Nintendo Switch - Hacker stehen offenbar kurz davor, Nintendos Konsole zu knacken

Die Nintendo Switch soll eines der sichersten Betriebssysteme haben. Dennoch scheint es mehreren Hackern jetzt gelungen zu sein, sich Zugang zu verschaffen.

von David Molke,
19.01.2018 10:57 Uhr

Einer der Exploits für die Nintendo Switch soll sogar unpatchbar sein, wie die Hacker erklären.Einer der Exploits für die Nintendo Switch soll sogar unpatchbar sein, wie die Hacker erklären.

Auch die Nintendo Switch scheint nicht komplett sicher vor Hackern zu sein – obwohl ihr Betriebssystem offenbar zu denen gehört, die am schwierigsten zu hacken sind. Mehrere Hacker geben an, das System geknackt zu haben beziehungsweise kurz vor dem Durchbruch zu stehen. Während eine Gruppe Bereits Anfang des Monats ein entsprechendes Video veröffentlichte, gab es auf dem 34. Chaos Communication Congress einen ausführlichen Talk zu dem Thema. (via Kotaku)

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Einer der Hacks greift direkt über die Hardware an. Die Hacker erklären, dass diese Methode wohl noch nicht einmal von Nintendo gepatcht werden kann: Eine Software-Änderung kann natürlich nicht die Hardware verbessern. Ein anderes Team arbeitet an einem Mod-Chip für die Nintendo Switch, der es erlauben würde, eigene Firmware laufen zu lassen. Ein Hacker gibt sogar an, einen Exploit gefunden zu haben, der mit allen Nintendo Switch-Firmware-Versionen funktioniert.

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Die meisten dieser Hacker sind keine unbeschriebenen Blätter, sondern Profis und viele von ihnen sprechen sich eindeutig gegen illegale Kopien und Software-Diebstahl aus. Die beiden entdeckten Kernel-Exploits wurden bisher zum Beispiel auch nicht an die Öffentlichkeit gegeben. Nichtsdestotrotz sorgt sich Nintendo natürlich auch um die sogenannten Raubkopien.

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Früher oder später kommen Homebrew-Anwendungen für die Nintendo Switch, das scheint relativ sicher zu sein. Das bedeutet, dass wir wohl in nicht allzu ferner Zukunft in der Lage sein könnten, inoffizielle, von Hobby-Entwicklern erstellte Software auf der Nintendo Switch zu nutzen. Emulatoren dürften wohl die klassischsten Homebrew-Lösungen sein. Es gibt zum Beispiel diverse derartige Anwendungen für die PS Vita oder den Nintendo 3DS.

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Wie Nintendo auf die Hacks reagiert, steht noch nicht fest. Die allermeisten Software-Exploits dürften aber einfach per Firmware-Updates ausgemerzt werden. Viele der Hacks funktionieren mit der aktuellen Version sowieso schon nicht mehr. Ansonsten könnte Nintendo auch noch weitere, zusätzliche Kopierschutz-Maßnahmen ergreifen, um den Möglichkeiten für illegale Kopien der Spiele einen Riegel vorzuschieben. Generell arbeitet Nintendo mit HackerOne zusammen und belohnt Hacker mit hohen Geldsummen, die gefundene Schwachstellen an Nintendo weitergeben.

Was haltet ihr von Homebrew-Anwendungen, Emulatoren & Co?

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