Es ist fast so, als würde gerade ein Vorhang vor einer Kino-Leinwand aufgehen: Der Tech-Riese Lenovo hat das Konzept eines Laptops gezeigt, der einen OLED-Bildschirm zu den Seiten hin per Knopfdruck breiter macht. Das sieht nicht nur verdammt cool aus, sondern hat auch einen richtig praktischen Nutzen.
Breiteres Display innerhalb von Sekunden
Die in Las Vegas abgehaltene Consumer Electronics Expo (CES) ist gerade in vollem Gange und eine der interessantesten Technikinnovationen ist wohl dieser Laptop von Lenovo. Drückt ihr nämlich eine bestimmte Taste, wird der Bildschirm wie von Zauberhand von 16 Zoll auf bis zu 24 Zoll vergrößert:
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Da der Effekt so außergewöhnlich aussieht, wird er von Usern auf Reddit beispielsweise mit Magie verglichen. Zumindest zeigen sich viele erstaunt darüber, dass Technik mittlerweile so weit fortgeschritten ist, dass sie nicht mehr von Zauberei unterschieden werden könne.
Auch wenn es noch ein paar sichtbare Einschränkungen gibt: Die Windows-Oberfläche passt sich nicht automatisch an die "schmaleren" Einstellungen an, genau wie HUD-Elemente in Spielen, da immer das größtmögliche Bildverhältnis gilt.
So funktioniert der Bildschirm-Trick
Der Kniff hinter dem Lenovo-Laptop ist eigentlich ein recht simpler: Die OLED-Bauteile des Bildschirms wurden auf einem Untergrund aus flexiblen Kunststoff platziert, ähnlich wie bei einem faltbaren Handy.
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Ist das Display auf die Standardmaße von 16 Zoll eingestellt, liegen die Seiten des OLED-Panels aufgerollt hinten im Gehäuse des Laptop-Deckels, sind also nicht sichtbar. Wird nun die Taste zum Ausrollen drückt, fährt eine Führungsschiene nach außen und spannt das Display vollständig auf.
Ein ähnliches Konzept verfolgt Lenovo auch beim 14 Zoll-kleinen Thinkbook Plus G6 Rollable, das im Gegensatz zum Legion Go Rollable nach oben hin seinen Bildschirm vergrößert und auf diese Weise zwei übereinander gestapelte 16:9-Displays in einem vereint.
Die horizontale Vergrößerung des Legion Go Pro hat den Vorteil, dass die Laptop-Basis keine spezielle Technik für das flexible OLED-Display bieten muss, sondern nur der Deckel. Das könnte für einen niedrigeren Preis sorgen, denn aufgepasst: Das vertikal aufrollende Thinkbook kostet rund 4.000 Euro.
Das Thinkbook hat hingegen den Vorteil, eine ganze Spur schmaler als der Legion Pro Rollable zu sein. Der soll laut erster Berichte nämlich gar nicht mal so leicht ausfallen und der Bildschirmdeckel ist wohl auch ziemlich dick.
Da der Legion Pro Rollable aber primär für Spieler*innen gedacht ist, die damit kaum unterwegs zocken werden, ist das Gewicht und die Klobigkeit wohl verschmerzbar. Bislang handelt es sich aber nur um ein Konzept. Dementsprechend fehlt eine Preisangabe, genau wie ein mögliches Release-Datum und die genauen Spezifikationen. Es wurde lediglich bestätigt, dass eine 5090 Mobile-GPU im CES-Aussteller steckt.
Eines dürfte aber mal sicher seien: Der magische Laptop wird nicht allzu günstig. Sei es aufgrund des speziellen OLED-Screens oder auch der massiv gestiegenen RAM-Preise.
Was ist das ungewöhnlichste, das ihr jemals bei einem Laptop gesehen habt?
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