beispiel dann, wenn der Gore-Faktor in fast schon absurde Höhen getrieben wird und bis zu den Hüften in Blut watet.

3 von 3


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