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Monster Hunter World: Iceborne im Test - Ein (fast) perfektes Gesamtpaket

Das Addon Iceborne bietet eine größere Herausforderung, mehr Inhalt sowie neue Spielelemente und Monster, erwartet von Veteranen aber ein bisschen Geduld.

von Elena Schulz,
04.09.2019 17:00 Uhr

Monster Hunter World: Iceborne - Testvideo 9:44 Monster Hunter World: Iceborne - Testvideo

Iceborne steht perfekt für den Spagat, den Capcom schon die ganze Zeit bei Monster Hunter World versucht: Der neuste Ableger soll Neulinge und Veteranen gleichermaßen glücklich machen. Beim Hauptprogramm lag der Fokus anfangs mit vielen Hilfen und einer flachen Lernkurve vor allem bei den Anfängern, was einige alte Hasen unterforderte und unzufrieden machte.

Mit Iceborne sind jetzt allerdings in erster Linie die Veteranen dran. Mit dem Meisterrang kommt der neue G-Rank ins Spiel und damit Monster, die noch stärker sind als die Exemplare auf dem hohen Jägerrang. Mit Meisterrang-Monstern, neuen Waffen und Rüstungen, einem zusätzlichen Gebiet und einer frischen Kampagne fühlt sich Iceborne damit fast schon wie ein komplett neues Monster Hunter an.

Allerdings will auch Iceborne Neulinge nicht vor den Kopf stoßen und setzt deshalb auf einen sanften Einstieg und mächtige Hilfen wie die Klammerklaue oder die Vitalitätswespen-Wiederbelebung. Im Test klären wir, ob Capcom damit jetzt Anfänger und Profis gleichermaßen überzeugen kann.

Willkommen im Winterwunderland

Kommen wir gleich zum neuen Gebiet: Die Raureif-Weite setzt komplett auf ein winterliches Ambiente. Es gibt Bereiche mit Tiefschnee, Eishöhlen, heiße Quellen, gefrorene Seen oder auch Orte, an denen man geschickt im richtigen Moment einen Erdrutsch auslösen kann. Wie alle Gebiete in Monster Hunter World ist der neue Bereich detailreich gestaltet. Überall begegnen uns nicht nur Monster, sondern auch kleinere Tiere wie Affen, die in den heißen Quellen baden, niedliche Pinguine oder eigenartige fliegende Schnecken unter dem Eis.

Revierkämpfe wirken authentisch und sind spektakulär inszeniert. Fulgur-Anjanath und Barioth gehen sich hier gleich an die Gurgel. Revierkämpfe wirken authentisch und sind spektakulär inszeniert. Fulgur-Anjanath und Barioth gehen sich hier gleich an die Gurgel.

Das lässt das neue Gebiet lebendig und atmosphärisch wirken. Trotzdem hätte man etwas mehr Abwechslung einbringen können, weil doch alles sehr Weiß in Weiß bleibt und nicht ganz so viel Wiedererkennungswert mitbringt wie die anderen Areale. Dafür öffnet es sich im Rahmen der Kampagne nach und nach, sodass es immer etwas Neues zu entdecken gibt.

Die Hauptstory dreht sich wie in Monster Hunter World um Veränderungen in der Umwelt. Der Drachenälteste Velkhana taucht plötzlich auf und bringt mit seinen Eiskräften das natürliche Gleichgewicht durcheinander. Monster beginnen auszuwandern, werden extrem aggressiv oder fallen seinem eisigen Atem zum Opfer und enden als Tiefkühlkost.

Wir wollen dem Phänomen auf den Grund gehen und errichten deshalb mit Seliana einen Stützpunkt im hohen Norden, der Heimat des Velkhana. Dort stellen wir uns dem Drachenältesten, um unser neues Zuhause zu beschützen und lüften ein noch größeres Geheimnis um ein mysteriöses Lied, das die Monster verändert und Erdbeben erzeugt.

Seliana ist ein neuer Hub in dem man komfortabel alle wichtigen Anlaufstellen wie Schmiede oder Kantine auf einer Ebene erreichen kann.Seliana ist ein neuer Hub in dem man komfortabel alle wichtigen Anlaufstellen wie Schmiede oder Kantine auf einer Ebene erreichen kann.

