Netflix sichert sich Filmrechte an Zug um Zug: Eines der erfolgreichsten Brettspiele wird verfilmt - und ich kann mir nicht vorstellen, wie das aussehen soll

Der Streaminganbieter hat sich die nächste Brettspiel-Lizenz gesichert. Es ist nur eine Umsetzung in einer ganzen Reihe aus dem Board Game-Segment.

Das erste Zug um Zug-Brettspiel erschien im Jahr 2004, seitdem sind etliche Varianten und Erweiterungen dazu gekommen. Das erste Zug um Zug-Brettspiel erschien im Jahr 2004, seitdem sind etliche Varianten und Erweiterungen dazu gekommen.

Der französische Brettspielverlag Asmodee hat bekannt gegeben, dass sich der Streamingdienst Netflix die Filmrechte an Zug um Zug gesichert hat. Damit wird eines der erfolgreichsten Brettspiele aller Zeiten in der näheren Zukunft verfilmt. Wann genau, lässt sich der Pressemitteilung des Verlags noch nicht entnehmen – dort heißt es lediglich: "bald".

Dafür steht aber schon fest, dass Ben Mekler und Chris Amick das Drehbuch für den Film schreiben werden. Die beiden waren zuvor unter anderem Autoren für die Fernsehserie Kung Fu Panda: Der Drachenritter. Produziert wird der Zug um Zug-Spielfilm von Darren Kyman. Alan R. Moon, der das Brettspiel erdacht hat, fungiert als Executive Producer.

Video starten 1:10 Zug um Zug-Brettspiel: Trailer zur Legacy-Version "Legenden des Westens"

Die Zug um Zug-Rechte sind ein weiterer Teil einer von Netflix größer angelegten "Brettspiel-Offensive". Der Streaminganbieter hatte sich zuvor unter anderem die Rechte für Die Werwölfe von Düsterwald und Exploding Kittens gesichert, außerdem ist eine Umsetzung des Klassikers Catan geplant.

Auch Zug um Zug lässt sich mit Fug und Recht zu den moderneren Brettspielklassikern zählen. Im Jahr 2004 erschienen, heimste es damals direkt den begehrten Spiel des Jahres-Preis ein. Seitdem sind zahlreiche Varianten und Erweiterungen erschienen, das Original allein hat sich über 20 Millionen Mal verkauft.

Das Spiel ist klasse – der Film muss sich erst noch beweisen

Falls ihr das Spiel nicht kennen solltet: In Zug um Zug (engl. Ticket to Ride) müsst ihr auf einer Landkarte Zugstrecken bauen und dadurch Städte miteinander verbinden, um Punkte zu kassieren. Um Strecken zu bauen, müsst ihr farblich passende Karten ablegen, die ihr vorab natürlich erst einmal gesammelt haben müsst. Das Spielprinzip ist sehr simpel und sicherlich einer der Hauptgründe für den Erfolg der Reihe.

Aus diesem Grund stellt sich mir, der die Zug um Zug-Spiele sehr gut kennt und auch schätzt, aber auch die Frage, was für eine Art von Film die Netflix-Umsetzung werden könnte.

Tobias Veltin
Tobias Veltin

Im Elternhaus von Tobi wurden – und werden immer noch – regelmäßig Brettspiele gespielt, weswegen er schon sehr früh damit in Kontakt kam. Nach einer längeren Pause, in der Brettspiele für ihn überhaupt kein Thema waren, entdeckte er seine Leidenschaft für analoge Spiele Anfang 2016 während einer launigen Runde bei Tech-Kollege Mirco wieder.

Narrative bzw. Story-Elemente gibt es in der Brettspiel-Vorlage nicht – mit Ausnahme der sehr empfehlenswerten Legacy-Variante Legenden des Westens – weswegen ich die Befürchtung habe, dass hier möglicherweise etwas komplett vom Spiel abgekoppeltes entsteht und nur der berühmte Name daran erinnert.

Ich kann mir jedenfalls (noch) nicht wirklich vorstellen, wie der Zug um Zug-Film aussehen wird. Ich lasse mich aber natürlich gerne eine Besseren belehren und freue mich schon auf den ersten Trailer – der dürfte dann vermutlich schon ein paar meiner Fragen beantworten.

Was glaubt ihr: Was für einen Film macht Netflix aus der Zug um Zug-Marke?


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