An einer polnischen Hochschule könnt ihr jetzt zu einem zertifizierten Manga-Zeichner werden - der Studiengang geht nur 1,5 Jahre

Eine Hochschule in Posen bietet einen Kurs an, der euch inhaltlich auf den Beruf des Mangakas vorbereitet - nach anderthalb Jahren gibt's ein offizielles Zertifikat.

Anderthalb Jahre - und dann zertifizierte*r Mangaka: Das verspricht eine Hochschule in Polen. (Bild: Collegium Da Vinci) Anderthalb Jahre - und dann zertifizierte*r Mangaka: Das verspricht eine Hochschule in Polen. (Bild: Collegium Da Vinci)

Wie wird man eigentlich Mangaka? Zumindest in Deutschland ist der Weg ziemlich simpel: Ihr habt eine Idee, ein Storyboard und bewerbt euch klassisch bei einem Verlag eurer Wahl als Mangazeichner*in. Eine echte Ausbildung gibt es nicht.

Eine Universität aus unserem Nachbarland Polen geht da einen anderen Weg: Das Collegium Da Vinci aus Posen hat einen waschechten "Manga und Popkultur"-Kurs eingeführt.

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Anderthalb Jahre für das Zertifikat

Der Mangakurs wird in Kooperation mit dem ebenfalls polnischen "Druga Era Fantasy Club" durchgeführt, der unter anderem für die Organisation der Pyrkon-Fan-Convention zuständig sind (via Gry-Online).

Im Gegensatz zum klassischen Studium fällt die Dauer des Mangakurses wesentlich kürzer aus: Rund anderthalb Jahre sieht die offizielle Webseite des Collegium Da Vinci für das Absolvieren vor, unterteilt in drei Semester.

Entsprechend handelt es sich hierbei auch um keinen Bachelor-Abschluss; stattdessen erhalten Absolvent*innen ein Zertifikat, dass sie als Manga-Spezialist*in ausweist.

Inhaltlich erwartet interessierten Teilnehmer*innen:

  • die Grundlagen und fortgeschrittene Techniken des Manga-Zeichnens
  • die Gestaltung von Charakteren und Welten, inspiriert von Manga- und Anime-Ästhetik
  • die Erstellung von Panels, Seitenaufbau und Comic-Erzählstrukturen
  • die Entwicklung eines eigenen Zeichenstils und Aufbaus eines künstlerischen Portfolios
  • die Verwendung traditioneller und digitaler Werkzeuge im Arbeitsprozess eines Zeichners
  • das Verständnis von Phänomenen der japanischen und globalen Popkultur (Manga, Anime, Games, Medien)
  • das bewusste Kombinieren künstlerischer Fähigkeiten mit kulturellem Wissen und Trends der zeitgenössischen Popkultur
  • die Grundlagen der japanischen Sprache

Nach dem Abschluss des Kurses sollen die Absolvent*innen aber nicht nur als Mangaka anfangen können: Das Collegium Da Vinci stellt auch Karrierewege als Grafikdesigner*in oder der generellen Kulturbranche in Aussicht.

Würdet ihr einen solchen Studiengang besuchen?


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