Die Geschichte ist schon wie bei Monster Hunter World mit epischen Zwischensequenzen inszeniert, in denen uns ein Monster nach dem anderen vorgestellt wird. Zwischendurch gibt es auch Dialoge mit bekannten Nebenfiguren aus Monster Hunter World wie der Wildexpertin, der Fährtenleserin oder den anderen Jägern.

Charakteren wie der Wildexpertin kann Iceborne etwas mehr Tiefe verleihen. Sie hat über ihren Großvater eine engere Verbindung zu Velkhana, was den Kampf für sie sehr persönlich macht. Sie wirkt dadurch deutlich emotionaler als im Hauptspiel. Geschichte und Figuren packen uns damit etwas mehr als im Hauptprogramm, insgesamt bleibt die Handlung aber immer noch eher eine Behelfs-Story, die uns von Kampf zu Kampf zu führt. Die Monster sind der eigentliche Grund, bei der Stange zu bleiben.

Neue Monster, alte Stärken

Die neuen Monster sind das Highlight von Iceborne. Die Erweiterung führt noch einmal rund 20 Stück ein, also fast so viele wie im Hauptspiel. Manche sind vollkommen neu wie der frostige Riesenhirsch Banbaro, andere wie den geflügelten Säbelzahntiger Barioth kennt man schon aus früheren Monster-Hunter-Ablegern. Neu sind auch einige Subspezies wie der Fulgur-Anjanath, der uns Blitz und Donner statt Feuer wie Kollege Anjanath zusetzt.

Monster Hunter World: Iceborne - Endlich: Die neuen Monster der Erweiterung 6:06 Monster Hunter World: Iceborne - Endlich: Die neuen Monster der Erweiterung

Gemeinsam mit Monster Hunter World bietet Iceborne hier eine gute Auswahl. Allerdings sind viele der neuen Monster nur Subspezies der alten Kreaturen. Die Kämpfe gegen sie fühlen sich zwar anders an, weil sie unterschiedliche Angriffe und Elemente mitbringen, ein paar mehr komplett neue Monster (und dafür lieber weniger insgesamt) wären aber spannender gewesen, weil man die grundlegende Kampftechnik bei den Subspezies dennoch bereits raushat.

Die Monster sind wie echte Lebewesen gestaltet. Sie verfügen über einen Lebensraum und Verhaltensmuster. Sie trinken wenn sie durstig sind, fressen wenn sie Hunger haben, und fechten authentisch wirkende Revierkämpfe untereinander aus. Dabei macht sie nicht nur ihr Design glaubhaft, das genau an ihre Umgebung angepasst ist. Auch die Animationen wirken extrem lebendig und helfen uns dabei, abzulesen, was das Monster als nächstes tun wird.

Kenne deinen Feind

Dieses Lesen des Verhaltens ist in Kämpfen extrem wichtig. Einfach draufzuhauen reicht hier nämlich nicht. Wie Bosse in anderen Spielen bringen die Monster spezielle Angriffsmuster mit, die wir tunlichst lernen sollten. Banbaro prescht zum Beispiel gerne nach vorne oder nimmt große Steine oder gar Bäume mit seinem Geweih auf. Die nutzt er als Rammbock oder wirft sie auf unseren Jäger. Diese Wucht und Reichweite müssen wir berücksichtigen - zum Beispiel, indem wir viel ausweichen und versuchen, hinter ihn zu gelangen.

Die Kämpfe machen einen Großteil von Iceborne aus. Wir starten wie gewohnt an der Questtafel oder bei der Wildexpertin eine neue Mission. Anschließend haben wir 50 Minuten Zeit, um ein Monster aufzuspüren und zu erlegen oder mithilfe einer Falle und Betäubungsbomben zu fangen.

Die Missionen von Iceborne führen uns nicht nur in die neuen Schneegebiete.Die Missionen von Iceborne führen uns nicht nur in die neuen Schneegebiete.

Soweit, so bekannt. Neu im Meisterrang ist aber, dass wir bessere Vorräte gestellt bekommen (Mega-Tränke statt normalen), die wir zuzüglich zu unserer eigenen Ausrüstung mitnehmen dürfen. Zudem sind die Monster entsprechend stärker. Sie halten mehr aus, verpassen uns wuchtigere Angriffe und verfügen teilweise sogar über neue Angriffsmuster - ein Meisterrang-Kulu-Ya-Ku setzt uns zum Beispiel mit explosiven Steinen zu statt mit einfachen Felsbrocken.

