Fazit: Gears of War: E-Day im Test - Ein fulminantes Action-Spektakel, bei dem eine Sache wirklich stört

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Fazit der Redaktion

Tobias Veltin

Beim Test von Gears of War: E-Day musste ich immer wieder an das Sprichwort "Schuster, bleib bei deinen Leisten" denken. Das neue Gears zeigt das nämlich sowohl in positiver wie auch negativer Hinsicht. In den linearen und komplett durchinszenierten Kapiteln – die glücklicherweise in der Überzahl sind – flutscht die Duck-and-Cover-Mechanik so hervorragend wie eh und je. Diese Kernkompetenz hat sich auch bei E-Day noch nicht abgenutzt, sondern wird vielmehr noch etwas feingeschliffen.

Sobald E-Day diesen Bereich verlässt, wird es allerdings etwas holpriger. In den offen angelegten Gebieten gibt es den ein oder anderen Hänger, was dem Spiel meiner Meinung nach eher schadet als nützt. Die leichten RPG-Elemente mit den Waffenmods sind zudem nett, ich hätte aber lieber ein größeres Arsenal von Wummen gehabt, statt meine Knarren zu modifizieren. Das ist aber natürlich persönlicher Geschmack und dem Spiel kommt zugute, dass Nebenaufgaben und die Suche nach Mods optional sind – und der Großteil das ist, was die Gears-Serie schon immer ausgezeichnet hat.

Und das ist auch in diesem Teil fast schon filmreif präsentierte Action mit einer Prise Horror, knurrigen Soldaten, kernigen Gefechten und viel Gore. Wer das schon vorher nicht mochte, wird sicherlich auch von E-Day nicht bekehrt werden. Allen anderen kann ich dieses Action-Spektakel hingegen nur wärmstens ans Herz legen.

Dennis Müller

E-Day ist als Vorgeschichte zu Gears of War tatsächlich mein erstes Spiel der Reihe, daher gibt’s von mir die laienhafte Perspektive eines niederen Rekruten, um im Gears-Sprech zu bleiben. 

Zunächst das Positive: E-Day hat mich dank mächtig schicker Cutscenes und seiner generell hervorragenden optischen Präsentation direkt angefixt. Fenix und Santiago werden nachvollziehbar eingeführt und die Sprüche der beiden… man muss den rotzig-umgangssprachlichen Sprech natürlich mögen. Als Gothic-Fan hab ich mich aber wie zu Hause gefühlt.

Ebenfalls erste Güteklasse ist das Gunplay. Mit der Breechshot einer Drohne aus 30 Metern Entfernung zu schmatzigen Soundeffekten die Rübe vom Torso zu schießen, das bockt auch noch nach vielen Stunden. Gerade zu Beginn musste ich mich allerdings an die ab und an etwas fummelige Cover-Mechanik gewöhnen. 

Das größte Manko der Kampagne, und hier bin ich voll und ganz bei Tobi, sind die offenen Areale. E-Day wäre ein klar besseres Spiel, hätten The Coalition dem unsäglichen Gigantismus-Trend widerstanden.

In seinen linearen Momenten erwartet euch hier (gerade im Koop) ein erstklassiger Cover-Shooter mit tollen epischen Setpieces und coolen Bossen – dazwischen aber auch einiges an Leerlauf, den es für meinen Geschmack nicht gebraucht hätte.

3 von 3



Kommentare(7)
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