Die Multiplayer-Modi: Versus
Mehrspieler-Modi waren stets ein wichtiger Teil von Gears of War-Spielen und das ist bei E-Day nicht anders. Eine Säule davon auch dieses Mal der Versus-Modus, der auf 4v4-Gefechte setzt. Und hier sind meine Eindrücke aus meinen ersten Partien ziemlich positiv. Die Matches haben einen guten Flow, auch dank der neuen Sprung- und Rutsch-Bewegungsmanöver.
Das berühmt-berüchtige Wallbouncing – also das schnelle hin- und herbewegen zwischen Deckungen, das vor allem ambitionierte Spieler*innen nutzen, wurde dagegen etwas entschärft. Deckungen und deren Nutzung bleiben aber natürlich ein wichtiger Faktor in den Matches.
Auch die bislang verfügbaren Karten haben mir gut gefallen. Sechs gibt es insgesamt, darunter etwa ein altes Kriegsschiff, ein verlassenes Militärlager und das Polizeirevier von Kalona. Es dauert zwar ein bisschen, bis man alle Routen und zentralen Punkte der Karten verinnerlicht hat, danach flutschen die Partien aber wunderbar. Die Map-Anzahl ist noch überschaubar, The Coalition hat aber bereits angekündigt, zukünftig weitere kostenlos nachliefern zu wollen.
Dringenden Nachschub benötigt meiner Meinung nach auch die Modus-Auswahl, denn die ist mit insgesamt vier Spielvarianten noch sehr überschaubar. Etwas ausgefallenes ist nicht dabei, es gibt unter anderem das klassische Team Deathmatch, eine King- of-the-Hill-Variante (Conquest), in der Zonen gehalten werden müssen und zudem einen Bomben-Modus, bei dem beide Teams eine neutrale Bombe beim jeweiligen Gegner hochgehen lassen müssen.
Die Modi funktionieren alle sehr gut, allerdings hatte ich mich an den Varianten schon nach kurzer Zeit satt gespielt. Keine Probleme gab es dagegen mit der Serverstabilität und Wartezeiten. Neue Matches waren im Nu gefunden, die Verbindungsqualität stets ordentlich.
12:52
Gears of War: E-Day - Test-Video zum Xbox-exklusiven Deckungs-Shooter
Mein Multiplayer-Highlight: Horde Siege
Der Versus-Multiplayer spielt sich im Vergleich zu früheren Gears-Spielen also recht klassisch, der Horde-Koop-Modus hat dagegen ein ordentliches Makeover bekommen. Denn statt immer stärker werdende Gegnerwellen wegzuballern, öffnet sich der "Horde Siege" genannte Modus nun deutlich mehr und erlaubt mehr Freiheiten.
Ihr werdet in einem von insgesamt drei Vierer-Trupps in einem offenen Areal ausgesetzt und müsst dort unterschiedliche Aufgaben und Nebenaufträge erfüllen, Gegner erledigen und anschließend fliehen. Grundsätzlich habe ich Horde Siege dabei als ziemlich chaotisch, aber auch sehr dynamisch und spaßig wahrgenommen.
Denn auf den Maps passieren hin und wieder unvorhergesehene Dinge, beispielsweise tauchen dicke Gegner wie Corpser auf und man verbündet sich spontan mit einem Gears-Trupp, um diese zu bekämpfen. Die Missionsziele spielen sich dagegen deutlich klassischer, beispielsweise gilt es, eine RIG-Apparatur gegen anstürmende zu verteidigen. Gerade in einer eingespielten Vierertruppe macht das allerdings immens viel Laune.
Motivation gibts zudem durch die vier unterschiedlichen Charakterklassen, etwa den Assault oder den Scharfschützen. Die haben jeweils unterschiedliche Bewaffnungen und auch Fähigkeiten, die sich mit Stufenaufstiegen nach und nach verbessern lassen – ebenso wie die unterschiedlichen Knarren. Anders als in der Kampagne habe ich das als sehr gewinnbringend empfunden und nach einem Stufenaufstieg konnte ich es kaum erwarten, meinen Charakter mit den neuen Goodies auszustatten.
Durch das Zusammenspiel vom spaßigen Kern-Gameplay, den unterschiedlichen Aufgaben und den Charakterklassen entsteht ein sehr launiger und auch motivierender Mix, der Horde Siege bei der Testphase zu meinem absoluten Multiplayer-Highlight gemacht hat. Ich gebe allerdings auch zu: der klassische Horde-Wellenmodus fehlt mir trotzdem und es ist schade, dass The Coalition diesen nicht zumindest als zusätzliche Option eingebaut hat.
Ihr seht also: Gears of War: E-Day hat nicht nur in der Kampagne, sondern auch im Multiplayer einiges zu bieten und ist damit ein rundum gelungenes Action-Paket, an dem ihr lange Freude haben könnt.
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