Jedes Monster bringt Stärken und Schwächen mit, nach denen wir uns richten müssen. Der oben erwähnte Banbaro verfügt beispielsweise über das Element Eis. Also ist es ratsam, mit einer Rüstung mit hoher Eisresistenz anzutreten, sowie einer Feuerwaffe, die Extra-Elementarschaden macht.

Trotzdem zu leicht?

Die Kämpfe funktionieren wie schon in Monster Hunter World sehr gut. Das Lernen der richtigen Technik, um ein Monster zu besiegen, motiviert immer wieder aufs Neue. Allerdings könnten Veteranen anfangs vom Meisterrang enttäuscht werden. Capcom achtet hier sehr darauf Spieler nicht zu verschrecken, die mit Jägerrang 16 geradewegs von der Hauptgeschichte von Monster Hunter World kommen. Die muss man nämlich abschließen, bevor sich Iceborne überhaupt starten lässt.

Viele Spieler, die seit Release im Januar 2017 dabei sind, stehen mittlerweile aber bei Jägerrang 100 oder höher. Für sie dürften die ersten Monster der Erweiterung noch ein Klacks sein. Erst im späteren Verlauf der Kampagne zieht der Schwierigkeitsgrad an, wenn wir uns den Drachenältesten im Meisterrang stellen müssen - ganz ähnlich wie es auch beim Hauptspiel der Fall war.

Man kann weiterhin im Koop mit bis zu vier Spielern spielen. Neu ist der Schwierigkeitsgrad für zwei Spieler, der die Jagd mit einem Freund angenehmer macht.Man kann weiterhin im Koop mit bis zu vier Spielern spielen. Neu ist der Schwierigkeitsgrad für zwei Spieler, der die Jagd mit einem Freund angenehmer macht.

Hinzu kommen weitere Hilfen, die den Einstieg in den Meisterrang erleichtern. Es gibt jetzt einen Schwierigkeitsgrad für zwei Spieler. Vorher wurde automatisch auf vier Spieler hochskaliert, sobald man den Koop gestartet hat. Verlässt ein Spieler die Jagdgruppe, schaltet die Schwierigkeit zudem automatisch herunter, statt wie früher gleich zu bleiben.

Der Koop-Modus funktioniert wie bei Monster Hunter World: Man kann mit bis zu vier Spielern eine Quest absolvieren, indem man während der Jagd ein SOS-Signal absendet (erst möglich, nachdem alle Zwischensequenzen gesehen wurden) oder eine Quest gemeinsam mit Freunden beitritt, wenn man in der gleichen Online-Sitzung ist. Der Koop-Modus ist wie immer eine praktische Hilfe, um ein schweres Monster deutlich einfacher zu machen. Die Schwierigkeit passt sich zwar vier Spielern an, das Monster muss seine Aufmerksamkeit aber teilen.

Eine neue Superwaffe

Einfacher wird das Spiel auch, wenn man den Palico-Gefährten dabei hat. Die KI-Katzen ersetzen Mitspieler, kämpfen mit und versorgen uns mit nützlichen Gadgets. Die leveln auf, je mehr wir sie benutzen. Besonders mächtig ist die Vitalitätswespen-Bombe, die uns kurzerhand wiederbelebt, wenn wir in Ohnmacht fallen. Normalerweise darf so ein Blackout pro Quest nur zweimal passieren, beim dritten Mal ist die Mission gescheitert. Durch das Werkzeug haben wir also einen Freischuss gut.

Das mächtigste neue Item ist aber die Klammerklaue. Sie verändert komplett wie wir kämpfen und macht viele Monster deutlich einfacher, sogar im Meisterrang. Wir können diese Schleuder auf der PS4 mit L2 auswählen und mit R2 Munition auf das Monster feuern - zum Beispiel Blitzkapseln, um es zu blenden. Munition finden wir in der Umgebung oder craften sie. Neu ist jetzt, dass man die Schleuder auch bei gezogener Waffe einsetzen kann. Drücken wir Kreis ziehen wir uns dann per Klammerklaue auf das Monster und machen Schaden, ganz ähnlich wie bei Reiten des Monsters, wo man Quicktime Events absolvieren muss, um es zum Fall zu bringen.

