Ihr habt entschieden - Diese Features braucht eine PlayStation 5

Spiele in nativen 4K und 60 Bildern pro Sekunde, Abwärtskompatibilität zur PS4 oder Cross-Play zwischen PSN & Xbox Live - diese Features wünscht ihr euch von einer möglichen PS5.

von Tim Hödl,
23.05.2017 18:15 Uhr

PlayStation 5 - Was braucht ein PS4 Pro-Nachfolger? PlayStation 5 - Was braucht ein PS4 Pro-Nachfolger?

Vor wenigen Wochen gab der zuverlässige Branchenanalyst Damian Thong die Prognose ab, dass Sony schon 2018 eine Next-Gen-PlayStation veröffentlichen werde. Wir nahmen diese Meldung zum Anlass, um euch zu fragen, was eine mögliche PS5 braucht. Die Antworten stellen wir euch nun vor.

4K & 60FPS - Die PS5 als Konkurrenz zur Xbox Scorpio

41 Prozent der knapp 3000 Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass eine Next-Gen-PlayStation Spiele in nativer 4K-Auflösung und 60 Bildern pro Sekunde darstellen muss. Läge der Fokus der Konsole hierauf, wäre sie ein klares Konkurrenzprodukt zur Xbox Scorpio. Microsofts kommendes Xbox-One-Familienmitglied wirbt damit, ab dem Weihnachtsgeschäft 2017 "echtes 4K-Gaming" zu bieten.

Ob die Xbox Scorpio diesem Anspruch gerecht wird, bleibt abzuwarten. Laut des PlayStation-Architekten Mark Cerny bräuchte es eine Grafikleistung von 8 Teraflops für natives 4K-Gaming, die Xbox Scorpio kommt auf 6 Teraflops. In diesem Zusammenhang spannend: Die Hardware-Experten von Digital Foundry beschäftigten sich kürzlich mit der Frage, wie die Hardware-Specs einer Next-Gen-PlayStation wohl aussehen würden, sollte sie wirklich 2018 auf den Markt kommen. Ihrer Analyse zufolge könnte der Grafikchip einer solchen Konsole eine Leistung von 8 Teraflops erreichen.

Mehr:Xbox Scorpio - Hardware der 4K-Konsole analysiert

Allerdings gibt es auch Leser, die sich zwar eine leistungsstarke PS5 wünschen, mit der neu hinzugekommenen Leistung aber andere Aspekte als die Optik verbessern würden. So schreibt etwa der User Teddy:

"Die PS5 bräuchte einfach nur die Power für unverbrauchte Spielkonzepte und konzeptionelle Erweiterung der alten. Zum Beispiel bessere KI bei NPCs, Gegner, die sich auf die eigene Spielweise einstellen und dadurch nonlineare Spielverläufe! Technische Protzerei ist doch gar nicht so wichtig."

Auf Platz 2 - Die Abwärtskompatibilität zur PS4

Für 32 Prozent der Umfrageteilnehmer spielt hingegen eine Abwärtskompatibilität zur PS4 die wichtigste Rolle, wobei in den Kommentaren auch der Wunsche nach einer Abwärtskompatibilität zur PS3 oder PS2 aufkommt. Auch hier würde Sony mit Microsoft gleichziehen, denn seit dem Herbst 2015 können Xbox-One-Besitzer Xbox-360-Titel auf ihrer Konsole spielen - inzwischen unterstützt das Backward Compatibility-Programm über 300 Spiele.

Doch selbst wenn Sony eine PS5 abwärtskompatibel zu älteren Konsolenmodellen machen sollte, bedeutet dies im Umkehrschluss nicht zwangsläufig, dass etwa all eure PS2-Lieblinge zurückkehren. So erklärte ein Xbox-Manager im März 2017, wie viel Aufwand nötig sein kann, um einen Xbox 360-Titel ins Backward Compatibility-Programm aufzunehmen. Unter anderem führen veraltete Verträge zu großen Problemen, da man mitunter Lizenzvereinbarungen nachverhandeln müsse.

Eure übrigen Wünsche an die Next-Gen-PlayStation

Die anderen Antwortmöglichkeiten unserer Umfrage stießen bei euch auf weitaus weniger Resonanz. 7 Prozent der Teilnehmer wollen einen 4K Blu-ray Player, 6 Prozent hoffen wiederum darauf, dass Sony bei einer möglichen PS5 sein VR-Headset PlayStation VR stärker in den Mittelpunkt rückt.

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Dieser Wunsch könnte sich bereits in naher Zukunft erfüllen. Wie Sony gegenüber Investoren vermeldete, bestehe eines der Ziele für das laufende Geschäftsjahr darin, PS VR als Spiele- und Entertainment-System auszubauen. Dazu will der Konzern unter anderem das Spiele-Lineup und die Kompatibilität zur PS4 Pro verbessern. Weitaus schlechter sehen dafür die Zukunftsprognosen von Platz 5 aus, der Einführung von Cross-Network-Play zwischen PSN und Xbox Live. Im März 2016 wagte Microsoft in dieser Angelegenheit einen Vorstoß und öffnete Xbox Live auch für andere Netzwerke. Sony reagierte darauf allerdings sehr verhalten, wollte keine konkrete Aussage dazu treffen, ob man sich mit Microsoft zusammensetzen werde. Und so spielen PS4- und Xbox One-Besitzer bis heute getrennt voneinander. Der Gaijin-CEO Anton Yudintsev bezeichnete Cross-Platform-Gaming zwischen zwei Konsolen kürzlich sogar als "schlicht unmöglich".

Eigentlich schade.

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