My Little Pony-Erfinderin sagte damals bei ihrem Pitch: "Mädchen lieben Pferde", aber ihr Boss widersprach und sagte, die bügeln und kochen lieber

Heutzutage dürfte wirklich allen klar sein, dass (auch) Mädchen (auch) Pferde lieben. In den Siebzigern hatte die My Little Pony-Erfinderin aber noch mit uralten, verkrusteten Rollen-Bildern und Sexismus zu kämpfen.

Rainbow Dash hätte es nie gegeben, wenn die My Little Pony-Erfinderin auf ihren damaligen Boss gehört hätte. Rainbow Dash hätte es nie gegeben, wenn die My Little Pony-Erfinderin auf ihren damaligen Boss gehört hätte.

Mädchen kochen und bügeln lieber, als mit Pferden zu spielen – dieser Überzeugung war ein Hasbro-Chef in den 1970er Jahren allen Ernstes. Darum schmetterte er die Ideen der My Little Pony-Erfinderin Bonnie Zacherle immer wieder ab. Die hatte sich in den Kopf gesetzt, kleine Spielzeug-Pferde zu etablieren.

My Little Pony musste sich gegen wahnwitzige Chefetagen-Vorstellungen durchsetzen

Es gibt sie immer wieder, die historischen Fehleinschätzungen von einer Tragweite, die im Rückblick regelrecht erschütternd wirken. Legendär sind zum Beispiel Behauptungen, Computer oder das Internet würden sich sowieso nicht durchsetzen. Ähnlich verhält es sich mit Mädchen und Pferden.

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Bonnie Zacherle war in den 1970er Jahren Designerin bei Hasbro und hat unter anderem am legendären Kartoffelkopf-Spielzeug mitgewirkt. Ihr Herz gehörte aber ihrer eigenen Idee, und zwar Miniatur-Pferde als kleine, weiche Spielzeugfiguren für Kinder auf den Markt zu bringen.

Diese Idee wurde von Bonnie Zacherle mit diversen Zeichnungen und Entwürfen immer wieder präsentiert, von ihrem Boss aber immer wieder abgelehnt. Und zwar mit einer Begründung, die man sich wirklich einmal auf der Zunge zergehen lassen muss:

"Ich habe gesagt 'kleine Mädchen lieben Pferde' und er hat gesagt 'Bonnie, kleine Mädchen sind nicht wie du. Sie kochen und putzen und bügeln gerne'."

Glücklicherweise ließ sich die Frau davon aber nicht abbringen und hat einfach nicht aufgegeben. Irgendwann wurde dann endlich ein Prototyp erstellt, der aber viel größer und härter als das war, was Bonnie Zacherle eigentlich im Kopf hatte. Glücklicherweise wurde einem Boss des Bosses dann von seiner Frau gesagt, dass die My Little Pony-Erfinderin Recht hat und die Pferdchen viel besser in kleiner und weich wären.

1983 wurden dann die ersten My Little Pony-Pferde veröffentlicht, und wie die BBC berichtet, sind allein innerhalb der ersten zehn Jahre über 100 Millionen dieser Spielzeugfiguren verkauft worden.

Mehr Spielzeug-News findet ihr hier in diesen verlinkten GamePro-News:

Dass kleine Mädchen so großen Gefallen an My Little Pony und generell Pferden finden, liegt laut Bonnie Zacherie an der Unabhängigkeit, die die Tiere ausstrahlen. Auf einem Pferd kann man einfach davonreiten und sein eigenes Ding machen – komplett unabhängig von anderen.

Mittlerweile ist die Marke My Little Pony ein echter Gigant auf dem Spielzeugmarkt. Es gibt unterschiedlichste Generationen, dazu veröffentlichte Zeichentrickserien, Videospiele, Filme, Live-Musicals und vieles mehr.

Aber die kleinen Tiere sind natürlich nicht nur bei Mädchen beliebt, sondern erfreuen sich auch bei Sammler*innen größter Beliebtheit und können teilweise ziemlich wertvoll sein.

Wie findet ihr die My Little Pony-Spielfiguren? Was sagt ihr zu den Behauptungen des Chefs der Erfinderin?


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