Die Raureif-Weite ist ein komplett neues Gebiet, in dem alles unter Eis und Schnee begraben ist. In der Kälte können wir uns nur mithilfe von Heißgetränken bewegen.Die Raureif-Weite ist ein komplett neues Gebiet, in dem alles unter Eis und Schnee begraben ist. In der Kälte können wir uns nur mithilfe von Heißgetränken bewegen.

Man kann abgeworfen werden, uns ist das im Test aber nur extrem selten passiert. Und wenn, haben wir kaum Schaden genommen. Auf dem Monster ist man sicher vor fast allen seinen Angriffen. Also haben wir im Prinzip die Klaue permanent eingesetzt, weil es hier auch keine Limitierungen außer unserer Ausdauer gibt und so extrem viel Schaden ausgeteilt werden kann.

Alternativ kann man auch den Zurückschrecken-Schuss auf dem Monster einsetzen und seine komplette Schleuder entladen, was es zurücktaumeln lässt.Für unseren Geschmack fühlt sich das Werkzeug deshalb etwas zu stark an und es sorgt dafür, dass viele Kämpfe trotz unterschiedlicher Monster ähnlicher als früher ablaufen.

Neulinge und Solo-Spieler dürften damit gut in Iceborne zurechtkommen. Veteranen müssen sich bis zum Ende der Iceborne-Kampagne gedulden oder auf Updates mit gehärteten und kampfgehärteten Meisterrang-Monstern hoffen, um eine happige Herausforderung wie den G-Rank zu erhalten. Kostenlose Inhalts-Updates nach dem Launch wie bei World sind bereits bestätigt.

Mix and Match

Wie beim hohen Jägerrang führt der Meisterrang komplett neue Rüstungssets für alle Monster ein, neu und alt. Denn auch Anjanath, Tobi-Kadachi, Diablos und Co. erhalten Meisterrang-Versionen mit eigenen Rüstungen, die es wieder in zwei Varianten gibt: Alpha und Beta. Eine Rüstung bringt immer spezielle eingebaute Boni mit, zum Beispiel Gesundheitsverstärkung oder Feuerangriff, während die andere Slots für Dekorationen offen lässt.

Jedes Monster erhält für den Meisterrang zwei neue Rüstungsvarianten. Die Monster sind auf diesem Rang besonders stark.Jedes Monster erhält für den Meisterrang zwei neue Rüstungsvarianten. Die Monster sind auf diesem Rang besonders stark.

Dekorationen erhält man ab dem hohen Jägerrang als Belohnungen für Quests. Welche man bekommt, ist zufällig und von bestimmten Wahrscheinlichkeiten abhängig. Diese Dekorationen vergeben ebenfalls Boni, lassen sich aber in jede Rüstung oder Waffe einsetzen, die über Slots verfügen. Die Slots haben die Stufen eins bis vier, wobei vier neu im Meisterrang dazukommen.

Sie bestimmen die Qualität der einsetzbaren Dekorationen. Eine Rüstung, die viele Vierer-Slots mitbringt, lässt sich also besser verstärken als eine mit nur Einser-Slots. Wer möchte, kann hier ordentlich tüfteln und sich zum Beispiel die perfekte Rüstung mit Feuerschutz und Gesundheitsverstärker zusammenstellen.

Das motiviert sehr, weil die einzelnen Rüstungen nicht nur cool aussehen, sondern sich auch beliebig kombinieren lassen. Man braucht nur mindestens drei Teile von einer Rüstung, um ihren Gesamtbonus abgreifen zu können, zum Beispiel Resistenz gegen ein bestimmtes Element. Die Auswahl der eigenen Rüstung sollte man dabei immer auf das Monster abstimmen, gegen das man gerade kämpft und seine Stärken entsprechend kontern.

Neue Waffenangriffe und -kombos

Auch bei den Waffen sollte man auf das richtige Element und auch die passende Art achten. Es gibt ganze 14 unterschiedliche Waffengattungen in Monster Hunter World. Darunter sind Klassiker wie ein Großschwert, Doppelklingen oder ein Bogen, aber auch ausgefallene Exemplare wie die Insektenglefe, mit der man sich in die Luft wirbelt und ein Insekt für sich kämpfen lässt. Oder das Horn, über das man Melodien spielt, um seine Mitspieler mit Boni zu versorgen.

