Glücksspiel-Skandal - Streamer 'Phantomlord' ist zurück & will jetzt Twitch verklagen

Weil er seit über 600 Tagen gesperrt ist, verklagt der CS:GO-Streamer James 'Phantomlord' Varga jetzt Twitch. Die Streaming-Plattform soll seine Einnahme-Ausfälle erstatten.

von David Molke,
20.02.2018 11:42 Uhr

Der Streamer, der jetzt Twitch verklagt, wurde gesperrt, weil er eine Glücksspielseite zu Counter-Strike: Global Offensive betrieben und mit gefakten Videos beworben hatte, ohne das kenntlich zu machen.Der Streamer, der jetzt Twitch verklagt, wurde gesperrt, weil er eine Glücksspielseite zu Counter-Strike: Global Offensive betrieben und mit gefakten Videos beworben hatte, ohne das kenntlich zu machen.

Twitch soll ihm die verpassten Einnahmen der letzten 600 Tage bezahlen: Der ehemals hauptberufliche CS:GO- und LoL-Streamer James 'Phatomlord' Varga verklagt die Plattform Twitch, weil sie ihn gesperrt hat. Die Betreiber hätten ihn nicht richtig informiert und sich nicht an ihre eigenen Regeln gehalten. Dass der Streamer genau diese Regeln selbst vorher bereits mehrfach gebrochen hat und genau deswegen von Twitch gesperrt wurde, scheint für ihn dabei keine Rolle zu spielen. (via Polygon)

Was dem Streamer zur Last gelegt wird

James 'Phantomlord' Varga hat offenbar die Glücksspiel-Seite CSGOShuffle betrieben, auf der mit und um CS:GO-Skins gewettet werden konnte, die teilweise sehr viel Geld wert sind. Diese Seite wurde von dem Streamer über Twitch beworben, aber ohne kenntlich zu machen, dass er mit ihr in Verbindung steht. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, sollen die Wetten auch noch zu seinen Gunsten manipuliert gewesen sein, die in dem Werbevideo zu sehen waren. Außerdem soll 'Phantomlord' mit Hilfe von Bots auch seine Zuschauerzahlen gefälscht haben.

Rechtliche Lage sollte eigentlich klar sein

Nachdem Valve damals deutlich gemacht hatte, dass die diversen Glücksspielseiten rund um CS:GO gegen die Nutzungsbedingungen von Steam verstoßen, war die Sache für Twitch relativ einfach: Das Unternehmen veröffentlichte ein Statement, in dem daran erinnert wurde, dass es verboten ist, Inhalte zu streamen, die gegen die Bestimmungen Dritter verstoßen. Zum Beispiel derartige Glücksspielseiten, das Spielen von Raubkopien oder das Benutzen inoffizieller, nicht autorisierter Server.

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'Phantomlord' wirft Twitch Vertragsbruch vor

Es wirkt einigermaßen ironisch, dass der Streamer James 'Phantomlord' Varga jetzt Twitch verklagt, weil sich das Unternehmen nicht an die Vertragsbestimmungen gehalten haben soll. Zur Beendigung des Vertrages mit 'Phantomlord' hätte Twitch eine schriftliche Erklärung abgeben müssen, was nie geschehen sei.

Die Repräsentanten von Twitch hätten nur ungenaue und sich widersprechende Angaben dazu gemacht, was er Streamen dürfe und was nicht, weshalb das Ende des Vertrags illegal gewesen sei. Dass das alles eigentlich glasklar in den Nutzungsbedingungen für Twitch geregelt ist, scheint 'Phantomlord' nicht zu interessieren.

Was haltet ihr von der Angelegenheit? Wie schätzt ihr die Chancen der Klage ein?

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