Ist das Monster genug geschwächt, kann man es entweder töten oder mithilfe einer Falle und Betäubungsbomben einfangen.Ist das Monster genug geschwächt, kann man es entweder töten oder mithilfe einer Falle und Betäubungsbomben einfangen.

Um die richtige Waffe für sich zu finden, sollte man sie erst einmal ausgiebig im Trainingsbereich ausprobieren. Es helfen aber auch Tutorials und am rechten Bildschirmrand optional einblendbare mögliche Button-Kombinationen für Kombos. Neue Waffen gibt es in Iceborne nicht, dafür bekommt jede Waffe neue Angriffe und Kombos zum Ausprobieren und Meistern dazu. Zum Beispiel kann man jetzt mit gezogenem Langschwert einen Angriff von oben starten, wenn man einem Monsterangriff mit einem Sprung ausweicht und es dann mit der Klammerklaue trifft.

Erstmal einen heißen Tee

Neue Waffen und Rüstungen baut man, indem man die in Quests gesammelten Monstermaterialien zum Schmied bringt. Für Geld lässt sich daraus dann neue Ausrüstung herstellen. Manche Teile sind seltener als andere und lassen sich nur durch bestimmte Aktionen - zum Beispiel das Abschlagen des Monsterschwanzes - gewinnen. Auch Gegenstände wie Heiltränke, Fallen oder Bomben lassen sich craften und im Kampf einsetzen.

Das funktioniert genauso wie im Hauptspiel. Man sammelt die Zutaten wie Kraut für einen Trank und stellt anschließend das gewünschte Objekt über das Crafing-Menü her. Neu in Iceborne ist das Heißgetränk, das man für die Raureif-Weite braucht. Das nördliche Eisgebiet lässt unseren Ausdauerbalken sonst nämlich in Windeseile auf einen kleinen Punkt schrumpfen. Das macht das neue Gebiet tatsächlich sehr gefährlich, wenn man nicht immer ein Heißgetränk zur Hand hat.

Ein persönliches Winterquartier

Neu ist auch unser frostiger Hub Seliana, in den wir neben dem alten Hub Astera nach jeder Quest zurückkehren können. Seliana ist als winterliches Lager nicht komfortabel gestaltet, sondern fühlt sich auch so an. Statt über Aufzüge erreichen wir hier alles auf einer Ebene und können zum Beispiel bequem direkt von unserem Raum in die Versammlungsstätte und von dort in die Schmiede wechseln.

Die Versammlungsstätte ist der Ort, an dem man direkt mit anderen Spielern interagieren kann. Der fällt hier größer aus als in Astera und bietet mehr Unterhaltungsmöglichkeiten wie heiße Quellen, in denen man baden kann.

Iceborne bringt eine komplett neue Kampagne mit, die in packenden Zwischensequenzen inszeniert ist.Iceborne bringt eine komplett neue Kampagne mit, die in packenden Zwischensequenzen inszeniert ist.

Auch unser Raum hat ein Upgrade erhalten: Wir dürfen das winterliche Eigenheim sogar selbst einrichten. Man darf wie früher Haustiere platzieren, die man mit dem Fangnetz in den Gebieten eingesammelt hat. Jetzt kann man aber auch die Wandfarbe ändern oder einen neuen Tisch platzieren. Neue Einrichtungsgegenstände schaltet man über Quests und Item-Lieferungen frei oder kauft sie mit Punkten, die man ebenfalls bei Aufträgen verdient. Wo man was anbringen darf, ist allerdings vorgegeben.

Das mag nicht nach viel klingen, summiert sich aber mit all den kleinen komfortablen Neuerungen und spaßigen Features, die Iceborne ins Spiel integriert hat. Zum Beispiel muss man nicht mehr extra sein Zimmer betreten, um die Palicos auf Materialsuche (alias Schnurrtrupplersafari zu schicken) und über den freischaltebaren Trupplerritt (wenn man sich mit den einheimischen Wildkatzen anfreundet) kann man sich per Reittier bequem über die weitläufigen Gebiete kutschieren lassen. Unterwegs darf man dann auch das neue Katzografie-Set auspacken, eine Kamera, über die man Fotos schießen kann. Die lassen sich dann für Belohnungen einreichen.

Wenn einem Monster Hunter World schon gefällt, lohnt sich Iceborne also auf jeden Fall. Denn es bietet mehr vom gleichen, bessert aber an den richtigen Stellen nach.

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